Radsport in klassischer Form…

Das zweite „Velo Classico“ ruft

Radsport ist ja in M-V im Trend. Gerade gewann das ehemalige Mitglied des „Track Cycling Teams M-V“, Miriam Welte, zusammen mit Kristina Vogel noch Bronze im Teamsprint, erkĂ€mpften die Schweriner Stefan Nimke bzw. Kai Kristian Kruse ebenfalls Bronze aber im Tandem-Zeitfahren bei den Paralympics, da warten schon die nĂ€chsten Radsport-Veranstaltungen hierzulande. Am 25.September gibt es das Jedermann-Radrennen in Schwerin und bereits am dritten September-Wochenende , am 17.September und 18.September, „steigt“ das „Velo Classico“ in Ludwigslust.

Was verbirgt sich hinter dieser Veranstaltung?

Nachgefragt bei Detlef Koepke, Organisator der Veranstaltung

C.Koepke zum „Velo Classico“ und die Botschaft dahinter

„Eine Hommage an die `gute alte Zeit` des Rennradfahrens, bei der auch viel `Heldenschweiss` verloren wird…“

Frage: „Die Velo Classico“ ruft… Was verbirgt sich nun explizit hinter dieser Rad-Veranstaltung? Wer hatte die Idee dazu?

Detlef Koepke: Ich habe selbst ein altes Stahlrennrad aus den 80-er Jahren und mit diesem nehme ich gelegentlich selbst an Ausfahrten mit klassischen RĂ€dern teil. WĂ€hrend einer Ausfahrt habe ich dann ĂŒber die Distanz von 110 Kilometern mit Manfred Galonski, der jetzt als „Botschafter der Velo Classico“ die Idee ĂŒberall in Europa verbreitet, ĂŒber ein Konzept philosophiert, wie wir uns eine derartige Veranstaltung vorstellen. Nachdem wir die Runde gefahren waren gab es nur noch die Frage: „Wird das jetzt auch umgesetzt, oder nicht?“ … Das Ergebnis war, dass es im vergangenen Jahr bei der ersten „Velo Classico“ schon  240 Starter gab, die mit klassischer Kleidung und tollen alten StahlrĂ€dern auf einem unserer drei Rundkurse teilnahmen.

Frage: Wie verlief die Vorbereitung auf die diesjÀhrige Veranstaltung?

Detlef Koepke: Wir befinden uns mit der Veranstaltung noch in den „Kinderschuhen“, obwohl wir sagen können, dass die letztjĂ€hrige Veranstaltung von der ganzen Rad-Presse in Deutschland sehr positiv wahrgenommen und auch positiv kommentiert wurde. Die Vorbereitungen sind sehr aufwendig, da sehr viel von einer professionellen Vorarbeit abhĂ€ngt.

Die „Velo Classico“ ist eine hochkarĂ€tige Rad-Veranstaltung in M-V, zu der auch in diesem Jahr wieder Teilnehmer aus dem europĂ€ischen Ausland kommen werden. Und auch diese Menschen wollen wir begeistern, so dass sie anderen von dieser Veranstaltung erzĂ€hlen.  Hier geht es allerdings nicht nur um das Radfahren, sondern auch um den kulinarischen Genuss, schöne Begegnungen und um Fachsimpeleien. FĂŒr Radsportler sicherlich ein schöne Veranstaltung zum Saison-Ausklang.

Unser Teile-Markt wĂ€chst und es kommen sogar HĂ€ndler mit klassischen Rennradtrikots aus Belgien. Um diese Veranstaltung „auf die Beine zu stellen“, braucht es eben  Ideen und Menschen, die mitmachen, so dass daraus allmĂ€hlich etwas Besonderes wird. Mit „Velo Classico“ wird es uns zunehmend auch gelingen, mehr Rad-Touristen nach MV zu holen, da wir dieses Ziel gemeinsam mit den TourismusverbĂ€nden im Visier haben.

Frage: Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie? Welche Altersklassen werden vertreten sein? Und wie ist der Streckenverlauf?

Detlef Koepke: In diesem Jahr erwarten wir schon ĂŒber 300 Teilnehmer und das Altersspektrum der Teilnehmer bewegt sich von 6 Jahren bis Ende 70. Ausgangspunkt der Rundkurse ist immer Ludwigslust. Von dort aus gibt es die 48 Kilometer lange „Geniesser-Runde“ nach Göhlen und Glaisin, die Liebhaberrunde, ĂŒber 89 Kilometer, durch die Lewitz nach Parchim, Grabow und schließlich unsere „Heldenrunde“ ĂŒber 150 km. Diese fĂŒhrt zuerst nach Schwerin, dann nach Crivitz, Parchim und Grabow und von dort wieder zurĂŒck nach Ludwigslust. Die „Helden“ mĂŒssen mit einem Klassiker mit Unterrohrschaltung antreten und moderne Klickpedale sind hier nicht zugelassen.

Bei der Streckenplanung haben wir einen schönen Mix aus asphaltierter Straße, Kopfsteinpflaster und auch unbefestigten Wegen. Die „Velo Classico“ ist ja auch eine Hommage an die „guten alten Zeiten“ des Rennradfahrens und da verlieren die Teilnehmer gern etwas „Heldenschweiß“.

Letzte Frage: Was ist das ganz Besondere an „Velo Classico“ aus Ihrer Sicht?

Detlef Koepke: Die „Velo Classico“ ist nicht nur in M-V etwas Aussergewöhnliches. Solch eine Veranstaltung gibt es bisher in Deutschland noch nicht und daher werden wir uns auch bemĂŒhen, hier etwas Einzigartiges aufzubauen. Die Region Mecklenburg-Schwerin mit ihren kulturellen SchĂ€tzen und schönen Rad-Routen durch die Lewitz passt hervorragend zum Stil der Veranstaltung. Radfahren hat viele Facetten und eine davon ist die „Velo Classico“. Am besten ist es sicherlich, dieses Flair einmal selbst zu erleben.

Vielen Dank, eine erfolgreiche „Velo Classico“ 2016 und weiterhin bestes Engagement fĂŒr den historischen Radsport!

Marko Michels

 

 

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