Rostock Seawolves stehen im ProA-Halbfinale

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stehen die ROSTOCK SEAWOLVES im Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. In einem dramatischen dritten Schlagabtausch mit den PS Karlsruhe LIONS behielten die Rostocker am Ostsee-Zeitung-Spieltag vor 2.250 Zuschauern in der StadtHalle Rostock dank eines starken Schlussviertels die Oberhand und bezwangen die Badener in der ÔÇťBest-of-FiveÔÇŁ-Serie mit 3-0. Tyler Nelson (18 Punkte) und Sid-Marlon Theis (16) waren die herausragenden Akteure auf Rostocker Seite. Bei den LIONS, die ersatzgeschw├Ącht mit nur sieben Spielern antraten, kam Ferdinand Zylka auf 25 Punkte, neun Rebounds und vier Steals.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen PS Karlsruhe LIONS 81:72 (36:40)

Rostock Seawolves LogoDie W├Âlfe starteten bissig ins Spiel, hielten das Tempo hoch, passten den Ball mit viel Geduld und arbeiteten intensiv im Rebound. Jordan Roland netzte nach einer Minute f├╝r drei Punkte ein und sein Team setzte sich mit 9:0 (5. Min) ab. Erst nach ├╝ber viereinhalb Minuten konnten die G├Ąste aus Karlsruhe die ersten Punkte an der Freiwurflinie erzielen. Nach dem zweiten Foul Rolands kam Tyler Nelson in die Partie und trug die Offensive. Im ersten Abschnitt kam der US-Guard allein auf neun seiner insgesamt 18 Z├Ąhler. Die SEAWOLVES f├╝hrten nach zehn Minuten mit 20:19.

Das zweite Viertel geh├Ârte den LIONS, die trotz ihrer Sieben-Mann-Rotation munter und frech aufspielten. Matt Moyer, Ferdinand Zylka und Stanley Whittaker schulterten die Karlsruher Offensive. Zylka warf die G├Ąste in der 18. Minute mit einem Dreier in F├╝hrung (31:34), die sie bis zur Pause nicht mehr hergaben (36:40).

Im dritten Viertel schenkten sich beide Teams weiterhin keinen Zentimeter. Es war eine Fortsetzung des Playoff-Fights vom Dienstag, wenngleich die M├╝digkeit im ein oder anderen Wurf erkennbar war. Nelson hielt sein Team im Rennen und verk├╝rzte in der 27. Minute per Dreier auf 45:46 (28. Min). Kurzzeitig konnten die W├Âlfe sogar die F├╝hrung zur├╝ckerobern nach einem lehrbuchreifen Pick-and-Roll von Brad Loesing auf Till Gloger, der per Korbleger zum 47:46 (28. Min) traf. Die LIONS blieben jedoch weiter bissig. Der US-Forward Moyer kn├╝pfte an seine starke erste H├Ąlfte an und traf den SEAWOLVES mit zwei Dreiern mitten ins Herz; zum Viertelende f├╝hrten die G├Ąste mit f├╝nf Punkten (50:55).

Das Schlussviertel begann mit einem Paukenschlag, der den 2.250 Zuschauern in der Wolfsh├Âhle noch lange in Erinnerung bleiben wird: Sid-Marlon Theis zog nach Pass von Tyler Nelson mit Volldampf zum Korb, hob ab, flog an den ausgestreckten Armen von Matt Moyer und Maurice Pluskota vorbei und stopfte den Ball trotz Fouls mit beiden H├Ąnden und voller Wucht in den Korb. Mit dieser Aktion r├╝ttelte er die Fans, aber auch sein Team wach. Auf einmal war der Knoten in der Offensive geplatzt. Nur Sekunden sp├Ąter schnappten sich die W├Âlfe die F├╝hrung, als Mitch Jost ein Dreier versenkte (56:55, 31. Min). Nun sollten die SEAWOLVES ihren Vorsprung nicht mehr aus der Hand geben. Im Gegenteil: Nijal Pearson und Tyler Nelson streuten weitere Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie ein (66:59, 34. Min). Auch Chris Carter ├╝bernahm Verantwortung und erzielte alle seine sieben Punkte im Schlussviertel. Die ersatzgeschw├Ąchten LIONS wehrten sich nach Kr├Ąften. Zylka verk├╝rzte per Dunk auf 68:62 (35. Min), doch nach weiteren Dreiern von Theis und Carter zogen die W├Âlfe auf 13 Z├Ąhler (76:63, 37. Min) davon und lie├čen sich den dritten Sieg in der Viertelfinalserie unter dem tosenden Jubel der Zuschauern nicht mehr nehmen.

Coach Christian Held nach dem Spiel: ÔÇťEs sind Playoffs. Jedes Spiel ist eng umk├Ąmpft. Das hat sich auch heute nicht ge├Ąndert. Es ist etwas ganz anderes, eine Serie zu beenden, als ein Playoff-Spiel zu gewinnen. Es ist eine ganz andere Drucksituation; es sind ganz andere Dinge, die im Kopf ablaufen. Wenn man in einer solchen Situation noch nicht war ÔÇô und davon haben wir einige Spieler -, dann muss lernen, damit umzugehen. Das hat man in der ersten Halbzeit gesehen. Das ist in Ordnung. In der zweiten Halbzeit haben wir uns auf unsere St├Ąrken besonnen und das Spiel nach Hause gebracht. Durch den Dunk von Sid ist das Momentum auf unsere Seite gekippt. Die Halle war heute super; das gibt uns einen Push und macht es schwerer f├╝r den Gegner. Das ist genau das, was wir wollen. Daran sieht man dann auch den Heimvorteil.ÔÇŁ

Am Freitag (29.04.) um 12:00 Uhr startet der Vorverkauf f├╝r das 1. und 3. Halbfinale. Diese Partien werden am 5. bzw. 10. Mai, jeweils um 19:30 Uhr, in der StadtHalle Rostock ausgetragen. Der Gegner wird zwischen Jena und Paderborn ermittelt (Serienstand: 2-1). Die Karten gibt es online auf tickets.seawolves.de oder im Fanshop in der Langen Str. 35 (18055 Rostock).

Viertelst├Ąnde (HRO-KAR): 20:19, 16:21, 14:15, 31:17

Punkteverteilung

Rostock: Carter (7), de Oliveira (2), Gloger (4), Jost (3), Loesing (8), Montgomery Jr. (0), Nelson (18), Pearson (13), Roland (10), Theis (16), Schmundt (nicht eingesetzt).

Karlsruhe: Alte (2), Freeman (6), Moyer (17), Pluskota (11), Schmitz (0), Whittaker (11), Zylka (25).

Quelle: Rostock Seawolves e.V.

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