Die achten Bahn-Radsport-EM in Berlin rufen

Kaum sind die Straßen-Radsportler von den WM in Bergen (Norwegen) zurück, dürfen die Kolleginnen und Kollegen vom Bahn-Radsport zu den EM vom 19.Oktober 2017 bis 22.Oktober 2017 nach Berlin. Dort werden rund 300 Bahn-Radsport-Asse aus 30 Ländern erwartet, wobei das deutsche Team natürlich feste Medaillenpläne hat.

Bei den letzten EM, 2016 in Frankreich, lief es so „la la“…

Die Bahn-Radsport-EM 2016 im Rückspiegel

Zwei Monate nach Rio 2016 fanden die siebenten Europameisterschaften im Bahnradsport seit 2010  in Saint-Quentin-en-Yvelines statt.

Favorisiert waren neben den britischen, niederländischen sowie russischen „Pedalisten“ auch die deutschen Athletinnen und Athletinnen, wobei Schwarz-Rot-Gold nach den Olympischen Spielen in Rio insbesondere mit hoffnungsvollen Nachwuchskräften vertreten war

Insgesamt 22 Entscheidungen standen  auf der Agenda und mehr als 100 Radlerinnen bzw.  rund 160 Radler aus 27 Ländern wetteiferten im Oktober 2016 um Medaillen und Plätze. Die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen letztendlich „nur“ zu drei Medaillen – zweimal Silber, einmal Bronze.

Die deutschen Medaillen 2016…

Im Teamsprint der Herren gab es Bronze für Eric Engler, Robert Förstemann bzw. Jan May – hinter Polen und Großbritannien. Jeweils Silber verbuchten indes Pauline Grabosch im 500 Meter-Zeitfahren (Siegerin: Daria Smeleva aus Russland, die auch im Teamsprint mit Anastasia Voinova Rang eins belegte) und im 1000 Meter-Zeitfahren Eric Engler hinter Quentin Lafargue aus Frankreich.

Insgesamt erkämpften Sportlerinnen und Sportler aus siebzehn Ländern EM-Medaillen in Grenchen, darunter dreizehn Staaten eine oder mehrere Goldmedaillen. Die Titel in den Einzel-Sprints gingen bei den Frauen an Simona Krupeckaite (Litauen) und bei den Herren an Pavel Jakushevskiy (Russland).

Zu den erfolgreichsten Ländern auf der EM-Bahn im Radsport 2016 avancierten Frankreich mit dreimal Gold, einmal Silber, dreimal Bronze, Russland mit dreimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze, Großbritannien mit zweimal Gold, viermal Silber, zweimal Bronze und die Niederlande mit zweimal Gold, zweimal Silber, viermal Bronze.

Die bisherigen EM

Die bisherigen UEC-EM wurden 2010 in Pruszkow (Polen), 2011 in Apeldoorn (Niederlande), 2012 in Panevezys (Litauen), 2013 in Apeldoorn (Niederlande), 2014 auf Guadeloupe (Frankreich) und 2015 in Grenchen organisiert. Die sportliche Ausbeute bei den EM 2010-2016 im Bahn-Radsport für Schwarz-Rot-Gold lautet dabei 13 x Gold, 19 x Silber, 14 x Bronze. Als beste Nation rangiert Großbritannien mit 27 x Gold, 9 x Silber, 12 x Bronze.

M-V und die UEC-EM im Bahn-Radsport

Auch Bahn-Radsportlerinnen und Bahn-Radsportler aus M-V und/oder mit MV-Bindungen erkämpften bei EM im Bahn-Radsport schon Medaillen, so der gebürtige Hagenower und Wahl-Schweriner Stefan Nimke, der bei europäischen Titelkämpfen 2010 bzw. 2011 jeweils Gold im Teamsprint holte: 2010 zusammen mit Robert Förstemann sowie Maximilian Levy und 2011 zusammen mit Rene Enders bzw. ebenfalls Robert Förstemann.

Die gebürtige Kaiserslauterin Miriam Welte, die bis 2012 für das „Track Cycling Team MV“ startete, schaffte jeweils im Teamsprint (mit Kristina Vogel) Bronze 2010, ebenfalls Bronze 2011 und jeweils Silber 2013, 2014 bzw. 2015. Dazu errang Miriam Bronze im 500 Meter-Zeitfahren 2014.

Über dreimal Gold bei Bahn-Radsport-EM jubelte der gebürtige Düsseldorfer und Wahl-Schweriner Tobias Wächter, der 2012 zu jeweils Gold im Teamsprint (mit Joachim Eilers bzw. Max Niederlag) und im Keirin kam. Gold folgte auch 2014 (mit Robert Förstemann und Joachim Eilers). Damit weist „M-V“ nunmehr fünfmal Gold, dreimal Silber, dreimal Bronze bei Elite-EM auf.

Vielleicht gibt es 2017 in Berlin ja weitere Edelmetall „für M-V“?!

Marko Michels

Archiv-Foto (Michels): Bahn-Radsport-Asse aus M-V oder mit M-V-Bindungen: Miriam Welte, Tobias Wächter und Stefan Nimke.