Sportereignis des Bereiches Seefahrt lockte 70 wetterfeste Laufbegeisterte

Beim Warnemünder Stapellauf 2019 ist Erik Schoob (864) vom Start weg auf Platz 1 über 6 See¬meilen (11,11 Kilometer). Dicht hinter ihm Anja Richter (ohne Startnummer), die als erste Frau die Ziellinie überquert. Foto: Hochschule Wismar / Baldauf

Beim Warnemünder Stapellauf 2019 ist Erik Schoob (864) vom Start weg auf Platz 1 über 6 See¬meilen (11,11 Kilometer). Dicht hinter ihm Anja Richter (ohne Startnummer), die als erste Frau die Ziellinie überquert.    Foto: Hochschule Wismar/K. Baldauf

Rostock-Warnemünde – Niedrige Temperaturen und graue Wolken sorgten am Freitagnachmittag, dem 20. September 2019, immer wieder für fragende Blicke gen Himmel. Aber anders als im vergangenen Jahr, als orkanartige Böen und ein Wolkenbruch die geplanten Starts des Warnemünder Stapellaufes verhinderten, konnten 70 Läuferinnen und Läufer im Alter von 6 bis 78 Jahren über 3 Kabellängen, 3 und 6 Seemeilen an den Start gehen. Sinja Jantzen (3:54 min) und Pitti Berg (3:34 min) flitzten nach 3 Campusrunden als Erste über die Ziellinie und gewannen damit den 3 Kabellängen-Lauf. Über 3 Seemeilen war Lene Themann (25:04 min) von der TG TiZack Rostock die Schnellste. Bei den Männern sorgten über die selbe Distanz Symon Nastaly, Espen Göcke und Leonard Wesols (21:00 min), alle drei vom 1. LAV Rostock, durch geschickte Ziellinienüberquerung dafür, dass sie gemeinsam auf Platz 1 kamen. Auch den 6-Seemeilen-Lauf gewann mit Anja Richter (51:48 min) eine Läuferin der TG TriZack Rostock. Schnellster Läufer war Erik Schoob (39:54 min), ebenfalls vom 1. LAV Rostock.

Besondere Laufbedingungen und Spaß

Wer am Warnemünder Stapellauf teilnimmt, ist gleich mehrfach gefordert. So dürfen die Jüngsten beim 3-Kabellängen-Lauf auf dem Campus den Kühlteich dreimal umrunden und dabei eine kleine Slalomstrecke um die Fässer des Studentenclubs Sumpf e.V. herum absolvieren. Zur Entspannung lädt nach dem Lauf die Freiwillige Feuerwehr Warenmünde ein

Für den 3- und 6-Seemeilen-Lauf sind auch navigatorische Kenntnisse gefragt. So ist nach dem Start als Erstes der Leuchtturm anzusteuern. Dabei muss die optimale Route über die Promenade zwischen den zahlreichen genüsslich dahin Schlendernden gefunden werden. In Richtung Küstenwald gilt es der steifen Brise von See standzuhalten bevor lockerer Sand auf dem „Planetenweg“ einen geänderten Laufstil erfordert. Der Blick über die Ostsee oder das herbstliche Blütenmeer in der Gartenanlage entschädigen für die Anstrengungen. Im Ziel auf dem Campus warten schließlich spezielle Laufpatente, Medaillen und das Angebot des Studentenclubs Sumpf e. V. für das leibliche Wohl.

Freude auf dem Campus des Bereiches Seefahrt bei Lene Themann, die als erste Frau die Ziellinie des 3-Seemeilen-Laufes überquerte. Foto: Hochschule Wismar/K. Baldauf

Freude auf dem Campus des Bereiches Seefahrt bei Lene Themann, die als erste Frau die Ziellinie des 3-Seemeilen-Laufes überquerte.    Foto: Hochschule Wismar/K. Baldauf

Läufer aus nah und fern

Gelegenheitsläufer, Freizeit- oder Leistungssportler – das Läuferfeld war bunt gemischt. So nutzten z. B. drei Läufer des 1. LAV Rostock den 3-Seemeilen-Lauf über 5,55 Kilometer und ein weiterer Läufer des Vereins den 6-Seemeilen-Lauf über 11,11 Kilometer für eine Trainingseinheit. Waldemar Wrozyna aus Braunschweig ist mit seiner Familie als Urlauber im Norden und hatte sich kurzfristig zur Teilnahme entschlossen. Und für einen „Küstenlaufsammler“, der an möglichst allen Läufen teilnehmen möchte, die unmittelbar an der Nord- und Ostseeküste Deutschlands stattfinden, war es der zweite Startversuch, nachdem der im vergangenen Jahr regelrecht ins Wasser gefallen war. Natürlich waren auch Studierende und Mitarbeiter des Bereiches Seefahrt dem Ruf des Cheforganisators Prof. Dr.-Ing. Sven Dreeßen gefolgt – sowohl als Läufer als auch als Helfer am Streckenrand. Selbst Wismarer Hochschulangehörige der Bereiche Bauingenieurwesen und Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik, der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und der zentralen Verwaltung ließen es sich nicht nehmen an dem noch jungen Laufsportereignis am Standort Warnemünde teilzunehmen. Etliche der jüngsten Laufbegeisterten spendeten nach ihrem Lauf den Großen – darunter Eltern oder deren Freunde – kräftig Beifall. Das Organisationsteam hat schon den nächsten Stapellauf im Blick, der wieder als Abschluss der Erstsemesterwoche stattfinden soll. Dann vielleicht wieder bei Spätsommerwetter, auf jeden Fall wieder mit an der Hochschule angefertigten Medaillen und speziellen Laufpatenten.

Weitere Informationen zum Warnemünder Stapellauf unter www.hs-wismar.de/stapellauf

Quelle: Hochschule Wismar