Die Rostocker Short Trackerin Leonie Herzog über ihre Teilnahme am Deutschen Olympischen Jugendlager in Pyeongchang 2018

Teilnehmer des Deutschen Olympischen Jugendlagers in Pyeongchang 2018. Mit dabei Leonie Herzog vom ESV Turbine Rostock. Foto: Deutsche Olympische Akademie

Seit mittlerweile gut einem Vierteljahrhundert ist Short Track, der Kurzbahn-Eischnelllauf, olympisch. In Albertville 1992 stand diese interessante Eissportart erstmal auf dem olympischen Programm, nachdem es 1988 in Calgary bereits olympisch demonstriert wurde.

Rostock mit Short Track-Tradition

Rostock hat dabei bekanntlich ohnehin eine besondere olympische Tradition im Hinblick auf Short Track: So waren die bisherigen Olympionikinnen und Olympioniken im Short Track des ESV Turbine Rostock Katrin Weber, Jahrgang 1976, bei Winter-Olympia 1998, Anne Eckner, Jahrgang 1979, bei Winter-Olympia 1998, Arian Nachbar, Jahrgang 1977, bei Winter-Olympia 1998, 2002 sowie 2006, Ulrike Lehmann, Jahrgang 1982, bei Winter-Olympia 2002, Andre Hartwig, Jahrgang 1983, bei Winter-Olympia 2002 sowie 2006 und Aika Klein, Jahrgang 1982, bei Winter-Olympia 2002, 2006 und 2010. Moritz Kreuseler startete zudem bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 in Lillehammer.

In Pyeongchang, bei den kommenden Winterspielen im Februar 2018, wird leider keine Short Trackerin bzw. kein Short Tracker aus Rostock sportlich aktiv vor Ort sein.

Allerdings wird Leonie Herzog, Jahrgang 2000, wohnhaft in Admannshagen und Mitglied des ESV Turbine Rostock, am Deutschen Olympischen Jugendlager in Pyeongchang teilnehmen.

MV-SPORT fragte nach

„Am Zusammenspiel aus Geschwindigkeit und Action begeistert…“

Leonie Herzog über ihre baldige Teilnahme am Deutschen Olympischen Jugendlager in Pyeongcang 2018, ihre damit verbundenen Erwartungen, ihre Faszination für den Short Track-Sport, die sportlichen Ambitionen und weitere Aktivitäten

Frage: Leonie, Du bist Teilnehmerin am Deutschen Olympischen Jugendlager in Pyeongchang 2018. Wie kam es dazu? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Welche Erwartungen hast Du an Pyeongchang?

Leonie Herzog: Ich habe den Aufruf für das Deutsche Olympische Jugendlager 2018 in der Sportzeitung vom Landessportbund gelesen. Mich spricht das Konzept sehr an, da man hinter die Kulissen von den Olympischen Spielen schauen kann. Außerdem war bereits eine Klassenkameradin (Leichtathletin Manja Sachs vom 1.LAV Rostock) beim Deutschen Olympischen Jugendlager in Rio de Janeiro dabei. Daraufhin habe ich den Bewerbungsbogen ausgefüllt und mich damit beworben. Im August erhielt ich dann die Zusage, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Was die Erwartungen betrifft, stelle ich mir vor, dass ich viele neue Menschen und eine neue Kultur kennenlerne. Ich möchte gerne olympische Erfahrungen sammeln, die Stimmung und das gesamte Drumherum erleben, neue Sportarten sehen und vielleicht auch ausprobieren. Außerdem möchte ich mich gerne mit den anderen Jugendlichen und natürlich Spitzensportlern austauschen.

Frage: Rostock ist neben Dresden ja eine Short Track-Hochburg in Deutschland? Wie gelangtest Du zum Short Track? Was ist das Faszinierende an dieser Sportart für Dich?

Leonie Herzog: Als ich sieben Jahre alt war habe ich mir mit meiner Familie einen Wettkampf der Short Tracker in der Eishalle Rostock angesehen und war von der Sportart sehr angetan. Ich war sehr fasziniert und wollte sofort selbst mit Short Track anfangen. Mich begeistert an der Sportart das Zusammenspiel aus Geschwindigkeit und Action. Zudem macht die Seltenheit des Sportes diesen zu etwas Besonderem in meinen Augen. Mir gefällt es sehr gut, dass das Training sehr abwechslungsreich und eine Mischung aus Eis-, Roll-, Rad- und Athletik-Training ist.

Frage: Welche sportlichen Ambitionen hast Du in puncto Short Track? Hast Du Winter-Olympia 2022 in Peking im Blick?

Leonie Herzog: Mein Ziel für diese Saison ist es, bei der Deutschen Meisterschaft gut abzuschneiden und noch neue Bestzeiten zu erlaufen. Was die Winterspiele 2022 betrifft: Nein, olympische Teilnahme-Ambitionen habe ich nicht, dafür müsste ich jetzt schon auf einem höheren Niveau laufen. Außerdem steht 2019  bei mir das Abitur an, wodurch ich wahrscheinlich nicht mehr so viel trainieren kann.

Frage: Wie verlief das Short Track-Jahr 2017 ansonsten für Dich?

Leonie Herzog: Im März waren die Deutschen Meisterschaften in Chemnitz, bei denen ich über die 500 Meter überraschenderweise ins A-Finale kam und den vierten Platz belegte.  In der Gesamtwertung belegte ich dann den fünften Platz, womit ich sehr zufrieden war. Diese Saison läuft bisher durchwachsen, ich möchte aber beim nächsten Wettkampf noch einmal voll angreifen.

Letzte Frage: Wie sieht Dein Leben neben dem Short Track-Sport aus?

Leonie Herzog: Ich gehe in die zwölfte Klasse auf eine Sportschule und trainiere wöchentlich achtzehn Stunden, da bleibt nicht mehr viel Freizeit. Wenn ich dann aber doch gelegentlich ein wenig freie Zeit habe, nehme ich mir diese für Freunde oder entspanne einfach einmal zu Hause.

Vielen Dank, dann weiterhin alles erdenklich Gute und maximale Erfolge!

Die Fragen stellte: M.Michels.