Deutsche Box-Staffel mit nur einmal Bronze

Die Boxsportler waren in den letzten 12 Monaten mächtig gefordert, gerade im Elite-Bereich. Im August 2016 stand noch das olympische Turnier in Rio auf der Agenda, im März 2017 gab es den traditionsreichen Chemie-Pokal in Halle/Saale, dann folgten im Juni 2017 die EM in Charkiw und aktuell, vom 25.August 2017 bis 2.September 2017, wurden die 19.Amateur-Box-WM ausgetragen. Insgesamt 243 Boxsportler aus 75 Nationen meldeten für die ersten globalen Meisterschaften im Boxen nach Rio.

Deutscher Verband mit zehn Faustkämpfern dabei

Der deutsche Verband besetzte alle zehn Gewichtsklassen, so mit Salah Ibrahim im Halbfliegengewicht, Hamza Touba im Fliegengewicht, Omar El-Hag im Bantamgewicht, Murat Yildirim im Leichtgewicht, Artem Harutyunyan im Halbweltergewicht, der bei Michael Timm am Schweriner Leistungszentrum trainiert, Abass Baraou im Weltergewicht, den Europameister 2017, Silvio Schierle im Mittelgewicht, Ibragim Basuew im Halbschwergewicht, Igor Tesiew im Schwergewicht und Max Keller im Superschwergewicht.

Leider war für fast alle deutschen Faustkämpfer bei ihren Heim-WM dann spätestens im Viertelfinale Endstation – eine herbe Enttäuschung, waren doch drei Medaillen das Minimalziel und ein halbes Dutzend Plaketten durchaus im Bereich des sportlich Möglichen.

Nur der Europameister 2017 Abass Baraou schaffte im Weltergewicht das Halbfinale, verlor aber dort auch deutlich mit 1:4 gegen den Olympiasieger Roniel Iglesias aus Kuba. Nur eine Medaille (Bronze)  für die deutsche Box-Staffel bei der Heim-WM 2017… Das ist doch eine herbe Enttäuschung.

Kuba wieder mit stärkster WM-Staffel

In Hamburg stellte Kuba zum elften Mal die erfolgreichste Staffel mit 5 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze, vor Usbekistan mit 1 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze, Kasachstan mit 1 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze, Aserbaidschan mit 1 x Gold, 1 x Bronze sowie Frankreich bzw. der Ukraine mit 1 x Gold. Für die USA gab es 1 x Silber, 2 x Bronze und für Russland 1 x Silber, 1 x Bronze. In die Medaillen-Ränge kamen Boxsportler aus zwanzig Ländern.

Kuba führt jetzt im „ewigen Medaillenspiegel“ der Herren-Box-WM (Amateure) seit 1974 mit 76 x Gold, 34 x Silber, 25 x Bronze vor Russland (mit SU) mit 38 x Gold, 32 x Silber, 38 x Bronze. Deutsche Faustkämpfer kommen auf 5 x Gold, 14 x Silber, 45 x Bronze.

Die kubanischen WM-Titel 2017 erkämpften Joahnys Argilagos (Halbfliegengewicht), Yosvany Veitia (Fliegengewicht), Andy Cruz Gomez (Halbweltergewicht), Julio Cesar La Cruz (Halbschwergewicht) und Erislandy Savon (Schwergewicht). Die restlichen fünft Titel teilten sich Kasachstan (Kirat Yeraliyev, Bantamgewicht), Frankreich (Sofiane Oumiha im Leichtgewicht), Usbekistan (Shakram Giyasov im Weltergewicht), die Ukraine (Oleksandr Khyzhniak im Mittelgewicht) und Aserbaidschan (Magomedrasul Majidov im Superschwergewicht).

Wie war das noch vor 12 Monaten?!

Usbekistan mit bester olympischer Box-Staffel

Usbekistan stellte vor Jahresfrist – bei den drei olympischen Frauen- bzw. zehn olympischen Herren-Entscheidungen im Boxen in Rio – mit 3 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze die erfolgreichste Box-Staffel vor Kuba mit 3 x Gold, 3 x Bronze und Frankreich mit 2 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze. Die deutsche Box-Mannschaft kam zu einmal Bronze durch Artem Harutyunyan (TH Eilbeck) im Halbweltergewicht.

Vor mehr als einem Jahr unterlag dabei im Halbfinale Artem Harutyunyan dem für Aserbaidschan boxenden Kubaner Lorenzo Sotomayor, nachdem Artem im Achtelfinale noch den Kanadier Arthur Biyarslanov und im Viertelfinale den Türken Batuhan Güzgec bezwungen hatte. Zudem  schaffte Artem Harutyunyan, Jahrgang 1990 und in Jerewan geboren, unter anderem bei den EM 2013 bereits Bronze.

Seit 1952 steht das Halbweltergewicht übrigens im olympischen Box-Programm. Sehr erfolgreich waren dort bis 2012 die USA mit 4 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze. und Kuba mit 3 x Gold, 3 x Silber, 3 x Bronze. Olympisches Doppel-Gold im Halbweltergewicht erkämpften bis dato Jerzy Kulej (Polen) 1964/68 und Hector Vinent (Kuba) 1992/96. Der Jerewaner Wladimir Jengibarjan war hingegen 1956 die Nummer eins. In Rio 2016 siegte letztendlich Fazliddin Goibnazarov, der sich gegen Lorenzo Sotomayor durchsetzte.

Weiterer Blick in die Historie

Seit nunmehr mehr als vierzig Jahren, seit 1974, in Havanna, werden WM im Amateur-Boxsport veranstaltet. Bei den bisherigen Amateur-Welttitelkämpfen (bis 2015) waren dabei oftmals die Staffeln aus Kuba dominierend. So stellten die Faustkämpfer von der „Zucker- und Zigarren-Insel“, wie eingangs erwähnt, insgesamt elfmal die stärkste Staffel (1974, 1978, 1982, 1986, 1991, 1993, 1995, 2001, 2005, 2015 und 2017). Russland (einschließlich UdSSR) avancierte fünfmal zum erfolgreichsten WM-Team (1989, 1997, 2003, 2007 und 2009).

Je einmal waren die Staffeln aus den USA (1999), der Ukraine (2011) und Kasachstan (2013) die Nummer eins.

Deutsche bei Amateur-Box-WM bis 2017 mit 5 x Gold

Deutsche Boxsportler, ob aus West, Ost oder vereint, hatten hingegen bei den bisherigen WM auch einige Erfolge feiern können. So gab es insgesamt 64 x Edelmetall zwischen 1974 und 2017 für deutsche Boxsportler, davon 5 x Gold.

Den ersten Amateur-WM-Titel für einen Deutschen schaffte übrigens Henry Maske (Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm) 1989 in Moskau. Im australischen Sydney holten Marco Rudolph (Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm) und Torsten May (Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm) WM-Gold.

Zoltan Lunka erkämpfte 1995 in Berlin in der Gewichtsklasse bis 51 Kilogramm ebenfalls WM-Gold. Und den vorerst letzten WM-Titel im Amateur-Boxsport aus deutscher Sicht erlangte der Jack Culcay-Keth (Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm).

Die meisten Medaillen holten deutsche Boxsportler mit jeweils neun 1989 in Moskau (einmal Gold, viermal Silber, viermal Bronze) und 1995 in Berlin (einmal Gold, einmal Silber, siebenmal Bronze). Danach folgen – in puncto Erfolgsbilanz aus deutscher Sicht – die WM 1978 in Belgrad mit sieben Plaketten (siebenmal Bronze), die WM 1982 in München mit sechsmal Edelmetall (einmal Silber, fünfmal Bronze), die WM 1986 in Reno mit fünf Medaillen (dreimal Silber, zweimal Bronze), die WM 2003 in Bangkok mit ebenfalls fünf Auszeichnungen (einmal Silber, viermal Bronze) und die WM 1991 in Sydney mit vier Plaketten (zweimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze).

Bei den anderen Box-Weltmeisterschaften sah es für die deutschen Faustkämpfer folgendermaßen aus: WM 1974 in Havanna mit dreimal Bronze, WM 1993 in Tampere mit zweimal Bronze, WM 1997 in Budapest mit zweimal Silber, einmal Bronze, WM 1999 in Houston mit zweimal Bronze, WM 2001 in Belfast mit einmal Bronze, WM 2005 in Mianyang mit einmal Silber, einmal Bronze, WM 2009 in Mailand mit einmal Gold, einmal Bronze, WM 2011 in Baku mit einmal Bronze und WM 2013 in Almaty mit zweimal Bronze. Abass Baraou holte aktuell in Hamburg 2017 eine weitere Bronzene für den Deutschen Boxverband.

Und bei den WM 2007 in Chicago und den WM 2015 in Doha blieben die deutschen Boxsportler leider ohne Medaille.

Mecklenburger Boxsportler bei Amateur-Box-WM von 1974 bis 2003

Auch M-V-Faustkämpfer setzten weltmeisterliche Akzente. Bei den ersten Box-WM der Amateure 1974 in Havanna gewann der gebürtige Neuklosteraner Bernd Wittenburg die Bronze-Medaille im Mittelgewicht. Acht Jahre später, im Jahr 1982in München, erkämpfte der Schweriner Richard Nowakowski ebenfalls WM-Bronze – allerdings im Federgewicht.

Drei Medaillen für Schwerin gab es dann bei den WM 1986 in Reno: Silber für Rene Breitbarth im Bantamgewicht, jeweils Bronze für Andreas Zülow/Federgewicht und Torsten Schmitz/Weltergewicht.

Bei den WM 1989 in Moskau holten Andreas Zülow (Leichtgewicht) und Torsten Schmitz (Halbmittelgewicht) Vize-Weltmeister-Titel für Schwerin. Im Jahr 1991 bei den WM in Sydney gewann Schmitz dann noch WM-Bronze, wiederum im Halbmittelgewicht. 12 Jahre später, bei den WM 2003 in Bangkok,  erkämpfte Martin Dreßen Bronze im Leichtgewicht 2003 in Bangkok. Und 2013, bei den WM  in Almaty, gab es ebenfalls Bronze für Arajik Marutjan allerdings im Weltergewicht.

Nicht zu vergessen: Auch olympische Erfolge verbuchten die Faustkämpfer aus M-V … Den ersten Olympiasieg im Boxsport für Schwerin überhaupt errang Jochen Bachfeld in Montreal 1976. Andreas Zülow (1988 in Seoul) und Andreas Tews (1992 in Barcelona) folgten Bachfelds Gold-Beispiel. Beim Box-Turnier der Wettkämpfe der Freundschaft 1984 in Havanna, de-facto das “Gegen-Turnier” zum olympischen Box-Wettkampf in Los Angeles (Olympia 1984 in L.A. wurde ja von den Ländern des Ostblocks boykottiert.), gewann Torsten Schmitz auch eine Goldmedaille.

Weitere olympische Medaillen für Schwerin: 1976 Silber durch Richard Nowakowski, 1980 Bronze durch Richard Nowakowski, 1988 Silber durch Andreas Tews. Bei den zweiten Olympischen Jugend-Spielen 2014 in Nanjing triumphierte zudem der Wahl-Schweriner Peter Kadiru im Superschwergewicht.

Resümee zu den letzten Amateur-Box-WM 2013 in Almaty und 2015 in Doha

Und… Wie sah es noch 2013 in Almaty boxsportlich aus?! Nach 10 Jahren, nach der erwähnten WM-Bronze-Plakette für Martin Dreßen, holte Arajik Marutjan vom BC Traktor Schwerin wieder eine Medaille bei Amateur-Box-WM für M-V, speziell für Schwerin:

Im Weltergewicht belegte er zusammen mit Gabriel Maestre aus Venezuela den dritten Platz. Neuer Weltmeister in dieser Gewichtsklasse wurde der kasachische Lokalmatador Daniyar Yeleussinov, gegen den Arajik im Halbfinale unterlag. Der Kasache setzte sich im Finale gegen Kubas Arisnoidys Despaigne durch.

Ansonsten waren diese WM 2013 eine Meisterschaft der Boxsportler der ehemaligen Sowjetunion gegen „den Rest der Welt“: 18 Medaillen gingen auf das Konto der früheren Republiken der UdSSR.

Kasachstan stellte, wie eingangs erwähnt, sogar die stärkste Boxstaffel der Welttitelkämpfe 2013 mit 4 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze. Aserbaidschan war mit 2 x Gold, 1 x Bronze bestens dabei. Russland erfightete 1 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze, Usbekistan kann 1 x Silber, 1 x Bronze vorweisen und die Ukraine hatte nach Abschluß der WM 1 x Bronze „im Gepäck“.

Die Weltmeister aus den genannten Staaten waren – neben Daniyar Yeleussinov (Kasachstan) im Weltergewicht – Birzhan Zhakipov (Kasachstan) im Halbfliegengewicht, Mischa Aloyan (Russland) im Fliegengewicht, Javid Chalabiyev (Aserbaidschan) im Bantamgewicht, Merey Akshalov (Kasachstan) im „leichten Weltergewicht“, Zhanibek Alimkhanuly (Kasachstan) im Mittelgewicht und Magomedrasul Majidov (Aserbaidschan) im Superschwergewicht.

Kuba, der Lehrmeister von einst, platzierte sich im Medaillen-Ranking mit 2 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze auf Platz zwei, wobei Lazaro Alvarez (Leichtgewicht) und Julio Cesar la Cruz (Halbschwergewicht) jeweils Gold für die Zucker- und Zigarren-Insel erkämpften.

Europas Fahne hielten die Italiener hoch – Clemente Russo wurde der Beste im Schwergewicht.

Insgesamt gab es bei den Amateur-Box-WM für 18 Nationen Medaillen, aber nur fünf davon durften sich über eine oder mehrere Goldmedaillen freuen.

Zur Bronzemedaille von Arajik Marutjan „gesellte“ sich aus deutscher Sicht noch Bronze für Erik Pfeifer im Superschwergewicht.

Debakel für Nordamerika, Afrika und Europas traditionsreiche Box-Nationen

Während die deutsche Box-Staffel immerhin zwei Medaillen nach Abschluß der WM`13 zu bejubeln hatte, ging Nordamerika – die USA und Kanada – komplett leer aus. Für Afrika waren diese Weltmeisterschaften ebenfalls ein Desaster – nur 1 x Silber dank Mohamed Flissi aus Algerien im Halbfliegengewicht.

Rückblende: Bei den ersten beiden WM 1974 und 1978 triumphierte der „schwarze Kontinent“ dreimal – durch Ayub Kalule (Uganda) 1974 im „leichten Weltergewicht“ sowie durch Stephen Muchoki (Kenia) 1978 im Halbfliegengewicht und durch Andeh Davidson (Nigeria) im Leichtgewicht.

Auch für China, seit 2003 stets unter den Medaillengewinnern bei Amateur-Box-WM der Herren, war dieses Mal nichts zu holen.

Für das Vereinigte Königreich dürfte die Bilanz ebenfalls alles andere als zufrieden stellend sein – 2 x Bronze hieß die Ausbeute am Ende. Der Waliser Andrew Selby wurde Dritter im Fliegengewicht, der Engländer Antony Fowler schaffte das Gleiche im Mittelgewicht.

Ein „Waterloo“ waren die Box-WM der Amateure auch für die traditionsreichen Box-Länder Ungarn, Polen, Rumänien und Bulgarien: Keine Medaillen für die Nachfolger eines Laszlo Papp, eines Henryk Srednicki, eines Francisc Vastag oder eines Serafim Todorov.

Doha 2015 mit erfolgreichen Kubanern

Nachdem sie den „Titel“ erfolgreichste WM-Boxstaffel nach 2005 an Russland (2007, 2009), die Ukraine (2011) und Kasachstan (2013) verloren hatten, waren die Kubaner 2015 in Doha wieder am besten.

Sieben Medaillen-Gewinne in zehn Gewichtsklassen, darunter viermal Gold, sorgten dafür, dass Kuba zum Triumphator der Welt-Titelkämpfe 2015 avancierte.

Joahnys Argilagos (Halbfliegengewicht), Lazaro Alvarez (Leichtgewicht), Arlen Lopez (Mittelgewicht) und Julio Cesar la Cruz (Leichtschwergewicht) waren dabei die Weltmeister für die „Zucker- und Zigarren-Insel“.

Auch die russische Mannschaft konnte überzeugen: Witali Dunaytsew (Halbweltergewicht) und Jewgeni Tishchenko (Schwergewicht) erkämpften für „Team Russia“ zweimal Gold.

Für Westeuropa gab es ebenfalls zwei Erfolge – durch Michael Conlan (Irland) im Bantamgewicht und Tony Yoka (Frankreich) im Superschwergewicht. Auch Afrika jubelte über Gold : Mohammed Rabii (Marokko) war der Beste im Weltergewicht. Elvin Mamishzada (Aserbaidschan) entschied das Fliegengewicht für sich.

Letztendlich erkämpften 18 Länder Medaillen. Fast die Hälfte aller 40 Medaillen sicherten sich die Faustkämpfer der ehemaligen Sowjetrepubliken (19 x Edelmetall): Usbekistan „holte“ 6 Medaillen (ohne Gold), Russland 4 Medaillen (zwei Goldene),  Aserbaidschan 4 Medaillen (eine Goldene), Kasachstan 2 Medaillen, Ukraine 2 Medaillen und Weissrussland eine Medaille. Für den Gastgeber der kommenden Olympischen Spiele 2016 in Rio, Brasilien, gab es einmal Bronze: Robson Conceicao belegte Platz drei im Leichtgewicht.

Deutschland (auch der Greifswalder Vize-Europameister 2015 im Superschwergewicht Florian Schulz) ging ebenso leer aus, wie die traditionsreichen Box-Nationen USA, Ungarn, Polen, Bulgarien, Rumänien oder Venezuela.

Dafür entschädigt die aktuelle Bilanz der WM 2017 in Hamburg.

Exkurs: Anmerkung zum Frauen-Boxen/ Die EUBC-Meisterschaften`17

Die EUBC European Union Women`s Boxing Championships fanden vom 4.August 2013 bis 13.August 2013 in Cascia statt. Die deutschen Faustkämpferinnen überzeugten dort und gewannen einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze. Nadine Apetz schaffte Gold in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm. Jeweils Silber erreichten Azize Nimani in der Gewichtsklasse bis 54 Kilogramm und Ornella Gabriella Wahner in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm. Bronze erkämpfte Joelle Seidou in der Gewichtsklasse bis 64 Kilogramm.

Die erfolgreichsten Staffeln der EUBC-Meisterschaften im Frauen-Boxen stellten die Türkei (dreimal Gold, einmal Silber), Italien (einmal Gold, zweimal Silber, sechsmal Bronze), Deutschland (einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze) und Irland (einmal Gold, einmal Silber, einmal Bronze).

Je eine Goldene errangen Bulgarien, Finnland, Dänemark und die Niederlande.

Last but not least: Die nächsten Box-WM der Herren gibt es 2019 in Sotschi und 2021 in Neu-Delhi.

Marko Michels

Foto (Michels): Traditionssportart in M-V – das Boxen.