Dominanz der USA bei den Herren und der DDR bei den Frauen

Vor mehr als 40 Jahren, fast schon 41 Jahren, vom 18.Juli bis 25.Juli 1976, fanden die olympischen Schwimm-Wettkämpfe der 21.Olympischen Spiele der Neuzeit in Montreal statt. Jeweils 13 Wettbewerbe für die Damen sowie die Herren standen auf dem Programm und die insgesamt 26 Entscheidungen entwickelten sich zu einer USA-DDR-Meisterschaft mit internationaler Beteiligung.

USA und DDR dominierend

Bei den Herren erkämpften die USA zwölf der dreizehn Goldmedaillen und bei den Frauen sicherte sich die DDR elf der dreizehn Olympiasiege. Das amerikanische Schwimm-Team schaffte 34 Medaillen, darunter 13 x Gold. Die DDR errang immerhin 19 x Edelmetall, darunter 11 Erfolge.

Für den schwimmsportlichen „Rest der Welt“ 1976 blieben 25 Medaillen. Die Sowjetunion holte neun Medaillen, Kanada acht Medaillen, Großbritannien drei Medaillen, Westdeutschland bzw. die Niederlande jeweils zwei Medaillen und Australien eine Medaille.

Je einmal Gold an die UdSSR und Großbritannien

Lediglich über die 200 Meter-Bruststrecken bei den Damen und Herren gab es keine USA- bzw. DDR-Erfolge. Marina Koschewaja aus der Sowjetunion siegte bei den Frauen und David Wilkie aus Großbritannien bei den Herren.

Ansonsten gab es ein „langweiliges“ USA-DDR-Einerlei. Da ist es auch wenig überraschend, dass die erfolgreichste Schwimmerin 1976 aus der DDR stammte, Kornelia Ender mit 4 x Gold, 1 x Silber, und der erfolgreichste Schwimmer 1976 ein US-Amerikaner war, John Naber mit ebenfalls 4 x Gold, 1 x Silber.

Die DDR-Schwimmerinnen mußten neben der „verlorenen“ Goldmedaille über die 200 Meter Brust noch eine weitere Niederlage hinnehmen: Über die 4 x 100 Meter Freistil setzte sich die USA-Damen-Staffel durch.

Australien nur mit einer Medaille

Die Schwimmsport-Nation Australien begnügte sich in Montreal 1976 mit einmal Bronze durch Stephen Holland über die 1500 Meter Freistil. Ungarn, Frankreich, Italien, Japan oder Schweden gingen komplett leer aus. Der für die UdSSR startende Litauer Arvydas Juozaitis holte über 100 Meter Brust die Bronze-Medaille. Dieses Edelmetall erreichte auch der ebenfalls für die UdSSR antretende Ukrainer Wladimir Raskatow über die 400 Meter Freistil. Die Ukrainerin Marina Jurtschenija wurde zudem hinter der Russin Marina Koschewaja Zweite über die 200 Meter Brust.

Gebürtige Schwerinerinnen mit 5 Medaillen

Schwimmerinnen aus dem heutigen M-V konnten 1976 ebenfalls Medaillen erkämpfen, so die gebürtige Schwerinerin Andrea Pollack (SC Dynamo Berlin) mit 2 x Gold (200 Meter Schmetterling bzw. 4 x 100 Meter Lagen) sowie 2 x Silber (4 x 100 Meter Freistil, 100 Meter Schmetterling) und die ebenfalls gebürtige Schwerinerin Rosemarie Gabriel (auch SC Dynamo Berlin) mit 1 x Bronze über 200 Meter Schmetterling. Rosemarie Gabriel wurde außerdem im Vorlauf über die 4 x 100 Meter Lagen in der DDR-Staffel eingesetzt. Diese gewann in der Besetzung Ulrike Richter, Hannelore Anke, Andrea Pollack und Kornelia Ender dann im Finale Gold.

Rekord-Festival in Montreal 1976

Insgesamt wurden in Montreal 1976 „sage und schreibe“ 22 neue Weltrekorde und 25 olympische Rekorde im Schwimm-Becken aufgestellt. Allerdings: In den 1970ern hatte Doping weltweit Hoch-Konjunktur, obwohl es heute nicht wesentlich besser ist…

471 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 51 Ländern starteten bei den 21.Olympischen Spielen in Montreal.

Exkurs: Schwimmsportliche Wettkämpfe in M-V im Juli 2017

Auch aktuell und  hierzulande geht es schwimmsportlich „zur Sache“. Vom 14.Juli bis 15.Juli findet der 21.Internationale DLRG-Cup im Rettungsschwimmen vor Warnemünde statt. Am 15.Juli wird zudem das 19.Olympia-Schwimmfest in der Rostock Neptunschwimmhalle ausgetragen. Einen Tag später, am 16.Juli, folgen an gleicher Stelle die Wettkämpfe um den  Landespokal M-V. Und am 22.Juli „ruft“ das 15.EURAWASSER-Warnow-Schwimmen (Das 13.Schweriner Schloss-Schwimmen gibt es übrigens am 13.August).

Der schwimmsportliche Jahreshöhepunkt, die 17.WM, „steigen“ ebenfalls im Juli 2017; vom 14.7. bis 30.7..

Text/Foto: Marko Michels