Deutsches Frauen-Bob-Team und deutsche Eishockey-Cracks ĂŒberzeugend

M.Jamanka/A.Drazek in Aktion. Mariama Jamanka wurde nun mit Lisa Buckwitz Olympiasiegerin in Pyeongchang. Foto: BSD/Sportpresse Reker

Dieser 21.Februar 2018 war ein denkwĂŒrdiger Tag fĂŒr den Eissport in Deutschland. Im Frauen-Zweier-Bob schafften Mariama Jamanka/Lisa Buckwitz das schier Unmögliche und gewannen tatsĂ€chlich die olympische  Goldmedaille bei den Spielen in Pyeongchang vor den favorisierten nordamerikanischen Bobs.

Zweite, mit nur sieben Hundertstel RĂŒckstand, wurde das US-Duo Elana Meyers Taylor/Lauren Gibbs. Elana Meyers Taylor hatte zuvor bereits Olympia-Silber 2014 und Olympia-Bronze 2010 erkĂ€mpft. Auf Rang drei kam die beste olympische Bobfahrerin „aller Zeiten“ Kaillie Humphries (zusammen mit Phylicia George), die 2010 und 2014 jeweils Gold errungen hatte.

Noch jung bei WM und Olympia: Frauen-Bobsport

Der Frauen-Bobsport ist – bezĂŒglich der WM- und Olympia-Historie – noch relativ jung. Erst 2000 gab es die ersten offiziellen WM in Winterberg und die Premieren-Weltmeisterinnen kamen aus Deutschland: Gabriele Kohlisch/Kathleen Hering. Bei den bisherigen vierzehn Welt-TitelkĂ€mpfen ist Deutschland mit achtmal Gold auch am erfolgreichsten, gefolgt von den USA bzw. Kanada mit jeweils zweimal Gold und der Schweiz bzw. Großbritannien mit jeweils einmal Gold.

In das olympische Programm wurde der Frauen-Bobsport 2002 aufgenommen. Damals war das US-Duo Jill Bakken/Vonetta Flowers die Nummer eins. Sandra Kiriasis/Anja Schneiderheinze waren fĂŒr Schwarz-Rot-Gold dann bei Olympia 2006 erfolgreich. Dann folgte die Ära Kaillie Humphries (2010, 2014) und nun konnten aus deutscher Sicht Mariama Jamanka/Lisa Buckwitz jubeln.

Übrigens: Die ehemalige Kugelstoßerin des SC Neubrandenburg, Petra Lammert, brillierte auch im Bob. Vor sechs Jahren, 2012, war sie jeweils Zweite bei den EM und WM mit Sandra Kiriasis.

Vom Frauen-Bobsport zum Herren-Eishockey

Symbolfoto – Eishockey

Jubeln konnten am 21.Februar 2018 auch die deutschen Eishockey-Cracks, die sensationell im Viertelfinaleden amtierenden Weltmeister Schweden mit 4:3 nach VerlĂ€ngerung bezwangen. Dieses ist der grĂ¶ĂŸte olympische Erfolg nach der Bronze-Medaille 1932 und der Bronze-Medaille 1976. Jedoch: 1932 in Lake Placid handelte es sich nur um ein Vierer-Turnier mit Kanada, den USA, Deutschland und Polen, das in der besagten Reihenfolge endete.

Beim Olympia-Turnier 1976 in Innsbruck fehlten Kanada und Schweden. Seinerzeit wurde Deutschland hinter der Sowjetunion bzw. der Tschechoslowakei nur wegen des marginal besseren TorverhÀltnisses Dritter vor Finnland.

21 x waren/sind deutsche Teams bei Winter-Olympia am Start. Das erste olympische Eishockey-Spiel hatte eine deutsche Mannschaft vor 90 Jahren, am 12.Februar 1928 wĂ€hrend der II.Olympischen Winterspiele 1928 in Sankt Moritz. Die Begegnung gegen Österreich endete 0:0. 1932 folgte Rang drei, 1936 Rang fĂŒnf, 1952 Rang acht, 1956 Rang sechs, 1960 Rang sechs, 1964 Rang sieben, 1968 Rang sieben (Westdeutschland) bzw. Rang acht (die DDR mit den Rostockern Bernd Karrenbauer, Dietmar Peters und Peter Prusa), 1972 Rang sieben und 1976 Rang drei.

1980 landete das deutsche Team nur auf Rang zehn. Jeweils gute fĂŒnfte RĂ€nge gab es 1984 und 1988. Vier Jahre spĂ€ter, 1992, schied die deutsche Auswahl im Viertelfinale unglĂŒcklich gegen Kanada aus. 1994 wurde Rang sieben erreicht. Danach lief es fĂŒr die deutschen Mannschaften bei Winter-Olympia nicht mehr optimal: 1998 Rang neun, 2002 Rang acht, 2006 Rang zehn, 2010 Rang elf und 2014 der Absturz auf Rang fĂŒnfzehn.

Und anno 2018 steht die deutsche Auswahl im Halbfinale gegen Kanada (zweites Halbfinale: Russland gegen Tschechien)


Alles ist möglich!

 

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