Volleyballerin Lia-Tabea Mertens im Gespräch

Lia-Tabea Merten (Jahrgang 1994), Schweriner Volleyball-Ass in Diensten des VC Wiesbaden über die Saison 2016/17 in der ersten Bundesliga, die neuen Meisterinnen vom Schweriner SC, die kommenden Spiele der deutschen Frauen-Volleyball-Auswahl, persönliche Ziele und den Sportsommer 2017

„Fit in die neue Saison…“

Lia-Tabea Mertens beim letztjährigen Sommertraining im belasso-Sportzentrum in Schwerin. Foto: M. Michels

Frage: Lia, eine anstrengende Saison liegt hinter Dir und dem VC Wiesbaden. Wie lautet Dein persönliches Resümee zur Saison 2016/17 in der ersten Frauen-Bundesliga?

Lia-Tabea Mertens: Persönlich lief es bei mir verletzungs- bzw. krankheitsbedingt diese Saison leider nicht so wie erwartet. Aber natürlich bin ich, ebenso wie das ganze Team, super glücklich über unseren dritten Platz. Für viele von uns ist es das bisher beste Ergebnis in der ersten Bundesliga.

Frage: Was zeichnet aus Deiner Sicht das Meister-Team des Schweriner SC aus, für den Du ja auch einige Zeit „am Netz“ warst?

Lia-Tabea Mertens: Schwerin war diese Saison sehr stark. Der SSC war nicht nur in fast allen Spielen der klare Favorit, der SSC lief bei vielen auch unter dem Kose-Namen „Deutsche Nationalmannschaft“ auf.  Obwohl wir in der Hauptrunde beide Spiele gewinnen konnten, zeigte sich am Saison-Ende dann doch die Klasse. Das SSC-Team war auf allen Positionen bestens besetzt und auch die Auswechselspielerinnen  hatten das gleiche, sehr gute Niveau.

Frage: Welche sportlichen Ziele hast Du nun in der Saison 2017/18?!

Lia-Tabea Mertens: Wir werden mit dem VC Wiesbaden wieder mit einem sehr jungen und größtenteils  deutschen Team in die Saison starten. Durch das neue System ist schwer zu sagen, wer am Ende 2018 die Plätze eins bis drei belegen wird.

Persönlich ist der Plan, die Saison 2016/17 hinter mir zu lassen und fit in die neue Saison zu gehen. Und am Ende wollen wir das bestmögliche Resultat  erreichen.

Frage: Sowohl die WM-Qualifikation für die WM-Endrunde 2018 als auch die EM-Endrunde in Georgien bzw. in Aserbaidschan stehen für die deutschen Volleyballfrauen auf der Agenda. Wie bewertest Du deren Chancen?

Lia-Tabea Mertens: Die DVV-Frauen sind dieses Jahr mit vielen Debütantinnen in die Vorbereitung gestartet. Mit diesen konnten die ersten Vorbereitungsspiele gegen Ungarn schon gewonnen werden.  Die Mädels werden den ganzen Sommer trainieren. Was am Ende des Sommers dabei heraus kommt, sind hoffentlich einerseits die Tickets für die WM-Endrunde 2018 und andererseits eine vordere Platzierung bei der EM im Herbst 2017.

Frage: Wie sieht jetzt Dein Alltag ohne Volleyball aus?

Lia-Tabea Mertens: Nach dem Trainingsschluss und einigen Terminen in Wiesbaden gab es erst einmal Urlaub.  Vom Volleyball kommt man natürlich auch hier nicht ganz weg. Ich beache etwas an den Ostseestränden und jetzt zur Zeit auf Bali…

Nebenbei halten wir uns natürlich auch mit unseren Kraftplänen oder „normalen“ Fitnessprogrammen fit.  Ab Juni geht dann wieder der Alltag mit Reha und Physio los, damit ich beim offiziellen Trainingsstart komplett fit bin.

Letzte Frage: Der Sportsommer mit vielen WM, EM und weiteren Sport-Events rückt näher. Auf welche Sportereignisse freust Du Dich schon?

Lia-Tabea Mertens: Im Sommer bin ich meist lieber selber an den Stränden unterwegs und viel draußen, da schaue ich nicht unbedingt so viel Sport zusätzlich im Fernsehen. Was ich mir aber mit Freunden anschauen werde,  ist das Champions League Final4 der Handballer in Köln und dann die World League Finalrunde der Volleyball-Männer.  … Und im August folgend natürlich die Leichtathletik-WM in London sowie die Volleyball-EM der Herren Ende August/Anfang September und die Volleyball-EM der Frauen Ende September/Anfang Oktober.

Vielen Dank, dann noch sonniges Relaxen auf Bali und weiterhin alles erdenklich Gute!
Marko Michels