Zwischen EM, WM und „World Games“

In diesem nacholympischen Jahr 2017 war eine ganze Menge sportlich los und noch sind es knapp dreieinhalb Monate bis zum Silvester-Karpfen.

Bis dahin wird also noch einiges Wasser den Berg hinunter fließen – vielleicht sogar in die diversen hiesigen Seen, Teiche oder Schwimmbecken.

Dort haben auf jeden Fall in M-V vom 27.Oktober bis 29.Oktober die Schwimmerinnen bzw. Schwimmer beim 62.Internationalen Neptunschwimmfest zu tun und dann – 12 Tage später – vom 10.November bis 11.November die Flossenschwimmerinnen bzw. -schwimmer und die Tauchsportlerinnen bzw. -sportler beim 51.Internationalen Pokal der Hansestadt Rostock im Flossenschwimmen und Streckentauchen.

Rostock – Stadt auch der Flossenschwimmer und Orientierungstaucher

Ja, Rostock ist nicht nur eine Stadt der Hansa-Kicker, Segler, Ruderer oder Wasserspringer, nein, in der in der Hanse- und Universitätsstadt wird auch meisterlich mit Flossen geschwommen und getaucht.

Erfolgreicher TSC Rostock 1957

Seit nunmehr 60 Jahren ist das organisiert beim TSC Rostock 1957 möglich, der am 23.September sein rundes Jubiläum feiern wird.

Und der TSC Rostock hat wahrlich allen Grund zum Feiern, ob bei Deutschen Meisterschaften, Weltcup., EM bzw. WM im Nachwuchs- oder Elite-Bereich im Flossenschwimmen und im Orientierungstauchen seit 1957 ff.: Rostockerinnen und Rostocker waren vorn fast immer dabei. Sogar bei den „World Games“, den Weltspielen in den nicht-olympischen Sportarten, konnten sich Athletinnen und Athleten des Vereins über Medaillen freuen.

In diesem Jahr feierten die Sportlerinnen und Sportler des TSC Rostock 1957 wieder große Erfolge, so beispielsweise bei den EM im Flossenschwimmen in Wroclaw, bei denen das deutsche Team einmal Gold, fünfmal Bronze gewann, den Jugend-WM im Flossenschwimmen in Tomsk, dort gab es zweimal Gold, einmal Silber, viermal Bronze aus deutscher Sicht, bei den „World Games“ im Flossenschwimmen ebenfalls in Wroclaw, mit dreimal Silber, einmal Bronze für Schwarz-Rot-Gold und bei den EM/Junioren-EM im Orientierungstauchen in Bratislava, bei denen sich deutsche Teilnahmerinnen bzw. Teilnehmer zudem über Edelmetall freuten.

So erkämpfte Nele Rudolf Gold sowie zweimal Silber beim Weltcup in Olsztyn, und schaffte, unter anderem zusammen mit Vereinskollegin Carolin Haase, Bronze bei den EM in Wroclaw. Bei den Jugend-WM holte Nele dann einmal Silber und zweimal Bronze. Bronze gab es dort auch für Anne Eisenberg.

Bei den europäischen Titelkämpfen im Orientierungstauchen in Bratislava durfte aus Rostocker Sicht zudem gejubelt werden. Lisa Dethloff und Babette Fürstenberg (Babelsberg) belegten Rang eins in der Mannschaftswertung MONK (plus Gold bei der JEM im M-Kurs). Jannik Buhr erreichte Silber (STERN-Kurs). Und auf dem STERN-Kurs schaffte die Rostockerin Paula Krüger eine Bronze-Medaille (Jugend-Bereich). Das deutsche Team errang in Bratislava insgesamt zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.

Beim Jahreshöhepunkt, den „World Games“ in Wroclaw, überzeugte einmal mehr Max Lauschus, der schon einige DM-, EM-, WM- und Weltcup-Medaillen in seiner „Vitrine“ hat. Nach seinen beiden Goldenen bei den „World Games“ 2013 in Cali gab es für den Rostocker Flossenschwimmer in der polnischen Metropole einmal Silber, einmal Bronze. Ein toller Abschluss seiner leistungssportlichen Karriere!

Am 51.Internationalen Pokal der Hansestadt Rostock im Flossenschwimmen und Orientierungstauchen Mitte November wird Max Lauschus jedoch noch teilnehmen.

Wie war das aber noch beim 50.Internationalen Pokal?!

Sportliches Kalenderblatt / Beitrag mit Hartmut Winkler, dem TSC-Erfolgstrainer vom 7.November 2016

Mit Flossen und Einsatz nicht die Orientierung verloren… / Im Rückspiegel: Der 50.Pokal der Hansestadt Rostock im Flossenschwimmen und im Orientierungstauchen 2016 / Nachgefragt beim TSC Rostock 1957

Auch für die Flossenschwimmer und Orientierungstaucher war 2016 wieder ein sehr ereignisreiches Jahr. Es gab regionale, nationale und internationale Titelkämpfe, wobei die Athletinnen und Athleten des TSC Rostock 1957 stets eine gute sportliche Rolle spielten. Am ersten November-Wochenende 2016 feierte eine Veranstaltung für Flossenschwimmer und Orientierungstaucher ein ganz besonderes Jubiläum: Zum 50.Mal wurde der Pokal der Hansestadt Rostock im Flossenschwimmen ausgetragen.

Nachgefragt bei Hartmut Winkler, dem Erfolgstrainer beim TSC Rostock 1957

H.Winkler zum 50.Pokal der Hansestadt Rostock im Flossenschwimmen und im Orientierungstauchen, das sportliche Jahr 2016 für den TSC Rostock 1957 und die Höhepunkte 2017

„Ein richtiges `Kopf-an-Kopf-Rennen` …“

Frage: Der 50.Internationale Pokal Rostocks im Flossenschwimmen ist schon wieder Historie. Wie lautet Ihr Rückblick auf diese Wettbewerbe – nicht nur aus Rostocker Blickwinkel?

Hartmut Winkler: Nach dem Gewinn des Pokals bei der 50.Auflage ist das Resümee natürlich außerordentlich positiv. Es war ein richtiges „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen dem Vorjahres-Sieger TSC Nemo Plauen und dem TSC Rostock 1957, wobei das Rostocker Team letztendlich mit knapp 20 Punkten Vorsprung gewann. 130 Athletinnen und Athleten aus fünf Ländern waren beim 50.Pokal aktiv und 20 Mannschaften/Vereine kämpften um den Gesamt-Erfolg – ein Beweis dafür, wie beliebt der Pokal der Hansestadt Rostock ist.

Frage: Wie setzten sich die Rostocker Starterinnen und Starter in Szene? Wer imponierte Ihnen besonders?

Hartmut Winkler: Insgesamt betrachtet war es eine ausgezeichnete Team-Leistung des TSC Rostock 1957. Besonders beeindruckend waren jedoch die Resultate von Max Lauschus, der bis auf die 400 Meter Flossenschwimmen alle Konkurrenzen, an denen er teilnahm, für sich entscheiden konnte. Bei den Mädchen präsentierten sich aus Rostocker Sicht unter anderem Carolin Haase, Nele Rudolph und bei den Jungs Albrecht Saeckel in hervorragender Form. Auch Elena Poschart aus Plauen konnte bestens überzeugen und sicherte sich den Pokal des OB über 200 Meter im Flossenschwimmen.

Frage: Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht der alljährliche Rostocker Pokalwettbewerb im internationalen Wettkampf-Kalender?

Hartmut Winkler: Der Pokal hat natürlich eine große Tradition, da ist eine Teilnahme schon sehr reizvoll. Außerdem ist er ein Wettkampf zwischen den Höhepunkten, liegt zwischen internationalen Meisterschaften bzw. Cup-Konkurrenzen und dient daher zur Vorbereitung auf kommende Wettbewerbe. Außerdem ist unser Pokal eine wichtige sportliche Standortbestimmung für die einzelne Athletin und den einzelnen Athleten.

Frage: Wie lautet Ihr Jahresrückblick 2016 bezüglich der Resultate der Rostocker Flossenschwimmer und Orientierungstaucher?

Hartmut Winkler: Das Jahr 2016 war wieder ein ganz, ganz erfolgreiches für den TSC Rostock 1957. So errangen unsere Sportlerinnen und Sportler fünfzehn internationale Medaillen. Bei den JWM gab es zweimal Bronze – dank Nele Rudolf. Bei den JEM konnten Gold und mehrere Silbermedaillen durch Jannik Buhr und Paula Krüger errungen werden. Bei den Elite-WM wurde zudem Silber und Bronze erkämpft. Bei den Apnoe-WM setzte sich Carolin Haase besonders gut in Szene-Silber, was bei den EM im Orientierungstauchen ebenfalls Katharina Benck (Gold und Silber), Jan Zeggel (Silber) und Angelika Rinck gelang. Des Weiteren gewann der TSC Rostock 1957 den Gesamt-Weltcup im Orientierungstauchen bei den Damen und Herren.

Letzte Frage: Welche Herausforderungen warten 2017?

Hartmut Winkler: Das kommende Jahr wird ebenfalls wieder reich an Höhepunkten im Flossenschwimmen und Orientierungstauchen sein. Ende Juli 2017 stehen ja die zehnten „World Games“, die Weltspiele in den nichtolympischen Sportarten, in Wroclaw auf dem Programm. Dabei werden Medaillen auch im Flossenschwimmen vergeben. Aus Rostocker Sicht wird Max Lauschus starten. Zwei Wochen vor den „World Games“ gibt es die Europameisterschaften im Flossenschwimmen an gleicher Stelle. Weitere wichtige Meisterschaften 2017 sind insbesondere auch die JWM im Flossenschwimmen in Tomsk, die JEM im Orientierungstauchen und die Elite-EM im Orientierungstauchen in Bratislava. Dazu finden natürlich auch wieder die verschiedenen Weltcup-Entscheidungen statt.

Vielen Dank und weiterhin viele sportliche Erfolge!

Marko Michels

Archiv-Foto (Michels): Carolin Stut, Dritte bei den „World Games“ 2005.

Archiv-Fotos (Wolfgang Gross): Max Lauschus, der erfolgreiche Rostocker Flossenschwimmer. / Trainer Hartmut Winkler bei einer Siegerehrung während des 50.Pokals 2016 in Rostock (mit Nele Rudolf).