Abwechslungsreiches Jahr f├╝r die Rettungsschwimmer

Zwischen nationalen und internationalen Herausforderungen

Das Jahr 2015 ist auch ein sehr wichtiges Jahr f├╝r die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer, denn es stehen zahlreiche nationale und internationale Herausforderungen auf dem Programm. In M-V sind insbesondere Stralsund, Wismar, Rostock, Anklam, Schwerin und Greifswald Zentren des Rettungsschwimmens. Seit 2001 hat zudem Greifswald eine Ortsgruppe der DLRG, die zurzeit 65 Mitglieder hat.

Sehr viel Renommee hat auch der DLRG-Cup, der j├Ąhrlich im Juli vor Rostock-Warnem├╝nde stattfindet.

Welche Ziele haben nun die deutschen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer 2015?!

Nachgefragt bei Martin Holzhause, Sprecher der DLRG f├╝r den Rettungssport

M.Holzhause ├╝ber das Wettkampf-Jahr 2015 im Rettungsschwimmen, die deutschen Hochburgen der DLRG und die Ziele f├╝r die kommenden Herausforderungen

„Nach wie vor f├╝r junge DLRG-Mitglieder attraktiv…“

Frage: Auch f├╝r die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer ist 2015 noch ein relativ junges Jahr… Welches werden die wichtigsten internationalen Wettk├Ąmpfe sein?

Martin Holzhause: Viele der Sportlerinnen und Sportler arbeiten in diesem Jahr auf die Europameisterschaften hin. Unter ihnen sind Christian Ertel aus Stralsund, der in den letzten Jahren immer wieder den Sprung in die Nationalmannschaft schaffte, und Max Tesch aus Anklam, der bei der Junioren WM 2014 sein K├Ânnen eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Unsere Nationalmannschaft, die zu den besten Teams Europas z├Ąhlt, wird im August in Swansea (Wales) um einen Platz auf dem Podium k├Ąmpfen. Die Junioren wollen im September in Alicante (Spanien) ihren Titel von vor zwei Jahren verteidigen.

Und nat├╝rlich wetteifern auch zahlreiche DLRG-Teams der Ortsgruppen mit der europ├Ąischen Konkurrenz um Medaillen.

Spitzensport mit hochkar├Ątiger internationaler Beteiligung in Deutschland ist beim DLRG Cup im Juli in Warenm├╝nde und beim Internationalen Deutschlandpokal im November in Warendorf zu sehen.

Die bundesweit besten Rettungsschwimmer im Jahr 2015 werden dann Ende Oktober bei den Deutschen Meisterschaften in Osnabr├╝ck ermittelt. Der Junioren-Rettungspokal, der gr├Â├čte nationale Nachwuchswettbewerb, findet in diesem Jahr Anfang Juli in Leipzig statt.

Frage: Welches sind aus Ihrer Sicht DIE deutschen Zentren des Rettungsschwimmens?

Martin Holzhause: Gemessen an den Erfolgen der vergangenen Jahre kann man die DLRG Halle-Saalekreis sicher als die deutsche Hochburg im Rettungsschwimmen bezeichnen. Sowohl in den Freigew├Ąsser- als auch in den Hallendisziplinen sind die Saale-St├Ądter momentan nur sehr schwer zu schlagen. Dort wird seit vielen Jahren konstant eine sehr gute Arbeit auf hohem Niveau geleistet.

Mit der DLRG Magdeburg gibt es einen ernsthaften Konkurrenten in nahezu unmittelbarer Nachbarschaft. Vor allem in den Pool-Disziplinen ist Luckenwalde sehr best├Ąndig eines der besten Teams. F├╝r Harsewinkel um DLRG-Trophy-Sieger Daniel Roggenland gilt das in den Ocean-Disziplinen. Dar├╝ber hinaus gibt es nat├╝rlich viele weitere Vereine, die hervorragende Arbeit leisten, darunter die von Ihnen genannten.

Frage: Wie beurteilen Sie den Zuspruch des Nachwuchses zum Rettungsschwimmen in Deutschland? Wie beurteilen Sie die Entwicklung des organisierten Rettungsschwimmens in den letzten Jahren?

Martin Holzhause: Der Rettungssport ist nach wie vor und besonders f├╝r junge DLRG-Mitglieder attraktiv. Das belegen auch die Zahlen: Fast 67000 Sportlerinnen und Sportler nahmen 2013 an den Wettk├Ąmpfen┬áin Deutschland teil ÔÇô eine deutliche Steigerung gegen├╝ber dem Vorjahr. Die meisten von ihnen betreiben das Rettungsschwimmen als Leistungssport. Diese Entwicklung hat auch zur Folge, dass in der Spitze die Konkurrenz gr├Â├čer geworden ist.

Im internationalen Vergleich brauchen wir uns in den Hallendisziplinen vor niemandem verstecken. Bei den Wettk├Ąmpfen im Freigew├Ąsser geben zwar nach wie vor Nationen wie Australien und Neuseeland den Ton an. Dort k├Ânnen die Sportler das ganz Jahr ├╝ber drau├čen trainieren. Doch langfristig gesehen wollen wir die vorhandene L├╝cke zumindest verkleinern.

Vielen Dank und maximale Erfolge f├╝r die kommenden Wettk├Ąmpfe im Rettungsschwimmen!

Marko Michels

 

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