Die Junioren-EM und Junioren-WM 2017 im Bahn-Radsport im Fokus

Troika aus M-V qualifizierte sich f├╝r Anadia und Montichiari

Mecklenburg-Vorpommern besitzt mit Andre Greipel, Stefan Nimke & Co. nicht nur hervorragende Radsportler, sondern hat nat├╝rlich ebenfalls sehr erfolgreiche Rad-Amazonen.

Die geb├╝rtige Wismarerin Katrin Meinke, Olympia-Starterin 2004 bzw. Medaillengewinnerin bei WM sowie Weltcups, das einstige Mitglied des „Track Cycling Teams M-V“, Miriam Welte, Teamsprint-Olympia-Dritte 2016 bzw. Teamsprint-Olympiasiegerin 2012, oder die Wahl-Bad Doberanerin Trixi Worrack, vierfache Olympia-Teilnehmerin 2004, 2008, 2012 bzw. 2016 sowie vierfache Weltmeisterin im Team-Zeitfahren, zeigen, dass M-V auch sehr erfolgreiche Radsportlerinnen vorzuweisen hat.

Lea Sophie Friedrich – ein gro├čes Bahn-Radsport-Talent aus M-V

Ein gro├čes Radsport-Talent, die schon einige nationale und internationale Erfolge vorzuweisen hat, ist Lea Sophie Friedrich, Jahrgang 2000, vom RST Dassow. Bei den 131.Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport 2017 in Frankfurt/Oder konnte Lea drei Titel gewinnen, so im Juniorinnen-Bereich im Keirin, im 500 Meter Zeitfahren und im Sprint. Zudem gab es im Frauen-Elite-Bereich noch Silber mit Jo Ellen Look vom Schweriner SC.

Lea Sophie wird bei den Junioren-EM in Anadia vom 18.Juli bis 23.Juli und bei den Junioren-WM in Montichiari vom 23.August bis 27.August starten. F├╝r M-V sind in Anadia ebenfalls Carl Hinze bzw. Domenique Anklam dabei und in Montichiari nimmt zudem Carl Hinze teil.

Vor Jahresfrist in Montichiari: Die Junioren- und U 23-EM

In Montichiari wurden im vergangenen Jahr, 2016, ┬ábereits die EM der Altersklassen Junioren und U 23 veranstaltet. ┬áIn den 38 Entscheidungen geh├Ârten Gro├čbritannien (19 Medaillen, 5 x Gold), Polen (18 Medaillen, 5 x Gold), Niederlande (11 Medaillen, 5 x Gold), Frankreich (11 Medaillen, 5 x Gold), Russland (10 Medaillen, 2 x Gold), Italien (10 Medaillen, 6 x Gold) und Belgien (8 Medaillen, 4 x Gold) zu den flei├čigsten Medaillen-Sammlerinnen bzw. -Sammlern.

Sechs Medaillen f├╝r deutsche Mannschaft

F├╝r die deutsche Mannschaft erk├Ąmpfte Maximilian Dornbach Gold im 1000 Meter Zeitfahren (U 23), Richard Asmuss, Jan May bzw. Maximilian Dornach Bronze im Teamsprint (U 23), Marc Kurczyk Silber im Keirin (U 23), Tatjana Paller Bronze im Punktefahren (U 23), Luca Felix Happke Silber im Scratch (Junioren) und Timo Bichler im Keirin (Junioren). Seit 2001 werden europ├Ąische Titelk├Ąmpfe im Bahn-Radsport der Altersklassen Junioren und U 23 ausgetragen.

Junioren-WM im Bahn-Radsport seit 1975

Junioren-WM im Bahn-Radsport werden hingegen seit 1975, damaliger Austragungsort Lausanne, veranstaltet. Bei den ersten Welt-Titelk├Ąmpfen im Bahn-Radsport der Junioren standen vier Entscheidungen, nur f├╝r die Junioren, auf dem Programm: der Sprint, das Punktefahren, die Einzelverfolgung und die Teamverfolgung.

F├╝r die seinerzeit getrennt startenden Deutschen aus Ost und West lautete die Ausbeute 1975 einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze. Henry Rinklin holte vor 42 Jahren Gold im Punktefahren. Und einer Schweizer jubelte ebenfalls: Robert Dill-Bundi in der Einzelverfolgung. F├╝nf Jahre sp├Ąter, 1980 in Moskau, wurde der Eidgenosse dann auch Olympiasieger.

Aigle 2016 mit zweifachem Gold f├╝r Pauline Grabosch

Bei den vorerst letzten Junioren-WM, 2016 in Aigle/Schweiz, waren Neuseeland (4 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze), Australien (1 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze) und Italien (3 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze) die medaillentr├Ąchtigsten Nationen. F├╝r Schwarz-Rot-Gold gewann Pauline Grabosch Gold im Sprint bzw. im 500 Meter Zeitfahren. Bastian Flicke wurde Dritter in der Einzelverfolgung. Und im Teamsprint gab es dank Nik Schr├Âter, Felix Zschocke und dem Schweriner Carl Hinze auch Bronze.

Nun gilt es aber f├╝r Lea Sophie Friedrich, Domenique Anklam und Carl Hinze maximale Erfolge in Anadia bzw. in Montichiari 2017 zu erreichen…

Exkurs: Frauen und der Bahnradsport

Erst ab 1958 in Paris, wieder einmal Paris, durften auch die Frauen bahnradsportlich-weltmeisterlich ran. In zwei Disziplinen demonstrierten sie ihr K├Ânnen: Im Sprint gewann Galina Jermolajewa vor Walentina Maximowa-Pantilowa (beide Sowjetunion) und Jean Dunn (Gro├čbritannien). Ljudmilla Kotschetowa (Sowjetunion) war hingegen in der Einzelverfolgung die Nummer eins – vor den Britinnen Stella Bail und Kathleen Ray.

Es sollte sogar noch weitere drei├čig Jahre dauern, bis der Bahnradsport f├╝r Frauen olympisch wurde. In Seoul 1988 erhielten die Bahnradsportlerinnen einen ersten Wettkampf unter den olympischen Ringen, den Sprint. Gold holte sich damals die Estin Erika Salum├Ąe vor Christa Rothenburger-Luding aus Deutschland-Ost und Connie Paraskevin-Young aus den USA.

Marko Michels

 

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