Snowboarderinnen und Snowboarder zum Auftakt in die olympische Saison gleich im September gefordert

Passend zum Temperatursturz in Europa startet kommendes Wochenende der FIS Snowboard Weltcup in seine neue Saison. Im Verlauf der Audi quattro Winter Games NZ werden vom 3. bis 9. September 2017 in Cardrona, Neuseeland, der erste Slopestyle- als auch Halfpipe-Wettbewerb durchgeführt.

„Die anstehenden Slopestyle und Halfpipe Weltcups in Neuseeland sind die ersten Wettbewerbe, die auch für unsere nationale und damit persönliche Olympia-Qualifikation zählen. Wir treten also in die letzte Phase vor Pyeongchang ein. Wir hoffen natürlich, dass wir zeitnah unser bereits ausgerufenes Top-Team Pyeongchang erweitern können“, so Sportdirektor Stefan Knirsch.

Insgesamt sind sechs Snowboard Germany-Athleten schon seit einigen Wochen down under, um sich auf den Saisonauftakt vorzubereiten.

Am Sonntag, 3. September, steht für drei von ihnen mit der stark besetzten Slopestyle-Qualifikation um 9:30 Uhr Ortszeit der erste echte Gradmesser auf dem Programm, den neben Silvia Mittermüller (München, 34) und Nadja Flemming (Röhrmoos, 21) bei den Damen auch Maximilian Preissinger (Starnberg, 19) bei den Herren in Angriff nehmen wird.

Das Finale der besten sechs Damen und zehn Herren findet dann am Montag, 4. September, um 12:30 Uhr Ortszeit – 2:30 Uhr deutscher Zeit – statt.

Wenige Tage später, am Freitag, 8. September, steht ab 9:10 Uhr Ortszeit die Qualifikation im Halfpipe-Weltcup an, bei dem zwei Rider des deutschen Trios an den Start gehen können.

Wer den Verband vertreten wird, entscheidet sich zwischen Johannes Hoepfl (Hauzenberg, 22), Christoph Lechner (Waakirchen, 16) und Benedikt Bockstaller (Maulburg, 17) vor Ort. André Höflich (Kempten), der in der letzten Saison aufhorchen hatte lassen, fehlt weiterhin. Der 20-Jährige arbeitet derzeit in der Reha (Knie-OP) an seinem Comeback.

Das Finale der besten sechs Damen und zehn besten Herren ist für Samstag, 9. September, 11:00 Uhr Ortszeit – 1:00 Uhr deutscher Zeit – terminiert.

Pressemitteilung / Snowboard Verband Deutschland, Oliver Kraus

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Exkurs: Snowboarden unter den fünf olympischen Ringen

Seit 1998 ist Snowboarden im Programm der Olympischen Winterspiele. Deutsche Snowboarderinnen erkämpften dabei insgesamt fünf Medaillen unter den fünf olympischen Ringen, so Nicola Thost Gold in der Halfpipe 1998 in Nagano, Heidi Renoth Silber im Parallel-Riesenslalom 1998 in Nagano, Amelie Kober Silber ebenfalls im Parallel-Riesenslalom 2006 in Turin, Anke Karsten Silber im Parallel-Slalom 2014 in Sotschi und Amelie Kober Bronze außerdem im Parallel-Slalom 2014 in Sotschi.

Die US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner waren jedoch mit dem Snowboard unter den fünf olympischen Ringen bislang am besten und erkämpften zwischen 1998 in Nagano und 2014 in Sotschi 24 Medaillen, darunter 10 x Gold. Die einzige Snowboarderin mit drei Medaillen bei Olympischen Winterspielen ist die US-Amerikanerin Kelly Clark (1 x Gold, 2 x Bronze). Bei den Herren Snowboardern sind der Schweizer Philipp Schoch, der Russe Vic Wild und die beiden US-Amerikaner Shaun White bzw. Seth Wescott mit jeweils 2 x Gold die Erfolgreichsten.

FIS-WM im Snowboarden seit 21 Jahren

Seit 1996, damals mit Lienz als Austragungsort, werden im Snowboarden ebenfalls Weltmeisterschaften der FIS veranstaltet. Zwischen 1993 und 1999 gab es zudem vier Welttitelkämpfe im Snowboarden der ISF.

Die deutsche Bilanz mit dem weltmeisterlichen Snowboard (FIS) lautet 4 x Gold, 4 x Silber, 7 x Bronze. Die deutschen Weltmeister-Titel erkämpften 1997 Heidi Renoth (Parallel-Slalom), 2013 Isabella Laböck (Parallel-Riesen-Slalom), 1997 Bernd Kroschewski (Parallel-Slalom) und 1999 Markus Ebner (Parallel-Riesen-Slalom).

M.Michels

Foto (Michels): Blick in die Skihalle in Wittenburg. Hier trainierte das deutsche Snowboard-Team auch schon.