Königs Wusterhausen – Die 2. Bundesliga ging in ihre erst zweite Saison. Die Rostocker Goalballer schickten dieses Jahr gleich zwei PerspektivTeams ins Rennen. Das sich am Ende beide Teams im brandenburgischen Königs Wusterhausen für die Playoffs qualifizieren können, hätte man so wohl nicht erwartet. In der Staffel Ost der 2. Bundesliga spielten fünf Teams um die begehrten Medaillenränge.

Die beiden PerspektivTeams des RGC Hansa – Foto: Verein

Die Erste unterstreicht ihre Leistungsfähigkeit

Das erste PerspektivTeam, welches von Julian Bleifuß, Michelle Tiede, Charlotte Kaercher und Stan Sperlich besetzt wurde, konnte seine Rolle als Mitfavorit gerecht werden und siegte gegen die Zweite vom LE Sport Leipzig mit 11:1 und der BS Königs Wusterhausen mit 15:5. Nur gegen das Team vom Nationalspieler und Europameister Stefan Hawranke, dem Absteiger SSV Königs Wusterhausen, verkaufte man sich im 2. Abschnitt deutlich unter Wert und verlor nach einem 6:6 Halbzeitremis mit 10:20. Das vereinsinterne Duell gewannen sie zum Abschluss mit 13:8 und machten die Silbermedaille somit fix. „Unser Ziel war die Qualifikation für den Finalspieltag, dieses Ziel haben wir erreicht. Das sogar beide Mannschaften in Leipzig dabei sein können, verdanken wir einer sehr guten Defensivleistung in den meisten Spielen beider Mannschaften.“ resümierte Co-Trainer Heiko Prinz, der in KW für beide Teams verantwortlich war.

Zweites PerspektivTeam behält Nerven und darf am Ende feiern

Lisa Triebel, Jessica Dohne und Serhij Zoludev, der vergangenes Wochenende erstmals ein Sichtungslehrgang der deutschen U19-Nationalmannschaft besuchen durfte, mussten sich ohne Ersatzspieler durchbeißen und überzeugten durch ihren Zusammenhalt und Nervenstärke. Schon im ersten Spiel sollte es zum vorgezogenen Herzschlagfinale kommen. Gegen die BS Königs Wusterhausen legten die blau-weiß-roten einen überraschenden Auftakt hin. Mit 6:1 konnten sie die Hausherren überfallen. Doch dann kam der Einbruch und das Heimteam fand ins Spiel zurück. Mit dem überragenden Coach, Alexander Kobalz, an der Seite kamen die Brandenburger auf 6:7 heran. Doch das Team rund um Trainer Heiko Prinz, der in der Meisterschaft sein Debut auf der Bank feiern durfte, behielt die Ruhe und zeigte starke Nerven. Am Ende jubelten die Norddeutschen einen 10:6-Erfolg. Gegen den SSV KW mussten sie dann jedoch eine deutliche 1:11-Pleite einstecken. Die bekam Prinz aber offensichtlich schnell aus den Köpfen, so dass sie gegen die Leipziger alles klar machen konnten und einen 11:1-Kantersieg einfuhren. „Wir hatten uns vorgenommen, gegen Leipzig und gegen BS KW zu gewinnen. Diese Aufgaben haben wir sehr gut gelöst. Im Auftaktspiel grandios gestartet und nach einer kleinen Schwächephase super zurückgekämpft, im Spiel gegen Leipzig mit sehr guter Defensivarbeit einen Sieg mit Abbruch und nur 1 Gegentor.“zeigte sich Prinz stolz auf sein Team. Neben ihm feierte auch die neue Teammanagerin, Damaris Gräfe,ihr Debut für den RGC Hansa. Sie war bis Januar 2020 Teammanagerin bei den Rostock Seawolves.

Mit 12 Punkten ist der SSV Königs Wusterhausen Zweitligameister der Staffel Ost, gefolgt von den Rostocker Teams. Alle drei dürfen Anfang Juni zu den Bundesliga-Playoffs nach Leipzig. Dort treffen sie dann zusätzlich auf die Top 3 aus der Staffel West. Dort wird erst Ende März der letzte Spieltag ausgespielt.

Am 14. März startet in der Rostocker OSPA | Arena die 1. Goalball Bundesliga. Der RGC muss dort um 09:30 Uhr gegen die SGV Dresden, um 12:00 Uhr gegen den Vizemeister SSG Blista Marburg und um 15:15 Uhr gegen den LE Sport Leipzig. Am Donnerstag bezieht der RGC im Olympischen und paralympischen Trainingszentrum Kienbaum ein fünftägiges Trainingslager, um sich auf die Saison intensiv vorbereiten zu können.

 

Quelle: RGC Hansa e.V.