Die ROSTOCK SEAWOLVES haben mit 105:70 (50:41) gegen die Nürnberg Falcons gewonnen und sind wieder Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Vor 1.500 Zuschauern setzten sich die Rostocker kurz vor der Halbzeit ab und zogen in der zweiten Hälfte auf bis zu 37 Zähler davon. Acht SEAWOLVES-Spieler erzielte mindestens acht Zähler. Nijal Pearson kam auf ein Double-Double mit 20 Punkten und zehn Rebounds. Zudem verteilte er sechs Assists. Der 35-Punkte-Sieg war der dritthöchste Erfolg der ProA-Clubgeschichte.

Nürnberg Falcons BC gegen ROSTOCK SEAWOLVES 105:70 (50:41)

Teamfoto: Rostock Seawolves 2021/2022

Teamfoto: Rostock Seawolves 2021/2022

Mit viel Energie starteten die SEAWOLVES vor ausverkauftem Haus – 1.500 Zuschauer waren unter 2G-Plus-Bedingungen zugelassen – in die Partie. Zwar erzielten die Gäste aus Nürnberg die ersten vier Zähler der Partie, doch ein 10:0-Lauf der Wölfe binnen einer Minute brachte das Publikum ins Spiel und den Hausherren die Spielkontrolle. Die Rostocker demonstrierten ihren Jagdinstinkt auch am defensiven Ende des Parketts und erschwerten den Falcons die Würfe. So konnten sie sich im ersten Durchgang auf bis zu acht Punkte (20:12, 8. Min) absetzen.

Nürnberg startete mit sieben Punkten in Folge in den zweiten Durchgang und gingen dadurch sogar kurzzeitig in Führung. Doch Rostock ließ nicht zu, dass die Gäste auf mehr als vier Zähler (25:29, 14. Min) davonzogen. Viele Unterbrechungen und Fouls zogen das Spiel in die Länge. Kein Team konnte sich bis kurz vor der Halbzeit absetzen. Dann aber legten die Wölfe einen Zahn zu und einen 10:1-Lauf aufs Parkett. Dieses Polster brachte den SEAWOLVES eine 50:41-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel zündeten die Gastgeber ein wahres Dreierfeuerwerk; fünf von acht Versuche von jenseits der 6,75-Meter-Linie landeten im Nest der Falken. Der Vorsprung wuchs weiter an. Vor dem Schlussviertel trennten beide Teams 21 Punkte (76:55). Doch damit nicht genug. Auch in der verbleibenden Spielzeit blieben die SEAWOLVES konzentriert und bissig. Der Vorsprung wuchs bis kurz vor Schluss auf 37 Zähler an. Nach der Schlusssirene ließen sich die Wölfe vom Publikum feiern – zuletzt gab es solch eine Kulisse gegen Paderborn; am 21. November 2021 besuchten 2.000 Fans die StadtHalle Rostock.

Coach Christian Held nach dem Spiel: “Wir haben heute über 40 Minuten sehr gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit haben wir ein paar Anpassungen vorgenommen und danach hatte Nürnberg eigentlich keine offenen Würfe mehr. Ich glaube, das hat sie am Ende auch ein wenig zur Verzweiflung getrieben. Wir haben gegen ein sehr gutes Team gespielt; sie sind nicht ohne Grund Tabellendritter. Ich fand, dass wir heute insgesamt einen sehr guten Job gemacht haben. Wir haben uns riesig gefreut, dass heute wieder Zuschauer da waren. Das hat am Ende noch mal geholfen. Gerade wenn man einen Lauf hat, geht der Lauf noch ein klein wenig weiter, als wenn keine Zuschauer da sind. Wir freuen uns, jetzt gegen Jena um die Tabellenführung spielen zu dürfen.”

Am nächsten Sonntag (20.2.) spielen die ROSTOCK SEAWOLVES auswärts um 16:30 Uhr bei Medipolis SC Jena. Die Partie wird kostenfrei auf sportdeutschland.tv übertragen. Das nächste Heimspiel findet am 6. März um 16:30 Uhr gegen die Itzehoe Eagles in der StadtHalle Rostock statt. Karten sind auf tickets.seawolves.de erhältlich.

Viertelstände (HRO-NUR): 23:17, 27:24, 26:14, 29:15

Punkteverteilung

Rostock: Carter (13), De Oliveira (5), Gloger (10), Ilzhöfer (3), Jost (nicht eingesetzt), Loesing (11), Montgomery Jr. (9), Nelson (15), Pearson (20), Roland (8), Theis (11), Schmundt (0).

Nürnberg: Davis (11), Feneberg (2), Köpple (6), Maier (11), Maukner (0), Mc Brayer (14), Nyama (13), Price (5), Taylor (8).

Quelle: Rostock Seawolves e.V.