Fördermittel für Ausbau der Skateranlage am Kagenmarkt bewilligt

junger Mann auf Skatebord beim Sprung

Symbolbild

Wismar – Die alte Anlage am Kagenmarkt war für die Skaterszene der Hansestadt eher ein Ding der Unmöglichkeit. Schlecht konzipiert, die Auffahrten der Rampen problematisch, der Fahrraum zu eng. Alles in allem war die Bauweise undurchdacht, so die Kritiker. Die nutzbare Alternative bietet seit einigen Jahren der Verein „East Sea Skateboarding“ am Kinderjugendfreizeitzentrum (KJFZ). Die Jungs und Mädels des Clubs bauten alles in Eigenregie und ganz nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen. Über sie Jahre wuchs der Selfemade-Skatepark ganz gemäß dem erklärten Motto „skaten, bauen, wieder skaten“.

Seit nun etwa einem Jahr tut sich aber etwas in der Stadtverwaltung in Sachen Skateanlage. Man hat erkannt, der Bedarf ist da. Offenbar laut genug waren die Stimmen der Skater-Newbies und alten Hasen, denen es aufstieß, die Rampen am Kagenmarkt nur eingeschränkt nutzen zu können. Letztere blieben nicht untätig. So tauschten sich die Vereinsvertreter mehrfach mit dem Kinder und Jugendpalament Wismar aus. Zusammen wollte man der Stadt einen neuen Skatepark auf der Event-und Freifläche am Hafen vorschlagen. Es kam anders. Seitens der Stadtverwaltung bot man eine Renovierung der ungeliebten Anlage, mit Rücksicht auf die Vorstellungen und Wünsche der East Sea Skateboarder an. „Wir haben uns dann also zusammen gesetzt und einen detailierten Plan ausgearbeitet, der vorraussichtlich auch so umgesetzt werden soll. Außerdem waren wir bei der Auswahl der Baufirma auch maßgeblich beteiligt“, so ein Vereinsvertreter.

Anfang 2020 stehen die Fördermittel für das Projekt. Wie es von Seiten der Stadt heißt, habe das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung knapp 240.000 Euro bewilligt. Dazu kämen rund 30.000 Euro an Eigenmitteln. Mit dem Geld sollen nun neue Elemente wie Curbs, Ledges, Rampen und Treppen angelegt werden. Dabei werde man sowohl auf die Anforderungen für Anfänger sowie Fortgeschrittene achten. Auch sollen auf der erweiterten Anlage, deren Fertigstellung noch in diesem Jahr geplant ist, neben Skatern fortan BMXer, Biker und Rollerfahrer ihren Spaß haben können.

Beim East Sea Skateboarding e.V. freut man sich schon jetzt auf das „zweite Zuhause“ am Kargenmarkt. „Nebenbei erweitern wir natürlich auch unseren eigenen Park nach dem DIY-Verfahren. Einmal jährlich findet dann die Einweihung unserer neuen Rampen mit Bratwurst und lauter Musik statt.“

red