Andreas und Michael Raelert haben triathlon-sportlich viel vor…

Rostock und Triathlon. Da denkt man sofort an die Raelert-Brüder Andreas und Michael und ihre globalen wie regionalen Triathlon-Wettkämpfe. Zwischen der Ostseeküste und Hawaii war auch 2014 der Name Raelert – triathlon-sportlich betrachtet – wieder ein Begriff. Und auch 2015 hat das Duo wieder eine Menge vor…

Nachgefragt bei Julia Böttner, der Presse-Chefin der beiden Rostocker Triathlon-Asse

J.Böttner über die kommenden Triathlon-Monate für die beiden Raelerts

„Blicken optimistisch in das neue Jahr…“

Frage: 2014 ist schon „in der Schublade“. Wie lautet das sportliche Resümee 2014 für Andreas und Michael?

Julia Böttner: Michael hat nach einer überstandenen Verletzungspause eine grandiose zweite Saisonhälfte erlebt. Andreas blickt nach einer verletzungsreichen Saison sehr optimistisch in das neue Jahr.

Frage: Was waren die ganz, ganz großen sportlichen Triathlon-Höhepunkte 2014 für die beiden?

Julia Böttner: Michael hat im vergangenen Jahr mit vier Siegen aus fünf Rennen ein beeindruckendes Comeback gezeigt und geht als Weltranglisten-Erster in die Saison. Auch wenn Andy mit dem Endergebnis auf Hawaii kein zufriedenstellendes Resultat einfahren konnte, so hat er doch in dem Rennen bis zum Halbmarathon gezeigt, dass er in die Weltspitze zurück gekehrt ist.

Frage: Wie verlief der Jahreswechsel für das Duo – ebenfalls sportlich oder eher „feucht-fröhlich“?

Julia Böttner: Ein gesunder Kompromiss aus beidem. Micha war in Rostock und hat den Neujahrslauf gewinnen können und Andy war im Skitrainingslager in Seefeld/Österreich.

Frage: Was sind nun die großen sportlichen Ziele für Andreas und Michael 2015?

Julia Böttner: Das große Ziel für beide ist die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Des Weiteren möchte Micha um den Weltmeistertitel auf der 70.3 Distanz in Zell am See kämpfen.

Frage: Wann haben Michael und Andreas eigentlich ihren ersten richtigen Wettkampf 2015?

Julia Böttner: … Micha wahrscheinlich Ende Februar bei einem Rennen im Nahen Osten und Andreas wird etwas später, Anfang Mai, in die Saison starten.

Vielen Dank und ein erfolgreiches Triathlon-Jahr 2015!

Exkurs: 2015 auch ein besonderes Jahr für die Neubrandenburger Triathletin Anja Dittmer

Für die Triathletinnen und Triathleten ist 2015 schon ein besonderes Jahr. Vor 15 Jahren, bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, war Triathlon zum ersten Mal olympisch. Und – interessant besonders aus M-V-Sicht – damals startete eine gebürtige Neubrandenburgerin und zugleich Sportlerin des SC Neubrandenburg, die im September 2015 auch erst junge 40 wird: Anja Dittmer.

Anja mit herausragenden Erfolgen

Die Gesamt-Weltcup-Siegerin 2004 und Europameisterin 1999 schrieb dabei – auch wenn es bei Olympia leider nie zu einer Medaille reichte – Triathlon-Sportgeschichte, denn Anja nahm bislang an allen olympischen Wettkämpfen teil. Wieangemerkt, bereits 2000 als Brigitte Mc Mahon-Huber (Schweiz) vor Michellie Jones (Australien) die Olympia-Premiere bei den Frauen gewann und Deutschlands Stephan Vuckovic Zweiter bei den Herren wurde. Sie selbst belegte immerhin einen guten 18.Rang.

In Athen 2004 gab es für Anja dann die beste olympische Platzierung mit Rang elf – beim Sieg der für Österreich startenden Australierin Katie Allen vor Loretta Harrop (Australien).

Bei den Spielen 2008 in Peking lief es hingegen nicht wie gewünscht: Anja schaffte in der chinesischen Hauptstadt nur Rang 33. Den Olympiasieg erkämpfte die Australierin Emma Snowsill vor der Portugiesin Vanessa Fernandes. Deutschlands Jan Frodeno triumphierte bei den Herren.

Und bei den Spielen 2012 in London, ihren letzten Spielen, kam Anja noch einmal auf einen hervorragenden 12.Platz mit zwischenzeitlicher „Tuchfühlung“ zu den Medaillen-Plätzen. Vor drei Jahren sicherte sich mit Nicola Spirig wieder einmal eine Eidgenossin den Sieg vor Lisa Norden aus Schweden.

Im letzten Jahr, 2014, beendete Anja Dittmer ihre einzigartige leistungssportliche Karriere, ist jetzt, ab 2015, Trainerin in Potsdam und kann sich irgendwann einmal auch einen Start beim Ironman vorstellen.

Marko Michels