Rostock-Warnemünde natürlich wieder Gastgeber dieser Veranstaltung

Blickt man sich um in dieser Welt, möchte man am liebsten rufen: „Rette sich, wer kann!“. Nur: Was wären die Hilfesuchenden ohne Retterinnen und Retter – gerade im Wasser…

Wie gut, dass es da die sportiven Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer gibt, die spätestens seit „Baywatch“ zwischen 1989 und 2001 mit David Hasselhoff und Pamela Anderson einen mehr als attraktiven Ruf genießen. Und in diesem Jahr folgte ja der obligatorische Kinofilm – auch mit anmutiger Besetzung dank Dwayne Johnson und Alexandra Daddario.

Mitte Juli geht es nach Warnemünde

Mindestens ebenso leistungsstark, vielseitig und attraktiv wird es in wenigen Tagen in puncto Rettungsschwimmen auch vor Rostock-Warnemünde. Der 21.Internationale DLRG-Cup wird vom 13.Juli bis 15.Juli wieder mit viel Zuspruch aus dem In- und Ausland veranstaltet.

Wie war das noch 2016?!

Die Nationen-Wertung beim Jubiläums-Cup, dem 20., vor Jahresfrist gewann Deutschland vor den Niederlanden, der Schweiz und Belgien. Die Mehrkampf-Erfolge sicherten sich bei den Frauen Julia Haas von der DLRG Magdeburg und bei den Herren Daniel Roggenland von der DLRG Harsewinkel. Bester Starter aus M-V bei den Herren wurde Danny Wieck von der DLRG Stralsund als Fünfter. In der Konkurrenz der DLRG-Ortsgruppen konnte 2016 die DLRG Harsewinkel jubeln. Vor 12 Monaten nahmen 350 Rettungsschwimmerinnen bzw. Rettungsschwimmer aus mehr als 50 Teams und insgesamt acht Nationen am DRLG-Cup teil.

2016 war auch ein WM-Jahr

Bei den Welt-Titelkämpfen 2016, Pool-Wettbewerbe in Eindhoven und Freiwasser-Entscheidungen am Nordseestrand vor Noordwijk, wurden hingegen insbesondere von den Starterinnen und Startern aus Australien und Neuseeland beherrscht.

In der Nationenwertung der offenen Altersklasse gewann Neuseeland vor Australien, Frankreich bzw. Deutschland. Bei den Junioren war Australien vor Neuseeland die Nummer eins, Deutschland kam dort auf Rang sechs.

In den jeweiligen Medaillenspiegeln setzte sich jeweils Australien durch: in der offenen Altersklasse mit 10 x Gold, 8 x Silber, 5 x Bronze (Deutschland 5 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze) und bei den Junioren mit 21 x Gold, 10 x Silber, 4 x Bronze (Deutschland 1 x Gold, 1 x Silber, 6 x Bronze).

In M-V sind insbesondere Stralsund, Wismar, Rostock-Warnemünde, Anklam, Schwerin und Greifswald Zentren des leistungssportlichen Rettungsschwimmens. Gerade für den bereits erwähnten Stralsunder Danny Wieck und auch seinen Stadt-Kollegen Christian Ertel waren die vergangenen Jahre national wie international sehr erfolgreich.

Rettungsschwimmen – ebenfalls Bestandteil der „World Games“

Zwischen dem 20.Juli 2017 und dem 30.Juli 2017 wird es demnächst die Entscheidungen im Rettungsschwimmen bei den zehnten  „World Games“, den Weltspielen in den nichtolympischen Sportarten, in Wroclaw geben.

Die 16 Entscheidungen im Rettungsschwimmen bei den vorerst letzten, bei den neunten „World Games“ vor drei Jahren in Cali 2013 hatten ein sehr hohes Leistungsniveau. Neben Frankreich mit 6 x Gold, 1 x Silber, 4 x Bronze und Italien mit 5 x Gold, 7 x Silber, 5 x Bronze war dabei das deutsche Team, zu dem die Stralsunder Christian Ertel und Danny Wieck gehörten,  mit 5 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze sehr erfolgreich. Insgesamt erkämpften bei den Rettungsschwimmer-Wettbewerben 2013 acht Länder Edelmetall.

Seit den zweiten „World Games“ 1985 in London ist Rettungsschwimmen übrigens im Programm der „World Games“. Seitdem sicherten sich die „World Games“-Goldmedaillen im Rettungsschwimmen bis Cali 2013 Italien (31 x Gold), Deutschland (18 x Gold), Australien (17 x Gold), Frankreich (7 x Gold), China (4 x Gold), Belgien (4 x Gold), Spanien (2 x Gold), Neuseeland (2 x Gold), Schweden (2 x Gold), Russland (2 x Gold), Südafrika (1 x Gold) und die Niederlande (1 x Gold).

Mal schauen, wer beim  DLRG-Cup vor Warnemünde 2017 und bei den „World Games“ in Wroclaw im Rettungsschwimmen vorn sein wird…

Marko Michels

Foto (Michels): Impression von einem früheren Wettkampf der DLRG Wismar im Wonnemar.