Am Sonntag, 19.09.2021, empfing die Rugbyspielgemeinschaft (RSG) Mecklenburg-Vorpommern im Sportpark Gehlsdorf in Rostock die Mannschaft der Welfen aus Braunschweig zum Auftakt der Regionalliga Nord. Die RSG bestehend aus Spielern der Freibeuter aus Wismar, der Fortuna aus Neuenkirchen sowie den Dierkower Elchen aus Rostock hatte nach einer schier endlosen Coronapause eine intensive Saisonvorbereitung absolviert und erwartete voller Vorfreude den Auftakt zur neuen Saison 2021/22.

Gruppenfoto der Teams Rugbyspielgemeinschaft MV und Braunschweiger Welfen | Foto: Max Zimmermann

Entsprechend motiviert begann die RSG das Spiel nach dem Anpfiff durch den souverän leitenden Unparteiischen. Gute Standards und harte Verteidigung sollten die Plattform für ein eigenes Angriffsspiel der RSG legen. Doch nach einem ersten Abtasten in den Anfangsminuten erkämpften sich die Braunschweiger ein leichtes Übergewicht in den offenen Spielaktionen und nutzten bereits nach zehn Minuten eine Lücke in der Verteidigung der Hausherren zum 7:0. So musste die RSG fortan einem Rückstand hinterherlaufen.

Doch die Hausherren zeigten sich davon wenig beeindruckt und steckten keinesfalls auf. Allerdings war die erste Halbzeit hauptsächlich geprägt vom starkem Angriffsspiel der Welfen und der resoluten Verteidigung der RSG. Wieder und wieder griffen die Niedersachsen mit ihrer schnellen Angriffsreihe an und forderten der Defensive der Gastgeber alles ab. Die RSG befand sich meist im Rückwärtsgang und konnte kaum ihrerseits Entlastungsangriffe starten.

Bis zum Halbzeitpfiff hatten die Gäste ihr Punktekonto mit zwei weiteren erhöhten Versuchen auf 21:0 ausgebaut. Mehrfach waren die Welfen im Malfeld der RSG nur knapp gestoppt worden, sodass das Ergebnis durchaus noch deutlicher hätte ausfallen können. In der Halbzeitpause fand der sportliche Leiter der RSG, Carsten Pust-Achilles, bestimmte aber anscheinend doch sehr motivierende Worte für sein Team. Denn nach dem Seitenwechsel schienen die Gastgeber endlich mehr Zutrauen in ihr eigenes Können zu erhalten.

Braunschweiger Gedrängehalb mit Ball im Angriff gegen den Rostocker Spieler Jan-Phillip Lück | Foto: Max Zimmermann

Teilweise entstand ein Spiel auf Augenhöhe, welches sich die Gäste aus Niedersachsen allerdings nicht mehr nehmen lassen wollten. Die RSG versuchte alles, um ihrerseits Punkte zu erzielen bzw. den Druck von der eigenen Verteidigung zu nehmen. Doch die starke Defensive der Welfen unterband sämtliche Angriffsbemühungen der Gastgeber bereits nach wenigen Spielphasen. Egal, was die RSG probierte, Braunschweig fand heute immer die richtige Antwort und hatte das Rugbyglück auf seiner Seite.

Die Niedersachsen konnten bis zum Schlusspfiff noch vier weitere Versuche ablegen, zwei davon sicher erhöhen und damit einen Endstand von 45:0 herstellen. Nach dem Abpfiff fand der Rostocker Kapitän der RSG, Tore Dwars, trotz der deutlichen Niederlage aufmunternde Worte über sein Team: „Wir wussten nach der Saisonvorbereitung nicht so recht, wo wir stehen. Dass in der Regionalliga deutlich physischer und schneller gespielt wird, war uns klar, aber heute hat uns Braunschweig klar aufgezeigt, woran wir in den kommenden Wochen intensiv im Training arbeiten müssen. Wir müssen aggressiver auftreten und uns mehr Ballbesitz erkämpfen, dann haben wir im nächsten Spiel in Lübeck am zweiten Oktober auch eine Chance zu punkten. Trotz allem hat das Team stark gekämpft und sich am Ende leider nicht mit eigenen Punkten belohnen können.“

Auch der sportliche Leiter der RSG Carsten Pust-Achilles fand positive Worte zur Leistung seiner Männer: „Zum Auftakt der Regionalliga haben wir heute ordentlich Lehrgeld gezahlt, allerdings hat sich die Mannschaft trotz der klaren Niederlage teuer verkauft. Darauf können wir aufbauen und werden im Training an den Defiziten arbeiten und dann bin ich für die zukünftigen Spiele auch durchaus positiv gestimmt.“

Für die RSG spielten: Price, Sommer, Ahlvers, Bellin, Dwars ©, Conradi, Khanbekyam, Whateley, Luck, Knauf, Mehring, Beiker, Paulsen L, Thielemann, Hille, Paulsen M, Unce, Ohloff, Sachse, Kleemann, Seyfarth, Heindl.

Text: Andre Goeda