Rollkollektiv 4 Tore träumt vom „Großen Stern des Sports“ in Gold

Feierliche Ehrung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 23. Januar in Berlin

Frankfurt am Main/Berlin – In wenigen Wochen ist es so weit: Am 23. Januar 2023 vergibt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken den „Großen Stern des Sports“ in Gold. Hoffnungen auf den Bundessieg beim bedeutendsten Wettbewerb für den deutschen Vereinssport sowie auf den Siegerscheck in Höhe von 10.000 Euro macht sich auch das Rollkollektiv 4 Tore. Nachdem der Rollsportverein aus Neubrandenburg im November auf Landesebene mit dem „Großen Stern des Sports“ in Silber für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet wurde, vertritt er nun Mecklenburg-Vorpommern beim großen Bundesfinale in Berlin.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, DOSB-Präsident Thomas Weikert und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), werden im Gebäude der DZ BANK direkt neben dem Brandenburger Tor den erstplatzierten Verein mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2022 auszeichnen. Neben dem Rollkollektiv 4 Tore hoffen 16 weitere nominierte Vereine auf die höchste Auszeichnung in diesem einzigartigen Wettbewerb, an dem alle rund 87.000 Sportvereine in Deutschland, die unter dem Dach des DOSB organisiert sind, teilnehmen können. Die Entscheidung über den Bundessieg wird von einer hochkarätigen Expertenjury getroffen.

Goldpreis-Verleihung „Großer Stern des Sports 2021“, Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland | Archivfoto: © BVR / DOSB / Christian Kruppa

„Sport verbindet, baut Vorurteile ab und Freundschaften auf“

Der Verein aus Mecklenburg-Vorpommern überzeugte auf Landesebene mit seiner Initiative „Sport verbindet, baut Vorurteile ab und Freundschaften auf“. Dabei geht es eigentlich um die grundlegende Arbeit, die sich das Rollkollektiv 4 Tore auf die Fahne schreibt: „Wir sind eine Gemeinschaft aus BMX-, Skateboard-, MTB-, Scooter-, Inline- und weiteren Roll- und Extremsportlerinnen und -sportlern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Stadt der vier Tore etwas Einzigartiges für unseren Sport zu schaffen“, erklärt der 1. Vorsitzende Daniel Jahnke. Gestartet sind die Neubrandenburger Ende 2017 mit zehn Mitgliedern, heute zählt der Verein mehr als 70 Mitglieder, Fördernde und Unterstützende und hat es geschafft, eine selbst finanzierte moderne Halle für alle Rollsportlerinnen und -sportler in Betrieb zu nehmen.

„Dort finden Ganztagsschulangebote im BMX- und Scooterfahren statt, es gibt Kindergeburtstage, Kooperationen mit lokalen Jugendvereinen für Ferienfahrten, Ferienworkshops und natürlich immer eine offene Tür für Anfänger, Profis, Jung und Alt“, sagt Jahnke. „Wir haben mittlerweile einen festen Kreis an ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern und wir möchten mehr junge Menschen davon begeistern, sich zu engagieren.“ Das große Engagement der Ehrenamtlichen beim Rollkollektiv 4 Tore hat in den vergangenen Jahren mehrere Jugendgruppen zum Nachmachen angeregt, zudem wurden Partnerschaften und Freundschaften in ganz Deutschland geknüpft.

„Ich bin beeindruckt von dieser gelebten Leidenschaft“

Die Bewerbung des Rollkollektivs 4 Tore lief über die Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte. Kein Wunder also, dass auch Chris Wallbaum das Bundesfinale in Berlin mit Spannung erwartet: „Was mich persönlich besonders freut, ist die Tatsache, dass bei dieser tollen Initiative engagierte junge Menschen ihre Freizeit sinnvoll nutzen und sich ohne große Unterstützung von außen sowie trotz vieler Rückschläge nicht haben entmutigen lassen“, sagt der Vorstand der Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte. „Der Verein hat es geschafft, eine Randsportart in der Region zu großer Beliebtheit zu führen, und dabei vielen jungen Menschen einen Zugang zum Sport verschafft. Ich bin beeindruckt von dieser gelebten Leidenschaft, freue mich für die beteiligten Personen über den Erfolg und drücke natürlich ganz fest die Daumen für das Bundesfinale in Berlin.“

Trophäe, Sterne des Sports | Archivfoto: © BVR / DOSB / Sebastian Koch 

Seit 2004 wird gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen belohnt

Bereits zum 19. Mal würdigen der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken mit dem „Sterne des Sports“ außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote von Sportvereinen und deren besonderes gesellschaftliches Engagement. Initiativen aus Bereichen wie Bildung, Qualifikation, Ehrenamtsförderung, Gesundheit, Prävention, Gleichstellung, Integration, Inklusion sowie Klima-, Natur- und Umweltschutz werden alljährlich ausgezeichnet und mit Preisgeldern prämiert. Durch die auf den drei Ebenen Bronze (Ortsebene), Silber (regionale Ebene) und Gold (Bundesebene) vergebenen Auszeichnungen erhielten die teilnehmenden Sportvereine in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als acht Millionen Euro als Anerkennung sowie zum Ausbau ihres gesellschaftlichen Engagements.

Quelle: PM DOSB

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