Der Bahn- und Straßen-Radsport im Jahr 2017

Die letzten acht Monate verliefen für die Radsportlerinnen und Radsportler sehr ereignisreich. Im Frühjahr gab es die IPC-WM in Los Angeles bzw. die UCI-WM in Hongkong, jeweils im Bahnradsport. Es wurden in der Bahn-Radsport-Saison 2016/17 vier UCI-Weltcups ausgetragen, so in Glasgow, in Apeldoorn, in Cali sowie in Los Angeles.

Es folgten internationale Tages- und Etappen-Rennen auf der Straße. Die Junioren- und U 23-EM in Anadia waren für die jungen Bahn-Radsport-Asse des „alten Kontinents“ ein weiterer Jahreshöhepunkt.

Und so radsportiv ereignisreich geht es auch weiter. Mit den Junioren-Welt-Titelkämpfen vom 23.August 2017 bis 27.August 2017 in Montichiari. Dann sind die Straßen-Radsportlerinnen und -Radsportler bei den Elite-WM vom 17.September 2017 bis 24.September 2017 in Bergen „gefragt“. Und auch die reiferen Bahn-Radsportlerinnen bzw. -Radsportler müssen noch einmal meisterlich in die Pedale treten, bei den Elite-EM vom 19.Oktober 2017 bis 22.Oktober 2017 in Berlin.

Hierzulande standen und stehen 2017 auch zahlreiche Radsport-Events auf dem Programm. Der 14.ScanHausCup in Marlow fand Ende April 2017 wieder regen Zuspruch. Am 16./17.September 2017 „ruft“ das dritte Velo Classico ab/bis Ludwigslust und eine Woche später, am 23.September 2017, dürfen die Radsportlerinnen und Radsportler beim dritten Schweriner Seen-Jedermann-Radrennen durch die Lewitz aktiv werden.

Im Rückspiegel: Die IPC-WM im Bahn-Radsport 2017 in L.A.

Bereits Anfang März, vom 2.März bis 5.März, gab es die IPC-WM im Bahn-Radsport in Los Angeles. Aufgrund der kurzfristigen Ansetzung dieser WM für Bahn-Radsportlerinnen bzw. -Radsportler mit Handicaps waren keine deutschen Sportlerinnen/Sportler vor Ort.

Am erfolgreichsten waren die USA mit 10 WM-Titeln vor Grossbritannien mit 8 WM-Titeln, Kanada bzw. Australien mit jeweils 4 WM-Titeln, der Slowakei, Spanien und Polen mit je einem WM-Titel.

Bei den Herren waren mit jeweils zwei WM-Titeln Ross Wilson (Kanada, C1, Drei-Kilometer-Verfolgung bzw. Ein-Kilometer-Zeitfahren), Joseph Berenyi (USA, C3, Scratch bzw. Ein-Kilometer-Zeitfahren), Jonathan Gildea (Grossbritannien, C4/5, Scratch bzw. Vier-Kilometer-Verfolgung), Tristian Chernove (Kanada, C2, Drei-Kilometer-Verfolgung bzw. Ein-Kilometer-Zeitfahren) und Matthew Rotherham/James Ball (Tandem B Sprint/Ein-Kilometer-Zeitfahren) am erfolgreichsten.

Mit dreimal Gold war das Duo Corrine Hall/Sophie Thornhill (Tandem B Sprint/Ein-Kilometer-Zeitfahren bzw. Drei-Kilometer-Verfolgung) bei den Frauen überragend.

Und im offenen Wettbewerb (C1-5, für Herren, Mixed-Mannschaften) im Teamsprint gewannen die USA in der Besetzung Jason Kimball, Joseph Berenyi und Christopher Murphy. Für Joseph Berenyi bedeutete das Gold im „Open Contest“ auch den dritten WM-Titel der IPC-WM im Bahnradsport in Los Angeles.

Kristina Vogel – die Beste bei den UCI-WM

Im April 2017 fanden folgend die 107.Weltmeisterschaften im Bahn-Radsport seit 1893 in Hongkong statt und Athletinnen bzw. Athleten aus 41 Ländern nahmen an diesen Welt-Titelkämpfen teil.

Europa dominierend

Europa war wieder einmal der dominierende Kontinent, gewann 36 der 60 Medaillen, was einem Anteil von 60 Prozent entspricht, und 13 der 20 WM-Titel (Anteil 65 Prozent).

Das „restliche“ Edelmetall erkämpften Australien/Ozeanien mit 16 Plaketten, darunter 4 x Gold, der amerikanische Doppel-Kontinent mit 6 Plaketten, darunter 2 x Gold, und Asien mit 2 Plaketten, darunter einmal Gold.

Australien jedoch am erfolgreichsten…

Australien wurde mit elf Medaillen erfolgreichstes Land. WM-Titel für „Down Under“ schafften Jordan Kerby in der Herren-Verfolgung, Sam Welsford, Cameron Meyer, Alexander Porter bzw. Nick Yallouris in der Herren-Team-Verfolgung und Cameron Meyer im Punktefahren.

Jeweils dreimal Gold gab es auch für Russland, durch Daria Schmelewa im Frauen-Zeitfahren, Daria Schmelewa/Anastasija Voinowa im Teamsprint sowie Denis Dimitrijew im Herren-Sprint, und für Frankreich, durch Francois Pervis im Herren-Zeitfahren, Morgan Kneisky/Benjamin Thomas im Madison bzw. Benjamin Thomas im Omnium.

Gastgeber Hongkong mit Bronze

Für Gastgeber Hongkong holte Lee Wai Sze im Frauen-Sprint Bronze. Gold für Asiens Rad-Asse sicherte Azizulhasni Awang aus Malaysia im Keirin.

Die USA gehörten 2017 ebenfalls zu den radsportiven „Gold-Schürfern“ dank Chloe Dygert in der Frauen-Verfolgung bzw. Kelly Catlin, Cloe Dygert, Kimberly Geist und Jennifer Valente in der Frauen-Team-Verfolgung.

Kristina Vogel mit WM-Gold Nummer acht und neun

Der Bund Deutscher Radfahrer erlebte in Hongkong zudem goldene Momente. Kristina Vogel jubelte dabei im Sprint und Keirin jeweils über Gold. Mit Miriam Welte, die bis 2012 für das „Track Cycling Team M-V“ startete, belegte Kristina im Teamsprint auch Bronze. Miriam selbst durfte sich zusätzlich über Silber im Zeitfahre freuen. Für die deutschen Bahn-Radsport-Männer errang Lucas Liss mit Silber im Scratch die einzige Medaille.

Insgesamt brachten 16 Länder Rad-Athletinnen und Rad-Athleten auf das Podest, elf Staaten durften über WM-Gold 2017 jubeln.

Neben den bereits genannten Ländern gingen WM-Titel im Bahnradsport 2017 auch an Neuseeland (Ethan Mitchell/Sam Webster im Herren-Teamsprint), Polen (Adrian Teklinski im Scratch), Großbritannien (Elinor Barker im Frauen-Punktefahren bzw. Katie Archibald im Frauen-Omnium), Belgien (Lotte Kopecky/Jolien D`Hoore im Frauen-Madison) und Italien (Rachele Barbieri im Frauen-Scratch).

Die nächsten Bahnradsport-WM werden 2018 in Apeldoorn ausgetragen und die nächsten olympischen Konkurrenzen gibt es dann 2020 in Tokyo.

Nachwuchs-EM in Anadia mit erfolgreichen MV-Starterinnen und -Startern

Im Juli 2017 gab es zudem die Junioren- und U 23-EM im Bahn-Radsport in Anadia, bei denen Carl Hinze (Schwerin) und Lea Sophie Friedrich (Dassow) fünf Medaillen erkämpften.

Für Lea gab es drei Medaillen, so Silber im Sprint bzw. im 500 Meter-Zeitfahren jeweils hinter der Französin Mathilde Gros und Silber ebenfalls im Teamsprint, zusammen mit Emma Götz, hinter den Russinnen Polina Vashenko/Yana Tyshenko (alles Entscheidungen im Juniorinnen-Bereich).

Carl holte Silber im 1000 Meter-Zeitfahren hinter dem Russen Pavel Perchuk und Bronze im Teamsprint, zusammen mit Timo Bichler bzw. Elias Edbauer, hinter Russland und Polen (alles Entscheidungen im Junioren-Bereich). Aus M-V-Sicht war zudem Dominique-Rene Anklam (SSC) in Anadia am Start und konnte sich auch hervorragend präsentieren.

Die meisten Medaillen in Anadia gewannen Großbritannien (20, darunter 7 x Gold) und Russland (20, darunter 7 x Gold). Italien schaffte 14 Medaillen, darunter 10 x Gold. Jeweils 10 Medaillen erradelten Frankreich, die Niederlande und Polen. Die deutsche Mannschaft kam auf die Bilanz von 2 x Gold, 5 x Silber, 2 x Bronze. Die deutschen Goldenen erkämpften Pauline Grabosch (U 23, 500 Meter Zeitfahren) und Tatjana Paller (U 23, Punktefahren).

Nun geht es für Lea Sophie Friedrich (RST Dassow) und Carl Hinze (SSC) weiter zu den Junioren-WM im Bahn-Radsport nach Montichiari Ende August 2017.

Für die Straßen-Radsport-Asse wird es indes bei den Elite-WM Mitte September in Bergen „ernst“.

Wie war das „auf der Straße“ eigentlich noch vor Jahresfrist?!

Zwischen Olympia-Ringen in Rio und WM-Ehren in Doha

In Rio, beim olympischen Straßen-Radsport, gab es „nur“ vier Entscheidungen – jeweils im Straßen-Einzel und im Zeitfahren bei den Damen und bei den Herren. Bei den WM 2016 in Doha (Katar) wurden jedoch Medaillen in 12 Entscheidungen vergeben: Mannschaftszeitfahren bei den Damen und Herren, Einzelzeitfahren bei den Damen, Herren, Herren der Altersklasse U 23, der Juniorinnen bzw. der Junioren und Straßen-Einzel der Damen, Herren, Herren der Altersklasse U 23, Juniorinnen und Junioren.

Niederlande in Rio am besten

Bei den olympischen Konkurrenzen im August hatten noch die Niederlande mit 19 Punkten (einmal Gold, einmal Silber, einmal Bronze, einen vierten Rang) vor den USA (einmal Gold, einmal Rang vier) die Länderwertung im Radsport gewonnen.

Eine „fliegende Holländerin“…

Im Straßen-Einzel der Frauen siegte Anna van der Breggen (Niederlande), welche zusammen mit ihren Begleiterinnen Emma Johansson (Schweden) und Elisa Longo Borghini (Italien) die lange Zeit allein führende Mara Abbott (USA) 150 Meter vor dem Ziel noch abfing. Mara Abbott kam auf den undankbaren vierten Rang. Anna van der Breggen sorgte damit für den vierten niederländischen Olympiasieg im Straßen-Einzel der Frauen nach Monique Knol 1988, Leontien Zijlaard-van Moorsel 2000 und Marianne Vos 2012.

…und ein „fliegender Belgier“

Bei den Herren schaffte im Straßen-Einzel Greg Van Avermaet Olympia-Gold. Für Belgien war es der zweite Olympiasieg im Herren-Straßen-Einzel: 1952 in Helsinki hatte bereits Andre Noyelle olympisches Gold geholt. Die Straßen-Einzel-Entscheidungen bei den Herren und Damen wurden von schweren Stürzen auf der schwierigen Strecke und bei suboptimaler Witterung „begleitet“…

Kristin und Fabian auch mit olympischem Gold

In der Entscheidung im Einzelzeitfahren der Frauen in Rio 2016 setzte sich Kristin Armstrong (USA) wie schon 2008 und 2012 durch. Fabian Cancellara (Schweiz) triumphierte hingegen erneut im Zeitfahren. 2008 in Peking hatte er in dieser Disziplin des Straßen-Radsportes schon einmal ganz oben gestanden.

Die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen an der Copacabana leider leer aus.

Deutscher Medaillen-Segen in Doha – zweimal Gold für Tony Martin

Die Straßen-Radsport-Wettkämpfe der WM in Doha im Oktober sorgten hingegen für einige Medaillen aus deutscher Sicht.

Im belgischen „Werksteam“ Etixx-Quick-Step in multinationaler Besetzung fuhren ebenfalls Marcel Kittel und Tony Martin zu Gold. Tony Martin, der Olympia-Zweite 2012, jubelte zudem über den Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren vor Vasil Kiryienka (Weissrussland). …Sein viertes WM-Gold in dieser Disziplin nach 2011, 2012 und 2013. Dazu „sammelte“ Marcel Kittel noch zweimal Gold im Mannschafts-Zeitfahren (2012 und 2013 plus Team-WM-Gold 2016).

Trixi Worrack mit Team-Silber

Die Wahl-Bad Doberanerin Trixi Worrack, die bei einem Unfall im Frühjahr 2016 ihre linke Niere verlor, holte nach viermal WM-Gold im Mannschaftszeitfahren 2016 in Doha Silber. Im deutschen silbernen „Werksteam“ Canyon-SRAM waren zudem unter anderem Lisa Brennauer und Mieke Kröger aktiv.

Bei den U 23-Herren konnte der Bund Deutscher Radfahrer einmal Gold (Marco Mathis im Einzelzeitfahren) und zweimal Silber (Maximilian Schachmann ebenfalls im Einzelzeitfahren bzw. Pascal Ackermann im Straßen-Einzel) erringen.

Silberne Momente erlebte zudem Niklas Märkl im Straßen-Rennen der Junioren.

Die Doha-Entscheidungen in den Straßen-Rennen (Elite)

Bei der Elite-Konkurrenz im Straßen-Einzel der Frauen distanzierte Amalie Dideriksen (Dänemark) die Konkurrenz und kam zu Gold. Silber gewann Kirsten Wild (Niederlande) vor Lotta Lepistö (Finnland) und Elizabeth Deignan (Großbritannien).

Fünfmal waren bisher deutschen Radsportlerinnen bei WM die Nummer eins, so 1965 Elisabeth Eichholz (SC Leipzig), 1978 Beate Habetz (Brauweiler), 1981 Ute Enzenauer (GFR Ludwigshafen), 2004 Judith Arndt (Königs Wusterhausen) und 2005 Regina Schleicher (Würzburg).

Im Straßen-Einzel der Herren (Elite) in Doha, mit dem Rostocker Andre Greipel, erkämpfte erneut Peter Sagan Slowakei) vor  Mark Cavendish (Großbritannien), Tom Boonen (Belgien) und Michael Matthews (Australien) den Titel. Andre Greipel und die anderen deutschen Starter hatten mit dem Ausgang des Rennens leider nichts zu tun.

Andre Greipel, Jahrgang 1982, Geburtsort Rostock und bis 2001 für den PSV Rostock startend, wurde, wie beispielsweise Jan Ulrich, vom Rostocker Radsport-Erfolgstrainer Peter Sager geformt. Unter anderem gewann der Hanseate elf Etappen bei der Tour de France, startete bei Olympia 2012 in London eroberte dreimal den deutschen Titel im Straßen-Rennen 2013, 2014 sowie 2016 und errang 2011 WM-Bronze im Straßen-Einzel. Schade, dass es 2016 nicht zu einem neuerlichen Medaillen-Gewinn reichte.

Bislang hatten deutsche Rad-Asse im Straßen-Einzel der Herren neun WM-Titel gewonnen. Bei den „Amateuren“, die eine separate WM-Entscheidung von 1921 bis 1995 „fuhren“, wurden 1958 bzw. 1959 Täve Schur (SC DHfK Leipzig), 1960 Bernhard Eckstein (SC DHfK Leipzig), 1982 Bernd Drogan (SC Cottbus), 1983 Uwe Raab (SC DHfK Leipzig), 1986 Uwe Ampler (SC DHfK Leipzig) und 1993 der gebürtige Rostocker Jan Ulrich (2000 auch Olympiasieger) Weltmeister.

Und bei den Profis, die ihre Weltbesten seit 1927 ff. ermitteln, erreichten Heinz Müller (Tuningen) 1952 und Rudi Altig (Mannheim) 1966 WM-Gold.

Die „restlichen“ WM-Titel 2016

Übrigens: Die „restlichen“ WM-Titel 2016 sicherten sich Amber Neben (USA, Elite, Damen-Einzelzeitfahren), das niederländische „Werksteam“ Boels-Dolmans unter anderem mit Evelyn Stevens (USA), Kristoffer Halvorsen (Norwegen, U 23-Herren, Straßen-Einzel), Brandon McNulty (USA, Junioren, Einzelzeitfahren), Elisa Balsamo (Italien, Juniorinnen, Straßen-Einzel), Jakob Egholm (Dänemark, Junioren, Straßen-Einzel) und Karlijn Swinkels (Niederlande, Juniorinnen, Einzelzeitfahren).

Beste Nation bei den 83.Straßen-Radsport-WM wurde Deutschland mit zweimal Gold, viermal Silber, einmal Bronze vor den USA mit zweimal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze, den Niederlanden mit zweimal Gold, zweimal Silber und Dänemark mit zweimal Gold, einmal Silber.

Rückblick auf das zweite Jedermann-Radrennen 2016 in Schwerin  

Zwischen Rio und Doha war radsportlich auf der Straße im September 2016 hierzulande – radsportiv betrachtet – noch etwas los, das zweite Jedermann-Radrennen in und um Schwerin am 25.September 2016, mit Streckenführung durch die Lewitz.

Ins Ziel kamen letztendlich 532 radsportive Enthusiastinnen und Enthusiasten. Bester auf der 55 Kilometer-Fitnessrunde wurde Tilmann Ribbeck, zur besten Radlerin avancierte Nancy Kühdeisch. Die Team-Wertung über 55 Kilometer entschied der SV Dassow 24 für sich.

Auf dem 91 Kilometer-Kanten triumphierte Daniel Rackwitz und die Mannschaftswertung ging dort an das „Sanitätshaus Hofmann Team“. Weitere Sieger wurden bei den E-Bikern und Tandem-Duos ermittelt. Helmut Breitag war die Nummer eins im 55 Kilometer-E-Bike-Rennen und Grit sowie Jens-Olaf Müller auf der 55 Kilometer-Tandem-Runde.

Am 23.September 2017 wird, wie eingangs erwähnt, wieder zum munteren Radfahren durch die Lewitz geladen…

Das Velo Classico ab/bis Ludwigslust im Blick

Und auch der Countdown für das Velo Classico ab/bis Ludwigslust 2017 läuft, das mittlerweile ebenfalls seine dritte Auflage erlebt.

Wie Detlef Koepke vom Organisationsteam mitteilte, verwandelt sich am 16. und 17. September die Schloßstraße in Ludwigslust zur Kulisse für die diesjährige Velo Classico.

Detlef Koepke zum Velo Classico 2017

„Der Retro-Velo-DJ, Frank Patitz aus Leipzig, wird mit Swing-Musik und anderen Rhythmen `Lust auf Leben` machen. Dafür werden auch die kurzen Swing-Tanzkurse direkt auf der Schlossstraße sorgen. Wer ein altes Fahrrad wieder zu neuem Leben erwecken möchte, der kann auf dem Teilemarkt fündig werden. Klassische Mode, schöne Stahlfahrräder, eine Ausstellung mit Zeichnungen von Allen Shaw und eine Fahrradausstellung zum Thema 200 Jahre Fahrrad im Ludwigsluster Rathaus sind nur ein kleiner Teil des tollen Rahmenprogramms.

Mitmachen kann jede und jeder und jedes Fahrrad ist willkommen. Am Samstag (16.9.17) um 14 Uhr und um 16 Uhr wird es zwei geführte Touren zu schönen Orten im Ludwigsluster Schlosspark geben. Und am Sonntag (17.9.17) werden traditionell bei den `Best-in-Show-Wettbewerben` einige Teilnehmer für ihre originellen und schönen Outfits und Fahrräder prämiert.

Am Sonntag stehen die drei Velo Classico Routen im Mittelpunkt. Sorgfältig ausgewählte schöne Wege führen zu Raststationen, an denen man sich bei gutem Essen und Trinken laben kann. Zum Beispiel machen die Wildprodukte, hausgemachte Marmeladen und das frische Brot von regionalen Bäckern die Rast zu einem kulinarischen Erlebnis. Die Genießerrunde führt in diesem Jahr auch nach Kummer, zur Produktionsstätte der Käserei Goldschmidt. Dort findet am Sonntag, den 17. September zeitgleich ein Hoffest statt. Dort gibt es auf der Genießerrunde auch den Velo-Classico-Rotwein. Zur Auswahl stehen noch die Liebhaberrunde über 90 km und die sportliche Heldenrunde mit einer Länge von 150 km.

Schwerin, Crivitz, Parchim, Grabow, Jasnitz, Göhlen und Kummer sind die Gastgeber-Orte, die durch die Radrunden miteinander verbunden werden. Fast alle Gemeinden haben zur diesjährigen Velo Classico ein besonderes Programm, dass Besucher und Gäste in die Städte lockt. Direkt vor dem Ludwigsluster Rathaus befindet sich das Ziel und wie in den vergangenen Jahren werden hier die Teilnehmer würdevoll empfangen.

Kein altes Rad vorhanden? Keine klassische Kleidung im Schrank? An der Genießerrunde kann jeder mitmachen. Hier braucht man nur etwas Kreativität, zum Beispiel eine schicke Mütze, einen Hut, ggf. ein paar Hosenträger oder ein anderes Accessoire und schon kann das Fahrrad geschnappt werden, um in diese schöne Atmosphäre einzutauchen.

Weitere Informationen und Anmeldung:  www.veloclassico.de …“

Na dann, auf nach Ludwigslust am 16./17.September 2017 und dann weiter, am 23.September 2017, nach Schwerin!

… Last but not least:  Am 27.August 2017 wird die 26.Auflage der „Petermännchen-Tour“  (einschließlich Rad-Marathon) in Schwerin ausgetragen.  Zusätzlich lädt der Schweriner Radsportverein zur Radtourenfahrt (RTF) ein.

Und vom 1.September 2017 bis 3.September 2017 findet die siebente Ostsee-Rad-Klassik, ein wohltätiges Radsport-Event in M-V, statt. Am 2.September gibt es verschiedene Rennen auf der Radrennbahn in Rostock und am 3.September wird die Strecke Rostock-Wismar-Rostock über 200 Kilometer absolviert. Schirmherr der Veranstaltung ist Andre Greipel, WM-Dritter 2011.

Zu den BMX-Assen und Mountainbikern 2017:

Die WM der BMX-Asse gab es Ende Juli in Rock Hill (USA). Im Elite-Bereich feierten die USA zwei Erfolge – durch Alise Post im Frauen-Elite-Bereich und durch Corben Sharrah im Herren-Elite-Bereich. Die Welttitelkämpfe der Mountainbikerinnen und Mountainbiker werden hingegen vom 24.8. bis 25.8. in Val di Sole und vom 5.9. bis 10.9. in Cairns präsentiert.

Marko Michels

Foto (Michels): Vor 200 Jahren wurde das Fahrrad erfunden… Und seitdem gibt es jede Menge radsportlicher Meisterschaften und auch ein Triathlon wäre ohne Fahrrad nicht möglich…