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Kyu-Do in Mecklenburg-Vorpommern

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Informatives zu Kyu-Do

Der japanische Weg des Bogens

Kyu-Do bedeutet übersetzt in etwa „der Weg des Bogens“. Diese Kampfkunst hat ihren Ursprung in Japan und ist eine sehr alte Kunst des Bogenschießens. Die damalige japanische Kriegerkaste, die Samurai, waren in verschiedenen Kriegsfertigkeiten geschult. Neben dem Umgang mit dem bekannten japanischen Langschwert (Katana), übten sich diese Krieger unter anderem auch im Reiten, im Nahkampf und im Bogenschießen.

Der Bogen wurde nicht nur von der Infanterie benutzt, sondern auch von berittenen Truppen. Aufgrund seiner asymmetrischen Form und seiner Länge von über 2 Metern erzeugt der japanische Langbogen eine enorme Durchschlagskraft. So ist es möglich mit dem sogenannten Daikyū (japanisch für Langbogen) oder auch Yumi (japanisch für Bogen) bis zu 300 Meter weit zu schießen und mittelschwere Panzerungen zu durchbohren.

Die Entwicklung von Kyu-Jutsu zu Kyu-Do

Bis ins 17. Jahrhundert war der japanische Langbogen den Feuerwaffen in Treffgenauigkeit, Schussrate und Zuverlässigkeit deutlich überlegen. Erst mit dem Einsetzen der frühen Industrialisierung und dem damit verbundenen Einfluss europäischer Mächte auf Japan verloren die traditionellen Waffen und Kriegskünste der Samurai an Bedeutung.

Allerdings ging das Wissen der klassischen Kriegskünste der Samurai nicht ganz verloren. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden viele alte japanische Traditionen in neue gesellschaftliche Formen transformiert.

Während man heute unter Kyu-Jutsu die praktische Kriegskunst des Bogenschießen meint, versteht man unter Kyu-Do einen philosophischen Ansatz des Übens und sich Verbesserns. Wie in vielen japanischen Kampfkünsten bedeutet Do, dass der Weg das Ziel ist. Jahrelanges Üben und Trainieren stärkt nicht nur die rein mechanische Tätigkeit des Bogenschießens, sondern auch Geist und Körper werden transformiert.

Hierbei spielen meditative Erfahrungen während der Ausübung eine genauso wichtige Rolle, wie Bewegungskoordination und Muskelkraft. Das Training mit dem Langbogen fördert besonders Disziplin, Aufmerksamkeit und Konzentration, ohne die sonst kein langfristiger Erfolg im Kyu-Do möglich ist.

Ausrüstung und Vereine

Neben dem Bogen benötigst du einen Schießhandschuh, der deine Zughand schützt und für die nötige Grifffestigkeit sorgt.

Wie in allen japanischen Kampfkünsten benötigst du traditionelle Bekleidung bestehend aus Hakama (Hosenrock), Gi (Hemd und Hose), Obi (Gürtel) und Tabi (Schuhe).

In Mecklenburg-Vorpommern unterrichtet Prof. Michael Haller Kyu-Do. Er gründete ab 2001 den Verein Kyudo Plüschow e.V. in Waldeck. Er ist gleichzeitig auch Ansprechpartner für den Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern.

Kyu-Do ist eine Wettkampfsportart. 2017 wurde die deutsche Mannschaft Europameister. Jenni Zimmer (aus Mecklenburg-Vorpommern, Shuitsukan Kyudojo) errang bei diesem Turnier den Einzeltitel und erzielte neun von zehn Treffern.

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Vereine

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