Bad Nenndorf. Zwölf Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind heute (16.9.) auf dem Weg nach Riccione in Italien, um Deutschland bei der diesjährigen Europameisterschaft im Rettungsschwimmen zu repräsentieren. Die DLRG stellt als Mitglied im Weltverband International Life Saving Federation die deutsche Nationalmannschaft, die sich vom 20. bis 24. September mit Rettungsschwimmern aus rund 20 Nationen messen wird.

Für das deutsche Team nominiert wurden jeweils sechs Frauen und Männer, darunter sechs Sportler aus DLRG-Vereinen in Nordrhein-Westfalen, drei aus Sachsen-Anhalt und zwei aus Mecklenburg-Vorpommern, ein Athlet kommt aus Brandenburg. „Wir wollen als Mannschaft am Ende auf dem Podest stehen und möglichst sogar die Nationenwertung gewinnen“, gibt Bundestrainerin Elena Prelle die Richtung vor. Dafür muss das Team der gebürtigen Italienerin unter anderem die Gastgeber schlagen, die amtierende Europameister sind.

Erfolgreiche deutsche Rettungsschwimmerinnen der DLRG bei der Weltmeisterschaft 2018 in Australien. Foto: DLRG/Dittschar

Erfolgreiche deutsche Rettungsschwimmerinnen der DLRG bei der Weltmeisterschaft 2018 in Australien. Foto: DLRG/Dittschar

Acht der zwölf nominierten Sportler gingen bereits bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Australien an den Start. Dort holten die Deutschen insgesamt neun Medaillen und belegten einen respektablen vierten Platz in der Gesamtwertung der Nationen. Angeführt wird das DLRG-Nationalteam in Riccione von den beiden Einzelweltmeistern Danny Wieck und Jan Malkowski. Wieck will als mehrfacher Europa- und Weltmeister auch in Italien ganz vorne dabei sein. Der Berliner Malkowski rechnet sich ebenfalls viel aus. Nach seinem Weltrekord bei den Deutschen Meisterschaften im Mai im Magdeburg will er nun erstmals Europameister werden. Die deutschen Frauen wollen nach ihrem Überraschungserfolg in der Staffel bei der Weltmeisterschaft 2018 jetzt auch auf den Einzelstrecken nach Edelmetall greifen.

Europameisterschaft im Rettungsschwimmen

Die vom Kontinentalverband International Life Saving Federation of Europe ausgetragene Europameisterschaft im Rettungsschwimmen findet alle zwei Jahre statt. Die Meisterschaft in Riccione beginnt am 17. September und endet am 1. Oktober. Neben dem Wettstreit der Nationalteams werden zwei weitere Wettbewerbe für Vereine mit Athleten aus der ganzen Europa ausgetragen: die „Masters“ (ab 30 Jahre) und die Interclubs (offene Altersklasse).

Das fünftägige Programm umfasst insgesamt 23 Disziplinen. Mit einer Eröffnungszeremonie am Donnerstagabend (19.9) werden die Wettkämpfe eingeläutet. In den folgenden drei Tagen geht es für die Rettungsschwimmer in der Schwimmhalle von Riccione um Medaillen und Punkte für die Nationenwertung. Nur zwei Kilometer von der Halle entfernt entscheidet sich am 23. und 24. September bei den Disziplinen am Strand und in den Wellen des Mittelmeers, welche Nation am Ende die Nase vorn haben wird.

Parallel zum Wettbewerb in der offenen Altersklasse findet die Junioren-Europameisterschaft statt. Auch hier schickt die DLRG ein Team aus zwölf ihrer besten Talente im Altern von 16 bis 18 Jahren ins Rennen. Die Junioren gehen ebenso wie die erwachsenen Rettungsschwimmer als Vize-Europameister ins Rennen.

 

Die DLRG Nationalmannschaft (offene Altersklasse):

  • Jasmin Dziuron (25), in Schwerte (NRW), wohnt in Kamen (NRW), Verein: DLRG Schloß Holte-Stukenbrock; Platz 8 im Strandkurzsprint „Beach Flags“ bei der Weltmeisterschaft 2018
  • Fabian Ende (21), wohnt in Halle (Saale), Verein: DLRG Halle-Saalekreis; gewann sieben Medaillen bei der Junioren-Europameisterschaft 2015
  • Jessica Grote (23), Geburts- und Wohnort: Halle (Saale), Verein: DLRG Halle-Saalekreis; Weltmeisterin 2018 mit der Staffel
  • Kerstin Lange (28), in Hamm (NRW), wohnt in Wiesbaden (Hessen), Verein: DLRG Schwerte; mehrfache Deutsche Meisterin im Mehrkampf, World-Games-Siegerin mit der Staffel 2017
  • Kevin Lehr (28), wohnt in Berlin, Verein: DLRG Luckenwalde; vierfacher Medaillengewinner bei den World Games 2017
  • Jan Malkowski (26), in Berlin, wohnt in Warendorf (NRW), Verein: DLRG Schloß Holte-Stukenbrock, Weltrekordhalter und Weltmeister 2018 im Retten einer Puppe mit Flossen
  • Joshua Perling (23), Geburts- und Wohnort: Halle (Saale), Verein: DLRG Halle-Saalekreis, Silbermedaillengewinner bei den World Games 2017
  • Nordin Sparmann (24), geboren in Faßberg (Niedersachsen), Verein: DLRG Harsewinkel; Dritter beim Internationalen DLRG Cup 2019 in Warnemünde
  • Jule Strotkötter (19), wohnt in Warendorf (NRW), Verein: DLRG Schloß Holte-Stukenbrock; Dritte bei den Deutschen Meisterschaften 2019 im Retten mit Flossen
  • Carla Strübing (21), geboren in Wedel (Schleswig-Holstein), wohnt in Hamburg, Verein: DLRG Anklam; Dreifache Siegerin beim Internationalen DLRG Cup in Warnemünde
  • Danny Wieck (27), in Stralsund (MV), wohnt in Bochum (NRW), Verein: DLRG Anklam; Amtierender Welt- und Europameister sowie World-Games-Sieger im Einzel und Weltrekordhalter
  • Vivian Zander (21), in Magdeburg (Sachsen-Anhalt), wohnt in Warendorf (NRW), Verein: DLRG Schloß Holte-Stukenbrock, Vierte im Einzel und Goldmedaillengewinnerin in der Staffel bei der Weltmeisterschaft 2018

 Quelle: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.