Der Vorstand des Sportclubs Laage hat in den zurĂŒckliegenden Monaten die Zeit genutzt, um zu eroieren wo in den Abteilungen mit ĂŒberschaubaren, finanziellen Mitteln ein sportlicher Anschub gestaltet werden kann. Ein besonderer Blick viel dabei auf die Kegler des Vereins, die seit einigen Jahren auf gutem Niveau ihren Sport treiben. Um das zu untermauern, beschaffte der Club fĂŒr seine Kegler 8 vereinseigene SpielgerĂ€te, also Kegel-Kugeln – jeweils zwei in rot, gelb, blau und grĂŒn. Diese SportgerĂ€te der Marke Aramith-Kegelkugeln sind vom DKB (Deutschen Kegler Bund) zugelassen und wurden mit den  dazugehörigen KugelpĂ€ssen fĂŒr die Laager Sportkegler nun geliefert.
Die zur VerfĂŒgung gestellten Kegelkugeln sind im Durchmesser 160mm groß und werden im Training und in den anstehenden WettkĂ€mpfen die Frauen und MĂ€nner um Torsten Freudenreich zu noch besseren Leistungen motivieren, denn Kegeln ist ein echter Sport, der die ganze Frau und den ganzen Mann beansprucht.

Das Foto zeigt Torsten Freudenreich sowie Silvia und Jens Ziesenitz (v.l.) mit neuen Wettkampf Kugeln. Foto: Kerstin Freudenreich

Immer wieder kann man hören, dass „Kegler eine ruhige Kugel schieben“. TatsĂ€chlich hat das fĂŒr Sportkegler schon lĂ€ngst keine GĂŒltigkeit mehr. Leistungen trainierte Sportkegler lassen sich durchaus mit anderen Sportarten vergleichen. Einfach gerechnet, ohne die höhere Mathematik zu bemĂŒhen, muss bei einem 120-Wurf-Wettbewerb der Sportkegler, in der Zeit von 30 Minuten, vom Anlauf bis zum Abwurf, circa 1200 Meter absolvieren, aber nicht am StĂŒck, sondern in kleinen Teilen: Kugel nehmen, anlaufen, abstoppen, zurĂŒckgehen. Insgesamt mĂŒssen Kegler, egal ob Frau oder Mann, ganze 120-mal mit der 2,9 Kilogramm schweren Kugel in die Kniebeuge gehen – also 350 Kilogramm bewegen – und dabei immer konzentriert bleiben. Die Kugel rollt mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 km/h – selbstverstĂ€ndlich sind einige Spieler noch schneller – Richtung Kegel. Um die Kugeln auf diese Geschwindigkeit zu bringen, ist eine Energie von ca. 25 Kilojoule nötig. Damit verbraucht ein Spieler pro Kegelmatch ca. 700 kcal, etwa so viel wie ein LĂ€ufer nach 8 Kilometern. Dazu kommt aber auch noch die physische Anstrengung. Es kommt auf Kondition, Koordination und Konzentration an. Kegler mĂŒssen mehrere BewegungsablĂ€ufe gleichzeitig, koordiniert durchfĂŒhren. Die wichtigsten sind der Anlauf, ein sauberer Armschwung und der Abwurf der Kugel. Der Anlauf muss im idealen Fall gerade sein, schon kleinste Abweichungen können große Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Ist er zu lang, tritt man beim Abspiel ĂŒber und produziert schlechte WĂŒrfe. Auch der Armschwung muss gerade sein. Holt der Sportler zu weit aus, verliert er die Kontrolle ĂŒber die gespielte Kugel. Beim Abspiel, das am Ende des Anlaufs erfolgt, muss der Athlet darauf achten, die Kugel nicht zu verreißen oder zu verdrehen. Um das alles sauber und ordentlich abzuarbeiten, ist eine permanente hohe Konzentration nötig. Aber diese physische Belastbarkeit ist nur ein Teil dieses Sportes. Um diesen PrĂ€zisionssport erfolgreich ausĂŒben zu können, ist auch die psychische Vorbereitung auf den Wettkampf wichtig.  Der Kegler muss sich mit seiner eigenen Spannung und NervositĂ€t auseinandersetzen. Kegler mĂŒssen den Willen zur Leistung entwickeln und auch Misserfolge in kĂŒrzester Zeit verarbeiten. Fehlt diese psychische Fitness wird in den entscheidenden Momenten auch das zum Erfolg notwendige Ergebnis ausbleiben. Wie in jedem anderen Sport sind schwache Nerven, ĂŒbertriebene Hektik und Anspannung die Ursachen fĂŒr ausbleibenden Erfolg. Die Sportlerinnen und Sportler um Torsten Freudenreich sind sehr stolz auf die neuen SportgerĂ€te und möchten sich ausdrĂŒcklich auch bei den Freunden und Förderern des Clubs bedanken. Ohne deren Engagement wĂ€re die Beschaffung solch kostenintensiver SpielgerĂ€te unmöglich.

SC Laage

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