Blick auf die dritten Ligen, die Ostsee-Spree-Ligen und auf die kommende Frauen-Handball-WM

Archiv-Foto (Michels): Handball und M-V – das hat Tradition.

Die Resultate der Handball-Vereine aus M-V zum Start in die neue Saison 2017/18 reichen von „ausgezeichnet“ bis „ausbaufähig“. So liegen in der dritten Handball-Liga der Herren die Mecklenburger Stiere Schwerin bei drei Siegen, einem Remis, einer Niederlage auf Rang vier und der HC Empor Rostock bei drei Erfolgen, zwei Niederlagen auf Rang sieben. Die nächsten Spiele sind bereits am 8.Oktober. Dann empfangen die Mecklenburger Stiere den DHK Flensborg und der HC Empor Rostock den Handballsportverein Hamburg. Derzeit führt der TSV Altenholz die Tabelle in der dritten Liga der Herren an.

SV Grün-Weiß Schwerin mit gutem Start

Der SV Grün-Weiß Schwerin als Aufsteiger kann nach den ersten beiden Spielen in der dritten Frauen-Liga durchaus mit Optimismus auf das Kommende blicken. Nach dem sensationell klaren Auswärtssieg mit 24:11 beim TSV 1860 Travemünde, unterlagen die Schwerinerinnen mit viel Kampfgeist zu Hause gegen einen der Liga-Favoriten, den TV Oyten, mit 22:26. Schwerin ist momentan Achter, Spitzenreiter ist das Team vom Buxtehuder SV II. Am 7.Oktober muss der SV GW zu MTV 1860 Altlandsberg reisen.

TSG Wismar (Frauen) und Stralsunder HV (Männer) Spitzenreiter in der Ostsee-Spree-Liga

Auch in den Ostsee-Spree-Ligen sind die ersten Begegnungen der neuen Spielzeit längst absolviert. Nach dem dritten bzw. vierten Spieltag führt im Herren-Bereich der Stralsunder HV (vier Siege). Dritter ist überraschend der Aufsteiger, die SG Uni Greifswald/Loitz (drei Siege). Noch nicht so optimal läuft es beim HSV Insel Usedom (Neunter, mit einem Sieg, einem Remis, zwei Niederlagen) und beim Bad Doberaner SV 90 (Zehnter, ebenfalls mit einem Sieg, einem Remis, zwei Niederlagen).

Die nächsten Spielen in der Ostsee-Spree-Liga der Herren sind am 7.Oktober: Füchse Berlin II gegen die SG Uni Greifswald/Loitz, der Bad Doberaner SV 90 gegen den Grünheider SV und der Stralsunder HV begrüßt den HSV Insel Usedom zum Vorpommern-Duell.

Einen hervorragenden Lauf hat gegenwärtig die TSG Wismar in der Ostsee-Spree-Liga der Frauen: vier Spiele, vier Siege und Rang eins in der Tabelle. Der Rostocker HC liegt momentan mit zwei Siegen, einer Niederlage auf Rang vier. Am 14.Oktober kommt es zum ultimativen M-V-Duell zwischen dem Rostocker HC und der TSG Wismar in Rostock.

Von den Ligen zur baldigen WM im Frauen-Handball

In Wismar und in Rostock (damals noch SC Empor Rostock) spielte zwischen 1975 und 1990 auch Andrea Bölk, die mit der deutschen Frauen-Handball-Mannschaft Olympia-Vierte 1992, 1993 Weltmeisterin, 1994 Vize-Europameisterin und Olympia-Sechste 1996 wurde.

Ihre Tochter Emily strebt mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft aktuell zu den Heim-WM 2017 vom 1.Dezember bis 17.Dezember. Nur noch 58 Tage sind es bis zu diesen Welttitelkämpfen. Die ersten beiden Spiele in der Qualifikation (Gruppe 6) für die EM-Endrunde im Frauen-Handball in Frankreich vom 30.November 2018 bis 16.Dezember 2018 – gleichzeitig willkommene WM-Tests – verliefen so „la la“. Gegen Außenseiter Litauen gab es daheim nur ein 26:26, wobei Emily Bölk sechs Treffer beisteuerte. Gegen die Türkei – auswärts – kamen die „Ladies“ nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit noch zu einem 30:16-Kantersieg. Die nächste Partie in der EM-Quali ist dann erst nach der Heim-WM, am 21.März 2018 zu Hause gegen Spanien.

Der Erfolg gegen die Türkei wurde jedoch von der schweren Verletzung der Leistungsträgerin Anne Hubinger im Abschlußtraining vor dem Türkei-Spiel überschattet. Möglicherweise wird die sympathische und herausragende Anne Hubinger nicht an der Heim-WM teilnehmen können – das wäre ein äußerst herber Rückschlag… Anne wurde 1993 in Ribnitz-Damgarten geboren und begann ihre handballsportliche Karriere beim SV Motor Barth.

Rückblende auf die Frauen-Handball-WM vor 40 Jahren

Vor vierzig Jahren, 1977, war eine deutsche Mannschaft, die DDR, amtierender Weltmeister im Frauen-Handball.  Bei den WM 1975 in der Sowjetunion hatte sich die DDR unter anderem mit Ursula Putzier vom SC Empor Rostock, mit der gebürtigen Dresdnerin Eva Paskuy in Diensten des SC Empor Rostock, mit der gebürtigen Perlebergerin Christina Lange, verheiratete Voß, die für den SC Empor Rostock agierte, und Hannelore Burosch vom SC Empor Rostock durchgesetzt.

Zweiter wurde seinerzeit die Sowjetunion vor Ungarn und Rumänien. Und bei den folgenden WM 1978 in der Tschechoslowakei triumphierte erneut die DDR – vor der Sowjetunion, Ungarn und der Tschechoslowakei. In der goldenen weltmeisterlichen DDR-Mannschaft 1978 spielten erneut Hannelore Burosch und Sabine Röther, die gebürtige Rostockerin und Empor-Spielerin.

Ob es auch 2017 mit einer Medaille  für die „Ladies“ klappen wird?!  Vielleicht. Aber auch das Erreichen des Viertelfinals wäre bereits ein großer Erfolg. Alles andere ist dann eine mehr als erfreuliche  „Zugabe“.

 

Marko Michels