Biathletin Laura Dahlmeier mit fünfmal Gold

Die deutschen Festspiele bei den 49.Biathlon-Weltmeisterschaften setzten sich auch am Abschlusstag fort.

Laura Dahlmeier gewann zum Abschluss der WM in Hochfilzen nach der Mixed-Staffel, der Verfolgung, dem Einzel, der Staffel auch den Wettkampf im Massenstart, dazu Silber im Sprint – wahrscheinlich ein Rekord für die Ewigkeit.

Auch die deutschen Herren räumten noch einmal „goldig“ ab, da Simon Schempp den Massenstart auch bei den Herren für Schwarz-Rot-Gold entscheiden konnte. Zuvor hatten die deutschen Biathlon-Herren bereits durch Benedikt Doll Gold im Sprint erkämpft.

Den Massenstart bei Biathlon-WM, diese Disziplin wird seit 1999 bei WM angeboten, hatten aus deutschem Blickwinkel bislang bei den Damen Andrea Henkel 2007 sowie Magdalena Neuner 2008 bzw. 2011 gewonnen. Bei den Herren waren dort vor 2017 bei WM Sven Fischer 1999 und Michael Greis 2007 erfolgreich.

Und nun, anno 2017, jubelten Laura Dahlmeier und Simon Schempp.

Damit kommt das deutsche Biathlon-WM-Team 2017 auf insgesamt 7 x Gold, 1 x Silber. Insgesamt holten elf Länder Medaillen in Hochfilzen.

Die nicht-deutschen WM-Titel in Hochfilzen errangen Gabriela Koukalova (Tschechien, Sprint bei den Damen), Martin Fourcade (Frankreich, Verfolgung bei den Herren), Lowell Bailey (USA, Einzel bei den Herren) und die russische Herren-Staffel.

Insbesondere die Amerikanerinnen und Amerikaner sorgten bei diesen WM für Überraschungen und damit für Abwechslung.

Nach Lowell Bailey im Herren-Einzel schaffte Susan Dunklee bei den Damen hinter Laura Dahlmeier Silber im Massenstart.

Für die USA waren es bei Biathlon-Weltmeisterschaften die Medaillen Nummer vier und Nummer fünf.

Zuvor hatten Holly Beatie, Julie Newman bzw. Kari Swanson bei den WM 1984 in der Damen-Staffel Bronze erkämpft. Im Jahr 1987 folgte Silber durch Josh Thompson im Herren-Einzel und bei den WM 2013 hatte Tim Burke ebenfalls Silber im Herren-Einzel errungen.

Hochfilzen 2017 war hingegen für die deutsche Biathlon-Mannschaft eine grosse Erfolgsgeschichte – nicht nur, aber insbesondere dank Laura Dahlmeier.

Von der Biathlon-WM 2017 zu den Bob-WM 2017

Es wurde jedoch am dritten Februar-Wochenende nicht nur weltmeisterlich Ski Alpin und Biathlon betrieben, die Bob-Sportlerinnen und Bob-Sportler begannen ihre WM, die noch bis zum 26.Februar dauert und zusammen mit den Skeletoni ausgetragen wird, am Königssee.

Im Zweier-Bob der Frauen triumphierten die Amerikanerinnen Elana Meyers Taylor/Kehri Jones und bei den Herren Francesco Friedrich/Thorsten Margis (BSD, Dritte Johannes Lochner/Joshua Bluhm).

WM-Gold wurde am Königssee am 19.Februar auch im Team-Wettkampf Bob/Skeleton vergeben. Deutschland I siegte vor Deutschland II und einem internationalen Team, für das auch unter anderem die deutsche Skeletona Anna Fernstädt aktiv war.

In der WM-Geschichte der Zweier-Bobs war auch ein Rüganer sehr erfolgreich: Meinhard Nehmer. Dieser wurde mit dem Zweier unter anderem 1976 Olympiasieger, 1978 Vize-Weltmeister und 1980 Olympia-Dritter. Mit dem Vierer konnte er sogar noch grössere Erfolge erringen, so Olympia-Gold 1976, WM-Gold 1977, EM-Gold 1979 und 1980 nochmals Olympia-Gold.

Die Wahl-Neubrandenburgerin Petra Lammert „sammelte“ hingegen im Frauen-Zweier 2012 Medaillen. Sie wurde vor fünf Jahren Vize-Europameisterin und Vize-Weltmeisterin.

Marko Michels