Die Beach-Volleyball-Spielerinnen und -Spieler

Auch der olympische Countdown für die Beach-Volleyballspielerinnen und -spieler lauft. Die Turniere für die Frauen und Männer finden dabei zwischen dem 6.August und 18.August statt.

Seit 20 Jahren olympisch: Beach-Volleyball

Seit zwanzig Jahren, seit den Spielen 1996 in Atlanta, ist Beach-Volleyball olympisch. Die Premieren-Siegen waren seinerzeit die Brasilianerinnen Jackie Silva bzw. Sandra Pires und die Amerikaner Karch Kiraly bzw. Kent Steffes. Bei den 2012er Turnieren in London setzten sich zum dritten Mal nach 2004 bzw. 2008 die Amerikanerinnen Kerry Walsh-Jennings bzw. Misty May-Treanor durch. Und im Herren-Turnier gewann überraschend das deutsche Duo Julius Brink bzw. Jonas Reckermann, nachdem es bei den Herren bereits 2000 Olympia-Bronze aus deutscher Sicht gab (für Axel Hagen bzw. Jörg Ahmann).

Die erfolgreichsten Beach-Volleyball-Nationen bei Olympia sind mittlerweile die USA (6 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze), Brasilien (2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze), Australien sowie Deutschland (je 1 x Gold, 1 x Bronze).

Auch in M-V wird „gebeacht“…

Aber auch hierzulande, in ganz Deutschland, wie speziell in M-V, stehen zahlreiche Beach-Volleyball-Turniere im Sommer auf dem Programm. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es demnächst den „Notus energy Beach-Cup“ in Greifswald vom 23.Juli bis 24.Juli, den Usedom-Beach-Cup vom 30.Juli bis 31.Juli und den „Inchez-Cup“ in Warnemünde vom 27.August bis 28.August.

„smart beach tour“ zweimal zu Gast in M-V

Des Weiteren macht ebenfalls die „smart beach tour“ Station im deutschen Nordosten, nachdem es bereits 2016 Turniere in Münster, in Hamburg, in Dresden, in Jena und in Duisburg gegeben hat. Binz folgt nun vom 15.Juli bis 17.Juli, dann Sankt Peter Prding vom 29.Juli bis 31.Juli, Kühlungsborn vom 26.August bis 28.August und Timmendorfer Strand vom 8.September bis 11.September.

Nachgefragt bei Organisator Frank Mackerodt nach

F.Mackerodt über die Bedeutung der „smart beach tour“, die bisherigen Turniere, die beiden Stationen in M-V, den Zuspruch zu den Wettkämpfen und die baldigen olympischen Beach-Volleyball-Turniere 

„Eine besonderen Verbindung aus Leistungssport und toller Stimmung in bester Urlaubsatmosphäre…“

Frage: Die „smart beach tour“ im Beach-Volleyball hat 2016 zwei Stationen in M-V, in Binz und in Kühlungsborn. Welche Bedeutung hat eigentlich die „smart Beach Tour“ im Turnierkalender? Und: Was zeichnet die Austragungsorte in M-V aus?

Frank  Mackerodt: Die „smart beach tour“ ist die ranghöchste nationale Beach-Volleyball Serie und inklusive der Deutschen smart Beach-Volleyball Meisterschaften mit einem Gesamtpreisgeld in Höhe von 250000 Euro dotiert.

Damit ist die „smart beach tour“ die größte nationale Beach-Volleyball Serie in Europa und die drittgrößte weltweit.

Die Austragungsorte Binz und Kühlungsborn sind zwei Strandklassiker auf der Tour. Beide Tour-Orte stehen für ein sehr schönes Ambiente und erfreuen sich alljährlich einem sehr großen Zuschauer-Zuspruch. Beiden ist gemein, dass wir mit den Gemeinden und die Tourismusorganisationen starke Partner haben, die maßgeblich zum Erfolg der Turniere beitragen.

Frage: Wie groß sind eigentlich die Starterfelder? Wer kann und darf bei der „smart beach tour“ eigentlich teilnehmen?

Frank Mackerodt: Es spielen jeweils 16 Frauen- und Männer-Teams im Hauptfeld. Vier dieser Hauptfeldplätze werden am Freitag am Qualifikationstag ausgespielt. Die Teilnahme an der Qualifikation und am Hauptfeld des smart super cup Binz ist durch die Platzierung in den Ranglisten des Deutschen Volleyball-Verbandes geregelt.

Frage: Wie verliefen die bisherigen Turniere 2016?  Wie war jeweils die Stimmung vor Ort?

Frank Mackerodt: Die Halbzeitbilanz der Saison fällt absolut positiv aus. Wir hatten spannende Turnierverläufe, den einen oder anderen überraschenden Turniersieger und in allen Städte eine tolle Stimmung.

Hinzu kam eine sehr gelungene Premieren-Veranstaltung in Duisburg vor der beeindruckenden Kulisse des historischen Theaters Duisburg. Die Stadtturniere sind für den Sport wichtig, da viele Menschen den Sport kennenlernen und sich begeistern lassen. Jetzt kommen die Strandturniere – quasi die natürliche Heimat des Beach-Volleyballs – mit der besonderen Verbindung aus Leistungssport und toller Stimmung in bester Urlaubsatmosphäre.

Letzte Frage: Im August gibt es die olympischen Beachvolleyball-Turniere in Rio. Wer sind Ihre Favoritinnen und Favoriten? Wie beurteilen Sie die Chancen der deutschen Duos?

Frank Mackerodt: Die Turniere der Olympischen Spiele sind für jeden Sportler etwas Einzigartiges. Neben der persönlichen Spielstärke, kommt es vor allen Dingen darauf an, mit der besonderen Situation mental zurecht zu kommen.

Außerdem muss man sich auf den Spielmodus eines so langen Turniers, bei dem man nur alle zwei oder drei Tage ein Spiel hat, einstellen.

Im Heimatland des Beach-Volleyballs zählen natürlich die Brasilianer bei den Frauen und Männern zu den Top-Favoriten. Aber auch die US-Boys und –Girls zählen zu den Medaillenkandidaten.

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zählen sicherlich zum engsten Favoritenkreis und fahren nicht umsonst als Weltranglistenerste nach Rio de Janeiro. Das zweite Frauenteam Karla Borger und Britta Büthe ist immer für eine Top-Platzierung gut, das haben sie schon 2013 mit der Vize-Weltmeisterschaft bewiesen.

Bei den Männern haben sich Markus Böckermann und Lars Flüggen die Olympia-Qualifikation mit einer Energieleistung wirklich verdient. In Rio können sie nach meiner Einschätzung ohne Druck befreit aufspielen und sicher eine Top-Ten Platzierung erreichen – vielleicht gelingt ihnen ja aber auch eine Überraschung. Ich drücke jedenfalls allen drei Teams ganz fest die Daumen.

Marko Michels