Russland, Japan, Kuba und die USA am erfolgreichsten/Seiten-Blick vom Ringen zum Taekwondo

Die olympischen Wettkämpfe im Ringen und im Taekwondo waren nicht die große sportliche Offenbarung für die deutschen Athletinnen und Athleten. Gerade einmal eine Bronze-Medaille stand nach Abschluß der Wettkämpfe zu Buche. Da waren vorher auch andere Ziele gesetzt worden.

Russland am erfolgreichsten

In den Ringkampf-Konkurrenzen in Rio de Janeiro bestimmten Russen, Japaner, Kubaner und Amerikaner das sportliche Niveau maßgeblich mit. Russland wurde mit 4 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze die erfolgreichste Ringer-Nation, vor Japan mit 4 x Gold, 3 x Silber, Kuba mit 2 x Gold, 1 x Silber und den USA mit 2 x Gold, 1 x Bronze.

Klassik-Ringen mit starken Kubanern

Im Klassik-Ringen waren die Kubaner am besten dabei, mit 2 x Gold, 1 x Silber. Russland kam auf 2 x Gold, 1 x Bronze. Ismael Borrero und Mijain Lopez siegten für die „Zucker- und Zigarren-Insel“ in den Gewichtsklassen bis 59 Kilogramm bzw. bis 130 Kilogramm. Die Russen Roman Vlasov und Davit Chakvetadze holten hingegen Gold in den Gewichtsklassen bis 75 Kilogramm bzw. bis 85 Kilogramm.

Im Klassik-Ringen bei den Herren gab es auch die einzige Medaille für das deutsche Team, mit Bronze durch Denis Kudla in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm.

Freistil-Ringen der Herren: Russland, Iran und die Türkei bestens dabei

Im Freistil-Ringen der Herren waren erwartungsgemäß Russland mit 2 x Gold, 1 x Silber, der Iran bzw. die Türkei mit jeweils 1 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze und Aserbaidschan mit 2 x Silber, 3 x Bronze die fleißigsten Medaillen-Sammler. Die Russen Soslan Ramonov und Abdulrashid Sadulaev kamen zu Gold in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm bzw. in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm. Der Iraner Hassan Yazdani jubelte über Gold in der Klasse bis 74 Kilogramm und der Türke Taha Akgül distanzierte die Konkurrenz in der Klasse bis 125 Kilogramm.

Freistil-Ringen der Frauen: Japanerinnen eine Klasse für sich

Bei den Freistil-Ringerinnen waren die Japanerinnen mit 4 x Gold, 1 x Silber die Dominatorinnen. Russland schaffte dort 2 x Silber, 1 x Bronze. Die japanischen Olympiasiegerinnen 2016 heißen dabei Eri Tosaka (Klasse bis 48 Kilogramm), Kaori Icho (Klasse bis 58 Kilogramm, zum vierten Mal Olympiasiegerin), Risako Kawai (Klasse bis 63 Kilogramm) und Sara Dosho (Klasse bis 69 Kilogramm).

Vom Ringen zum Taekwondo

In Rio gab es natürlich auch Entscheidungen im Taekwondo. Südkorea mit 2 x Gold, 3 x Bronze und China mit 2 x Gold waren dort die erfolgreichsten Länder. Insgesamt schafften 20 Nationen die Medaillen-Ränge bei den Taekwondo-Konkurrenzen in der brasilianischen Metropole, darunter sechs Staaten eine oder mehrere Goldmedaillen. Der Jordanier Ahmad Abu-Ghaush holte dabei die erste olympische Goldmedaille für sein Land in der Sportgeschichte – im Federgewicht.

Ringkampfsportliche Termine in M-V

Ringkampfsportlich steht auch in M-V in den nächsten Monaten einige Traditionsveranstaltungen auf der Agenda, so am 15.Oktober 2016 der Ostseepokal in Rostock, am 25.März 2017 der 24.Petermännchen-Pokal in Schwerin, am 20.Mai 2017 das 46.Warnemünder Traditionsturnier, am 17.Juni 2017der 24.Opel-Cup in Torgelow, am 24.Juni der 7.Internationale Strelasund-Pokal und am 8.Juli 2017 der 22.Boddenpokal in Greifswald.

Allerdings ist ein wichtiger ringkampfsportlicher Termin in M-V schon in unmittelbarer Sicht… Am 3.September folgt der erste Kampftag der Saison 2016/17 in der zweiten Bundesliga im Ringen.  Der RV Lübtheen tritt dann zu Hause gegen den RSV Greiz an.

Marko Michels