Die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele in der Rückblende

Die XXIII. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang im Februar 2018 rücken immer näher. Die Winter-Sportlerinnen und -Sportler sind bereits im „Wettkampf-Modus“ oder starten im November bzw. Anfang Dezember in ihre Weltcup-Konkurrenzen, die wichtige sportliche Gradmesser für die Winterspiele 2018 sind.

Noch bleibt für wintersportive Rückblicke etwas Zeit…

MV-SPORT blickt auf die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 in Innsbruck, in Seefeld und in Kühtai zurück

Sportliche Kalenderblätter vom Januar 2012

22.Januar 2012: Olympische Jugend-Winterspiele 2012 feierlich beendet / Spiele endeten mit sportlicher Sensation aus deutscher Sicht … / „Team Germany“ wurde erfolgreichste Nation / Franziska Preuß – erfolgreichste Jugend-Olympionikin der Spiele 2012 / Letztes Gold der Spiele an finnische Eishockey-Jungen

Die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele wurden am heutigen Abend des 22.Januar 2012 feierlich beendet. Das olympische „Jugend-Feuer“ wurde nun an den Austragungsort der nächsten Olympischen Jugend-Winterspiele Lillehammer, das schon die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 1994, weiter gereicht.

Für die jungen deutschen Athletinnen und Athleten endeten jedoch die Spiele 2012 in Innsbruck und Umgebung mit einem sensationellen Erfolg: Mit 8 x Gold, 7 x Silber und 2 x Bronze wurde das deutsche Team die erfolgreichste Nation.

Dreifach vergoldet 2012: Biathletin Franziska Preuss. Foto: Deutscher Skiverband

Zwei Mädchen, Biathletin Franziska Preuß und Skispringerin Katharina Althaus, schrieben dabei deutsche Jugend-Sportgeschichte.

Alle, ob Skisportler, Rennrodler, Skeleton-Fahrer, Ski-Freestyler, Eishockeysportlerinnen, Eisläufer, Biathleten, sorgten für klasse Resultate aus deutscher Sicht. Medaillen und vordere Platzierungen zeigen: Deutschland ist auch bei den 14- bis 18jährigen eine Top-Wintersport-Nation!

Aber die letzte Entscheidung der 2012er Spiele fand – ausnahmsweise – ohne deutsche Beteiligung statt. Das Finale im Eishockey-Turnier der Jungen verlief dabei außerordentlich dramatisch. Erst im Penalty-Schießen gelang Finnland der Sieg über Russland mit 2:1.

Insgesamt waren die Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 ein großartiger Erfolg für den Welt-Jugendsport. Der olympische Traum, die olympische Idee wurden in Innsbruck und Umgebung eindrucksvoll zelebriert!

Die österreichischen Gastgeberinnen und Gastgeber konnten gelungene Spiele, die mitrissen und begeisterten, präsentieren.

Und: Die deutschen Athletinnen und Athleten sorgten mit ihren Leistungen, mit ihrem Auftreten und mit ihrem Engagement dafür, dass der olympische Traum nicht nur zelebriert, sondern anno 2012 auch realisiert wurde!

Bis Lillehammer 2016!

Der inoffizielle Medaillenspiegel der Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 / Top Ten (Land-Gold-Silber-Bronze)

1.Deutschland: 8-7-2 / 2.China: 7-4-4 / 3.Österreich: 6-4-3 / 4.Südkorea: 6-3-2 / 5.Russland: 5-4-7 / 6.Niederlande: 4-1-2 / 7.Schweiz: 3-0-5 / 8.Japan: 2-5-9 / 9.Norwegen: 2-5-2 / 10.USA: 2-3-3

(Anmerkung: Insgesamt erkämpften 30 Länder Medaillen, 20 davon ebenfalls Goldmedaillen. Es gab drei Wettbewerbe mit Teilnehmern aus verschiedenen Nationen, die ein gemeinsames Team bildeten. mm)

21.Januar 2012: Olympische Jugend-Winterspiele 2012 / Deutsches Team mit überragendem Endspurt / Drittes Gold für Franziska Preuß – Franziska die überragende Athletin der Spiele / Zweimal Gold für Deutschland im Skeleton / Skispringerin Katharina Althaus nach Einzel-Silber nun Team-Gold / Deutsche Mannschaft mit achtmal Gold

Franziska Preuß, Jahrgang 1994, ehemalige Leichtathletin, ist die überragende Athletin bei den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen. Nach den Goldmedaillen im Sprint und mit der Staffel sowie der Silbermedaille in der Verfolgung gab es für Franziska in der Mixed-Staffel Biathlon/Skilanglauf am vorletzten Tag der Spiele das dritte Gold. In der Besetzung Franziska Preuß, Victoria Carl, Maximilian Janke und Christian Stiebritz verwies das deutsche Quartett Russland und die USA auf die anderen Medaillen-Plätze.

Franziska gewann somit nicht nur die erste Goldmedaille bei Olympischen Jugend-Winterspielen, nein, sie war sogar die erfolgreichste „Goldschürferin“ in Innsbruck und Umgebung überhaupt!

Skispringerin Katharina Althaus mit Einzel-Silber und Team-Gold. Foto: Deutscher Skiverband

Fast ähnliche (medaillenträchtige) Höhenflüge gab es für die erst 15jährige Skispringerin Katharina Althaus. Erst trug Katharina die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier, dann erkämpfte sie mit Silber keine 14 Stunden später die erste Medaille für Deutschland bei Olympischen Jugend-Winterspielen und nun erkämpfte die junge Dame mit Tom Lubitz und Andreas Wellinger auch die Goldmedaille im Mixed-Team-Wettbewerb Skispringen/Nordische Kombination – vor Slowenien und Kanada. Chapeau, Katharina, die „Kleine“ (1,55 Meter) ganz, ganz groß!

Bronze für Eishockey-Mädchen

Ganz groß waren auch die deutschen Eishockey-Mädchen beim Eishockey-Turnier. Sie wurden hervorragende Dritte – hinter den Schwedinnen und Österreicherinnen.
Bei den Jungen spielen Russland und Finnland um Gold, nachdem die Finnen „Team Canada“ im Halbfinale mit 2:1 bezwangen und Russland die USA mit 5:2. Bronze ging nach einem 7:5 Erfolg über die USA an „die Ahornblätter“.

Einen besonderen Wettkampf gab es am vorletzten Wettkampftag der Winterspiele auch im Eiskunstlaufen. Der Team-Wettbewerb, bei dem jeweils eine Einzel-Läuferin, ein Einzel-Läufer und ein Paar – aber aus unterschiedlichen Nationen (!) – in „einem Quartett“ antreten, wurde vom Team USA/Japan/Weißrussland gewonnen. Eiskunstläuferin Jordan Bauth stammt aus den USA, Shoma Uno aus Japan und Eugenija Tkaschenka/Juri Gulitski aus Weißrussland. Bei diesen Winterspielen ist es ohnehin (fast) egal, wohin die Medaillen gehen, das Miteinander, die olympische Idee und das Knüpfen neuer Freundschaften stehen um so mehr im Vordergrund.

Allerdings: Es wäre pharisäerhaft zu behaupten, dass Medaillen „überhaupt nicht“ zählen – da werden einige Funktionäre, Sportpolitiker und auch Medien-Vertreter etwas genauer hinsehen …

Erfolge für China, die Niederlande und Korea im Eislaufsport

Im Eisschnelllaufen kam der Yang Fan zu dreimal Gold, die Südkoreanerin Jang Mi und die Niederländerin Sanneke de Neeling zu zweimal Gold.

Im Short Track der Damen avancierte Shim Suk-hee aus Südkorea zur besten Starterin mit 2 x Gold (Einzel-Strecken) und 1 x Bronze in der Staffel mit ihrem Mitstreitern aus Frankreich und Russland bzw. ihrer Mitstreiterin aus Österreich. Auch die einzelnen Staffel-Mannschaften wurden international besetzt. Die Sieger-Staffel kam aus Südkorea (Park Jung-hyun), China (Liu Xiucheng, Xu Aili) und Großbritannien (Jack Burrows). Elsabeth Witt belegte mit ihren Team-Kollegen aus den USA, Taiwan und Japan Rang vier.

Im Skeleton gab es deutsche Siege bei den Jungen und Mädchen. Sebastian Bernerker gewann bei den Jungen vor Stefan Richard Geisler aus Österreich und Corey Gillies aus Kanada. Jacqueline Lölling hingegen errang Gold bei den Mädchen vor der Österreicherin Carina Mair und der Kanadierin Carli Brockway.

Österreich bei den Alpinen sehr erfolgreich

Im alpinen Skisport gingen die 9 Goldmedaillen an Österreich (3), Frankreich (2), Marokko, die Schweiz, die Slowakei und Schweden (je eine).

Im Skilanglauf hieß es nach Abschluß der Wettkämpfe (Einzel-Entscheidungen) zwischen Russland und Norwegen 2:2.

In den Snowboard-Konkurrenzen holten sich Kanada (je zwei) und die USA und Japan (je eine) die Goldmedaillen. Im Zweierbob konnte Italien bei den Jungen siegen und die Niederländerinnen bei den Mädchen.

Übrigens: Unweit von Innsbruck, in Sankt Moritz, gewann ein gebürtiger Anklamer, Jahrgang 1985, den Weltcup im Zweierbob. Marko Hübenbecker triumphierte gemeinsam mit Maximilian Arndt. Dabei belegte Marko bereits zweimal den ersten Platz im Europacup 2009/10 im Zweierbob, war in der damaligen Saison auch Gesamt-Zweiter des Europacups im Zweier-Bob und belegte bei den Junioren-WM im Vierer-Bob 2010 Rang vier. Im letzten Jahr, 2011, wurde er Junioren-Weltmeister im Zweier-Bob.

Tja, auch die Mecklenburger und Vorpommern haben ein „Faible“ für den Wintersport.

Ganz Deutschland kann und darf sich jedoch über das erfolgreiche und sympathische Auftreten der jungen Athletinnen und Athleten in Innsbruck freuen!

20.Januar 2012: Die Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 im Endspurt / China führt im Medaillenspiegel zwei Tage vor Abschluß der Wettbewerbe / Deutschland auf Rang fünf

Die Olympischen Winter-Jungendspiele in Innsbruck und Umgebung gehen mit dem heutigen 20.Januar in den Schlussspurt. Nach 44 von 63 Entscheidungen führen die Jungen und Mädchen aus China mit 6 x Gold (14 Medaillen) vor Südkorea mit 6 x Gold (10 Medaillen), Russland mit 5 x Gold (11 Medaillen), Österreich mit 5 x Gold (7Medaillen), Deutschland mit 4 x Gold (10 Medaillen), Japan mit 2 x Gold (14 Medaillen) und Frankreich mit 2 x Gold (9 Medaillen) den inoffiziellen Medaillenspiegel an.

Resümee – Rennrodeln/Biathlon

Die Wettbewerbe im Biathlon und im Rennrodeln wurden bereits beendet. In beiden Sportarten waren die deutschen Mädel und Jungen die Besten. Die Medaillenwertung im Rennrodeln ging an Deutschland mit 1 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze vor den USA und Österreich mit je 1 x Gold, 1 x Bronze, Italien mit 1 x Gold und Lettland mit 1 x Silber, 1 x Bronze. Christian Paffe sorgte dabei für deutsches Gold im Jungen-Einsitzer.

Den Team-Wettbewerb entschieden die USA mit Summer Britcher, Tucker West und Ty Anderson/Pat Endmunds vor Deutschland mit Saskia Langer, Christian Paffe und Tim Brendl/Florian Funk für sich.

Im Biathlon hatte „Team Germany“ zwar keine „Gold-Lena“, dafür aber eine „Gold-Franzi“.

Franziska Preuß gewann im Sprint und in der Staffel jeweils Gold. In der Verfolgung erkämpfte Franziska Silber. In der Verfolgung bei den Jungen distanzierte Niklas Homberg den Esten Rene Zahkna und den Chinesen Cheng Fangming, der den Sprint für sich entschieden hatte.

In der Medaillenwertung im Biathlon war Deutschland die Top-Nation mit 3 x Gold, 1 x Silber vor China und Russland mit jeweils 1 x Gold, 1 x Bronze, Estland mit 2 x Silber, Kasachstan mit 1 x Silber, 1 x Bronze, Norwegen mit 1 x Silber und Frankreich mit 2 x Bronze.

Zwischen Eisschnelllaufen und Snowboard

Im Eisschnelllaufen (Massenstart) waren der Chinese Yang Fan, der damit sein drittes Gold erkämpfte, und die Niederländerin Sanneke de Neeling nicht zu schlagen. In den Einzelwettbewerben im Short Track waren die jungen Südkoreanerinnen und Südkoreaner eine Klasse für sich. Alle vier Goldmedaillen gingen an Südkorea. Vielleicht gibt es in den Staffel-Entscheidungen ja Überraschungen … Bei den Mädchen konnte sich Shim Suk-hee (Südkorea) zwei Goldmedaillen sichern.

Verwegene Entscheidungen stehen in Innsbruck ebenfalls auf dem Programm. So wurden Medaillen auch in den Einzel-Wettbewerben bei Mädchen und Jungen vergeben, wobei die Kriterien Laufbeweglichkeit, Härtester Schuss, Passgenauigkeit und Puckbeherrschung waren.

Bei den Jungen ging Gold an Augusts Valdis Vasilonoks aus Lettland vor Attila Kovacs aus Ungarn und Seiya Furukawa aus Japan. Bei den Mädchen durfte Julie Zwarthoed aus den Niederlanden vor Fanni Gasparics aus Ungarn und Sharnita Crompton aus Australien jubeln …

Die Entscheidungen bei den Teams stehen für die Schlusstage auf dem Programm.

Im Snowboard war Kanada das bislang beste Team mit zweimal Gold.
Gerade „Team Canada“ ist gegenwärtig jedoch nicht nur zum Jubeln zumute. Es trauert um Sarah Burke. Die 29jährige Athletin (Ski-Freestyle), die bereits als Teenager sehr erfolgreich war, erlitt am 10.Januar in Park City einen Trainingsunfall, an dessen Folgen sie am 19.Januar verstarb. Die Weltmeisterin, fünffache Weltcup-Siegerin und zweifache Gesamt-Weltcup-Siegerin/Halfpipe war die Gold-Favoritin für Sotschi 2014.

Es geht ins Finale der Spiele …

Im Skilanglauf steht es nach den vier Entscheidungen bis zum 20.Januar 2:2 zwischen Russland und Norwegen.

Im Mannschaftswettbewerb im Curling erkämpfte die Schweiz die Goldmedaille vor Italien und Kanada.

Ansonsten sind wichtige Höhepunkte am 21./22.Januar bei den Olympischen Jugend-Winterspielen noch die Entscheidungen im Zweier-Bob, im Team-Wettbewerb des Skispringens, in der Mix-Staffel Biathlon/Skilanglauf und im Curling.

Möglicherweise gibt es ja noch die eine oder andere Medaille für die deutsche Mannschaft?!

17.Januar 2012: Medaillenregen für deutsches Team bei den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen der Sportgeschichte / Gold im Biathlon und im Rennrodeln

 

Skispringer Andreas Wellinger mit Team-Gold 2012. Foto: Deutscher Skiverband

Nach dem 4.Tag der ersten Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 in Innsbruck und in Seefeld mit knapp 1100 Athletinnen und Athleten aus 67 Ländern konnten die jungen deutschen Athletinnen und Athleten bereits acht Medaillen gewinnen.

Nach der ersten Medaille mit Silber im Skispringen dank Katharina Althaus gab es am 15.Januar das erste Gold bei Olympischen Jugend-Winterspielen für Deutschland überhaupt – für Franziska Preuß in der Sprint-Entscheidung im Biathlon am 15.Januar vor der Kasachin Galina Wischnewskaja und der Russin Uljana Kaischewa.

Einen Tag später kam Niklas Homberg zu Gold in der Verfolgung vor Rene Zahkna aus Estland und Cheng Fangning aus China. Biathlon-Gold-Mädel Franziska Preuß konnte zu Gold im Sprint noch Silber in der Verfolgung holen.

Auch die jungen deutschen Rennrodlerinnen und Rennrodler dominierten. Christian Paffe erkämpfte Gold im Jungen-Einsitzer, Toni Gräfe wurde Dritter. Silber errangen zudem der Doppelsitzer Tim Brendl/Florian Funk und im Mädchen-Einsitzer Saskia Langer.

Damit liegt das deutsche Team nach 19 von 63 Entscheidungen auf Platz eins des inoffiziellen Medaillenspiegels.

19.Januar 2012: Im Blickfeld: Die Olympischen Winter-Jugendsportspiele 2012 / Nachgefragt bei Stefan Sternberg, Vorsitzender der Sportjugend M-V / Viertes Gold für das deutsche Team durch die Biathlon-Staffel am 19.Januar

Seit 13.Januar 2012 (noch bis 22.Januar 2012) lodert das olympische Feuer der ersten Olympischen Jugend-Winterspiele der Sportgeschichte über Innsbruck und Seefeld. Am Start sind rund 1100 Athletinnen und Athleten – im Alter von 14 bis 18 Jahren – aus 70 Ländern, die in 63 Entscheidungen des Wintersportes um Medaillen und ein freundschaftliches Miteinander wetteifern.

Nach über der Hälfte der Entscheidungen (37 von 63) erkämpften junge Athletinnen und junge Athleten aus China (6 x Gold, 3 x Silber, 3 x Bronze), Russland (5 x Gold, 2 x Silber, 4 x Bronze), Österreich (5 x Gold, 2 x Bronze), Deutschland (4 x Gold, 5 x Silber, 1 x Bronze) und Südkorea (4 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze) die meisten Medaillen.

Nach den Goldmedaillen von Franziska Preuß (Biathlon), Niklas Homberg (Biathlon) und Christian Paffe (Rennrodeln) gab es am 19.Januar das vierte Gold für Deutschland durch die Biathlon-Staffel (Franziska Preuß, Laura Hengelhaupt, Maximilian Janke, Niklas Homberg).

Vor Ort, vom 12.Januar bis 15.Januar, war auch Stefan Sternberg, der Vorsitzende der Sportjugend M-V.

Wie waren dessen Eindrücke und Erlebnisse in Innsbruck?!

M.M. fragte nach …

„Sehr, sehr beeindruckende Jugend-Winterspiele …“

Frage: Sie weilten einige Tage vor Ort bei den Olympischen Jugend-Winterspielen. Wie lautet Ihr Resümee dieses Aufenthaltes?

Stefan Sternberg: Mein erster Eindruck als Nordlicht war natürlich: Wow, so viel Schnee … … Mein Resümee ist absolut positiv. Ich durfte strahlende und motivierte Sportler aus 70 Nationen erleben und „das Brennen des olympischen Feuers in vielen Herzen“. Ich würde mir so eine Jugendveranstaltung auch sehr gerne in Deutschland anschauen, zum Beispiel in Oberhof.

Frage: Wie war die Stimmung vor Ort? Lief organisatorisch alles reibungslos?

Stefan Sternberg: Es war absolut durchorganisiert, wie man es von den „großen“ Olympischen Spielen gewohnt ist. Die Österreicherinnen und Österreicher haben es verstanden, durch das Einbinden Winterspiele von 1964 und 1976 und deren landestypischer Tradition des Wintersportes zu überzeugen und einen besonderen Rahmen geschaffen. Für die ersten Winterspiele im Jugendbereich sehr, sehr beeindruckend.

Frage: Welche Wettkämpfe beeindruckten Sie besonders? Die 15jährige Katharina Althaus holte ja die erste Medaille für Deutschland am zweiten Tag der Spiele …

Stefan Sternberg: Leider war es mir nicht möglich, in der kurzen Zeit sehr viele Wettkämpfe zu besuchen, doch über unsere erste Medaille als Bundesrepublik haben wir uns als Mitglieder der ständigen Konferenz der einzelnen Landessportjugend-Organisationen sehr gefreut. Wenn gleich ich mich für jeden jungen Sportler freue der hier eine Medaille für sein Heimatland gewinnen konnte oder kann!

Frage: Was den Wintersport in M-V betrifft, so sind interessierte junge Sportenthusiasten beim ESV Turbine Rostock (Short Track), beim Rostocker Eiskunstlauf-Verein oder bei den verschiedenen Skisportvereinen in Schwerin, Rostock oder auf Usedom bestens „aufgehoben“.

Welchen Stellenwert hat der Wintersport für den Sportnachwuchs in unserem Bundesland?

Stefan Sternberg: Aus Sicht der Sportjugend M-V steht in aller erster Linie der Sport an sich im Vordergrund. Das sportive Bewegen von jungen Menschen und das Begeistern für die unterschiedlichen Sportarten ist unser Anliegen. Mir steht es nicht zu, den Stellenwert zu bewerten, dennoch ist der Wintersport bei uns im Norden ein kleiner Exot mit viel Kraft und Erfolgen.

Letzte Frage: Welche Impulse für den Kinder- und Jugendsport haben nach Ihrer Einschätzung die Olympischen Jugend-Winterspiele – für Deutschland und „die Welt“?

Stefan Sternberg: Ich denke, die Impulse wird man erst Schritt für Schritt sehen, dieser neue olympische Gedanke muss wachsen. Das sieht man allein am doch begrenzten Medieninteresse in Deutschland. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir noch einiges von den olympischen Jugendspielen hören werden. Solche Veranstaltungen sollen motivieren, bewegen und Mut zur Teilhabe geben.

Ich bin motiviert und sehe unser Bundesland auf dem richtigen Weg.

Dann weiterhin gutes Schaffen!

Marko Michels