Ironman Brasilien bringt nicht das erhoffte Ergebnis

Bei der South American Championship Brazil fĂ€llt Andreas Raelert beim Laufen aus dem Kampf um Platz zwei zurĂŒck

Florianopolis.Die Ironman South American Championship Brazil hat fĂŒr Andreas Raelert nicht das erhoffte Resultat gebracht. Energetische Probleme fĂŒhrten dazu, dass sich der Rostocker nach sechs Stunden Renndauer aus dem Kampf um Platz zwei verabschieden musste. „Lange Zeit lief das Rennen nicht schlecht fĂŒr mich“, sagte er nach dem Wettkampf in Florianopolis. „Das Schwimmen war vielversprechend, auf dem Rad war der nötige Druck da, und beim Laufen bin ich gut gestartet. Aber dann hat sich ein energetisches Loch aufgetan, das ich nicht mehr schließen konnte.“ In 9:02:20 Stunden beendete Andreas Raelert das Rennen als 15. Profi-Athlet, wĂ€hrend der Brite Tim Don in 7:40:23 Stunden einen eindrucksvollen Triumph feierte. „Tim war fĂŒr alle anderen heute einfach nicht zu erreichen“, sagte Andreas Raelert. Rang zwei belegte der SĂŒdafrikaner Kyle Buckingham in 8:05:43 Stunden vor dem Brasilianer Igor Amorelli (8:06:58 Stunden).

Im Wasser konnte Andreas Raelert den Wettkampf an der Spitze mitgestalten. Er gehörte von Beginn an zur zehnköpfigen Spitzengruppe, die der Brasilianer Luiz Francisco nach 44:12 Minuten in die erste Wechselzone fĂŒhrte. In 44:30 Minuten war Andreas Raelert nach dem Schwimmen Neunter und stieg 30 Sekunden nach dem FĂŒhrenden Tim Don aufs Rad. „Tim ist förmlich durch den Wechsel gepflĂŒgt“, sagte der Rostocker, der das Kommando der Verfolgergruppe ĂŒbernahm, wĂ€hrend sich der Brite an der Spitze des Feldes absetzte. Trotz regennasser Fahrbahn fuhr der Vorjahreszweite auf und davon, nach 90 Kilometern hatte Tim Don bereits einen Vorsprung von gut 10 Minuten auf die Gruppe um Andreas Raelert. In 4:27:16 Stunden absolvierte der Rostocker die flache, aber nasse Strecke. Don fuhr in 4:06:56 Stunden eine Fabelzeit.

Als Andreas Raelert gemeinsam mit den beiden Brasilianern Reinaldo Colucci und Igor Amorelli vom Rad stieg, lag dieses Verfolgertrio bereits 20 Minuten hinter dem FĂŒhrenden. „Der Start in den Marathon war gut“, sagte Andreas Raelert, der mit einem konstanten Tempo die ersten 10 Kilometer absolvierte und einen guten Rhythmus fand. „Die ersten sechs Stunden des Wettkampfes waren wirklich in Ordnung“, sagte er. „Nach Kilometer 15 habe ich allerdings gemerkt, dass ich nicht genĂŒgend Energie habe, um die Geschwindigkeit dauerhaft hoch halten zu können.“ Andreas Raelert kĂ€mpfte gegen dieses energetische Loch an, verlor aber bald den Kontakt zu den Mitkonkurrenten fĂŒr einen Podiumsplatz. „Leider hat sich die Situation nicht gebessert, sodass eine Top-Platzierung nicht mehr realistisch war. FĂŒr mich war es dennoch wichtig, das Rennen zu finishen.“

In 3:45:59 Stunden brachte Andreas Raelert den Marathon ins Ziel. „Das Ende des Rennens war alles andere als erhofft“, sagte er in einer ersten Analyse, „vielleicht hat sich in dieser Phase doch bemerkbar gemacht, dass ich einige Grundlagenkilometer verletzungsbedingt verpasst habe und noch etwas die Substanz fehlt.“ Doch bei aller VerĂ€rgerung ĂŒber den Ausgang der Ironman-SĂŒdamerikameisterschaft nimmt Andreas Raelert auch Positives aus Brasilien mit zurĂŒck nach Deutschland. „In den ersten sechs Stunden konnte ich das Rennen offensiv und auf einem guten Niveau gestalten“, sagte er. „Darauf möchte ich weiter aufbauen.“

Pressemitteilung / Raelert-Brothers

 

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