Zwischen WM, EM, Warnemünder Woche und Hanse Sail: Der Segelsport

Symbolbild-Segeln

Das segelsportliche 2018 bietet in M-V und darüber hinaus ein mehr als umfangreiches Programm. Die 81.Warnemünder Woche wird dabei zwischen dem 7.Juli und 15.Juli ausgetragen. Vom 9.August bis 12.August folgt dann die 28.Hanse Sail in Rostock, ein besonderer Höhepunkt während des diesjährigen 800.Stadtjubiläums der Hanse- und Universitätsstadt.

Zahlreiche Wettkämpfe, EM und WM

Zahlreiche internationale Regatten und Meisterschaften werden 2018 zu einem spannenden Segelsport-Jahr machen. Bereits vom 21.Januar bis 28.Januar gibt es den „Sailing World Cup“ vor Miami in den Bootsklassen Laser Radial, Laser Standard, 49er, 49er FX, 470er, Finn-Dinghi und Nacra 17.

Die fünften ISAF Worlds, die Weltmeisterschaften aller olympischen Segel-Klassen, werden vom 30.Juli bis 12.August vor Aarhus auf der sportlichen Agenda stehen.

Interessant wird es zudem bei der Kieler Woche vom 20.Juni bis 24.Juni und bei der Travemünder Woche vom 20.Juli bis 29.Juli.

Weitere wichtige Regatten

Weitere interessante segelsportliche Meisterschaften/Regatten 2018 sind unter anderem – nur eine Auswahl – die Finn-Dinghi-EM vom 9.März bis 17.März vor Cadiz, die Trofeo Princesa Sofia vom 30.März bis 7.April vor Mallorca, die „Laser Radial Youth European Championships“ vom 7.April bis 14.April auf dem Balaton, die Laser-EM vom 5.Mai bis 12.Mai vor La Rochelle, die 470er Open-EM vom 11.Mai bis 19.Mai vor Burgas, die „ILCA Laser Radial Men`s World Championship“ vom 18.Juni bis 24.Juni vor Kiel und die „Laser Under-21“-WM vom 1.Juli bis 8.Juli vor Gdynia.

Meisterlich gesegelt wird in diesem Jahr ebenfalls bei der 470er Junior-EM vom 3.Juli bis 11.Juli vor Naval de Sesimbra, der U 21-EM im Laser Standard vom 17.August bis 24.August vor Bastad und  der „Laser Radial Youth World Championshps“ vom 18.August bis 25.August vor Kiel.

Vor 18 Monaten – Die olympische Regatta 2016 vor Rio de Janeiro

Die olympische Segel-Regatta vor Rio 2016 liegt mittlerweile auch schon wieder fast 18 Monate zurück. Zehn Entscheidungen standen auf dem Programm und am Ende waren Australien bzw. Neuseeland mit jeweils vier Medaillen, darunter auch jeweils eine Goldmedaille, die erfolgreichsten Segel-Nationen bei Olympia in Rio.

Die Medaillen-Wertung im olympischen Segeln 2016 führt jedoch Großbritannien mit 2 x Gold, 1 x Silber vor den Niederlanden mit 2 x Gold an. Insgesamt erkämpften Seglerinnen und Segler aus 17 Ländern Olympia-Medaillen 2016, darunter acht Staaten eine oder mehrere Goldmedaillen.

Die Segel-Olympiasieger 2016

Die Olympiasiegerinnen und Olympiasieger im Segelsport 2016 sind nunmehr in der Klasse „RS:X“ bei den Frauen Charline Picon (Frankreich) bzw. bei den Herren Dorian van Rijsselberghe (Niederlande), in der Klasse „Laser Radial“ Marit Bouwmeester (Niederlande), in der Klasse „Laser“ Tom Burton (Australien), in der Klasse „470er“ bei den Frauen Hannah Mills/Saskia Clark (Großbritannien) bzw. bei den Herren Sime Fantela/Igor Marenic (Kroatien), in der Klasse „49er FX“ Martine Grael/Kathena Kunze (Brasilien), in der Klasse „49er“ Peter Burling/Blair Tuke (Neuseeland), in der Klasse „Finn“ Giles Scott (Großbritannien)  und in der Klasse „Nacra 17“ Santiago Lange/Cecilia Carranza Saroli (Argentinien).

Großbritannien weiter vorn

Großbritannien ist damit im „ewigen Medaillenspiegel“ der olympischen Segel-Wettbewerbe weiterhin die führende Nation – mit 26 x Gold, 14 x Silber, 11 x Bronze.

Blick in die deutsche Segel-Historie – mit M-V-Bezug

Für den Deutschen Segel-Verband gab es 2016 zumindest eine Medaille – Bronze durch Erik Heil/Thomas Plössel in der Klasse „49er“.

Insgesamt stehen nun 27 olympische Medaillen (8 x Gold, 8 x Silber, 11 x Bronze) im deutschen segelsportlichen Buche – und das Schöne daran bzw. darin, ist die Tatsache, dass auch Rostocker und Mecklenburger allgemein diesbezüglich verewigt sind.

Vor allem die Rostocker „Drachen“ waren zwischen 1964 und 1972 bei Olympia bestens dabei: Peter Ahrendt, Wilfried Lorenz und Ulrich Mense schafften 1964 Silber.

Paul Borowski, Konrad Weichert und Karl-Heinz Thum sorgten 1968 (Bronze) und 1972(Silber) ebenfalls für segelsportliches Olympia-Edelmetall bei den Drachen. Und „so“ ging es weiter … Vor Kingston 1976 gab es außerdem segelsportlichen Medaillen-Zuwachs für M-V. Der gebürtige Rostocker Dieter Below und seine Crew wurden Olympia-Dritte im Soling. Jörn Borowski/Egbert Swensson (Rostock) waren dann vor Tallinn 1980 weit vorn: mit Silber bei den 470ern.

Zuletzt nahmen mit dem heutigen LSB-Geschäftsführer Torsten Haverland mit Ronald Rensch (Schweriner Yacht-Club/470er) vor Savannah 1996, Monika Leu (Schweriner Yacht-Club/470er) vor Athen 2004 und Franziska Goltz (Schweriner Seglerverein von 1894/Laser Radial)  vor Weymouth 2012 zwei Segler und zwei Seglerinnen aus Segel-Vereinen in Mecklenburg-Vorpommern an Olympischen Spielen teil.

Zurückgeblickt: Die segelsportlichen WM-Wettkämpfe, die ISAF Worlds 2014,  vor Santander

Vom 6. bis 21.September 2014 fanden übrigens die vierten ISAF-Weltmeisterschaften, die Weltspiele im olympischen Segelsport, vor Santander statt. Am erfolgreichsten waren dort die Sportlerinnen und Sportler aus Frankreich mit 3 x Gold, 1 x Bronze, den Niederlanden mit 2 x Gold, Australien mit 1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze, Neuseeland mit 1 x Gold, 1 x Silber und Großbritannien mit 1 x Gold, 3 x Bronze.

Die Weltmeisterinnen und Weltmeister 2014 lauten dabei Nicholas Heimer (Niederlande/Laser), Marit Bouwmeester (Niederlande/Laser Radial), Julien Bontemps (Frankreich/RS:X/Männer), Charline Picon (Frankreich/RS:X/Frauen), Mathew Belcher/William Ryan (Australien/470er/Männer), Lara Vadlau/Jolanta Ogar (Österreich/470er/Frauen), Peter Burling/Blair Tuke (Neuseeland/49er), Martine Soffiatti Grael/Kathena Kunze (Brasilien/49er FX), Giles Scott (Großbritannien/Finn) und Billy Besson/Marie Riou (Frankreich/Nacra 17). Insgesamt konnten 17 Länder Edelmetall vor Santander erringen – leider waren keine aus Deutschland darunter…

Auch Mecklenburger und Vorpommern waren vor Santander aktiv, so Theodor Bauer (Röbeler Segler-Verein „Müritz“) im „Laser Standard“.

Aus Schwerin starteten in der Nacra 17-Klasse Jakob Lenz und Susann Brechlin vom Schweriner Segler-Verein von 1894. Dort siegten, wie erwähnt, Billy Besson/Marie Riou aus Frankreich vor Santiago Lange/Cecilia Carranzo Saroli (Argentinien) und Jason Waterhouse/Lisa Darmani (Australien). Für Jakob und Susann reichte es zwar nicht für eine vordere Platzierung, aber dennoch klasse, dass das Schweriner Duo bei den WM 2014 am Start war.

Marko Michels