Letzte Siegerinnen und Sieger des Sportjahres 2016 gekürt

Beim 90.Spengler-Cup im Eishockey der Herren in Davos und  bei den Auftakt-Rennen der 11.Tour de Ski im Skilanglauf wurden die letzten Siegerinnen und Sieger des Sportjahrs 2016 gekürt. Im Finale des Spengler-Cups bezwang Team Canada am Silvestertag den HC Lugano mit 5:2 und erkämpfte damit zum vierzehnten Mal den Gesamt-Erfolg.

Bei den ersten Entscheidungen der Tour de Ski im Skilanglauf am 31.12. triumphierten hingegen in Val Müstair in den beiden Sprint-Wettbewerben im Freistil der Herren und der Frauen Sergej Ustjugow (Russland) und Stina Nilsson (Schweden) Die Tour de Ski wird noch bis zum 8.Januar ausgetragen.

WM im Eishockey der Herren und im Nordischen Skisport 2017

Im nächsten Jahr (2017) finden im Eishockey der Herren wie im Nordischen Skisport übrigens wieder Weltmeisterschaften statt. Köln und Paris tragen gemeinsam die 81.Eishockey-WM vom 5.Mai bis 21.Mai. Und Lahti lädt die nordischen Ski-Asse zu deren 51.Weltmeisterschaften vom 22.Februar bis 5.März ein.

Rückblick: Die 80.Eishockey-WM der Herren 2016

Bei den vorerst letzten Eishockey-WM, den 80., 2016 nahmen sechzehn Mannschaften nahmen am Turnier der „Division I“ vom 5.Mai bis 22.Mai in Sankt Petersburg und in Moskau teil und am Ende waren (fast nur) die üblichen „Verdächtigen“ auf den vorderen Plätzen unter sich.

Das Viertelfinale erreichten Tschechien, die USA, Kanada, Schweden, Finnland, Russland, erstmals seit 2011 wieder Deutschland und zudem Dänemark, das sich erst zum zweiten Mal nach 2010 für die Runde der besten Acht qualifizieren konnte. Dort cancelten – ziemlich unerwartet – die US-Amerikaner, die in der Vorrunde gleich vier Niederlagen (bei drei Siegen) hinnehmen mußte, die in der ersten Runde souveränen Tschechen (sechs Siege bei einer Niederlage im Penaltyschießen gegen Dänemark) aus dem Turnier.

Den US-Amerikanern gelang dieser Erfolg im Penaltyschießen. Deutlich setzten sich hingegen Kanada gegen Schweden (6:0) und Finnland gegen Dänemark (5:1) durch. Die deutsche Niederlage gegen Russland (1:4) hört sich „ergebnis-technisch“ zwar klar an, aber die DEB-Auswahl hielt lange Zeit mit dem WM-Gastgeber gut mit.

Zweimal Europa und zweimal Nordamerika im Halbfinale

Dieser unterlag dann im Halbfinale Finnland mit 1:3 und im nordamerikanischen Duell der beiden Eishockey-Erzrivalen Kanada und USA, setzte sich „Team Canada“ knapp mit 4:3 durch.

Das kleine Finale um Bronze dominierte jedoch Russland gegen die USA deutlich, gewann mit 7:2.

Ahornblätter mit WM-Gold

Und das Finale war dann „eine Angelegenheit“ für Kanada, die sich für die Vorrunden-Niederlage gegen „Suomi“ revanchierten, mit 2:0 gewannen und damit ihren Titel von 2015 verteidigten.

Falun 2015 im Rückspiegel

Die vorerst letzten Nordischen Ski-WM liegen indes schon zwei Jahre zurück. Falun war im Februar 2015 Gastgeber der damaligen WM.

Seinerzeit jubelten die Norwegerinnen und Norweger – aber die vereinigten Deutschen ebenso.  So gab es mit fünfmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze eine ausgezeichnete Bilanz für den Deutschen Skiverband. Leider konnten aber die Skilangläuferinnen bzw. Skilangläufer mit den Leistungen der Skispringerinnen, Skispringer und Nordisch Kombinierten nicht mithalten und gewannen kein Edelmetall.

Norwegen wieder am besten

Norwegen – wer sonst und wie erwähnt – wurde mit elfmal Gold, viermal Silber, fünfmal Bronze erfolgreichste Nation vor Deutschland und Gastgeber Schweden mit zweimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze.

Überhaupt boten diese WM wieder das typische Einerlei: Norwegen bzw. Schweden dominierten. Russland holte immerhin je einmal Gold und Silber. Die Deutschen waren traditionell im Skispringen und in der Nordischen Kombination bestens dabei.

Mitteleuropa ebenfalls stark

Auch die Mitteleuropäer, unter anderem Frankreich mit einmal Gold, zweimal Silber, dreimal Bronze oder Österreich mit einmal Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze, hatten Grund zum Jubeln. Nicht zuletzt Italien, Tschechien, die Schweiz und Polen freuten sich über Medaillen-Glanz, wenngleich Vertreterinnen und Vertreter dieser Länder auch in regelmäßigen Abständen immer einmal wieder auf dem „nordischen Medaillen-Podest“ stehen.

Nordamerikanerinnen und Nordamerikaner mit Podest-Plätzen

Richtig wohltuend ist es da, wenn die USA, Kanada und Japan (1 x Silber, 1 x Bronze im Skispringen der Frauen für „Nippon“) auch wieder unter den Medaillen-Gewinnerinnen und Medaillen-Gewinnern waren. Jessica Diggins (USA), bereits mit Kikkan Randall Teamsprint-Weltmeisterin 2013, schaffte über die 10 Kilometer im freien Stil Silber vor ihrer Landsfrau Caitlin Gregg.

In der Frauen-Staffel gab es allerdings nur Rang vier für die Amerikanerinnen – die Finninnen schafften mit Bronze dort die einzige WM-Plakette für „Suomi“ 2015. Falun 2015 – kein Erfolgserlebnis für Finnland, die traditionsreiche nordische Skisport-Nation.

Kanada zudem mit Edelmetall

Eine traditionsreiche nordische Skisport-Nation ist Kanada nun auch nicht gerade, aber in Falun konnte sich der Teamsprint-Weltmeister 2011 (damals mit Devon Kershaw), Alex Harvey, gleich über zwei Medaillen freuen: Bronze in der 30 Kilometer Verfolgung und Silber im Sprint.

Deutsche Ski-Asse in Falun

Deutschlands Johannes Rydzek kombinierte mit zweimal Gold (im Team mit Tino Edelmann, Eric Frenzel und Fabian Rießle), einmal Silber und einmal Bronze in der Nordischen Kombination am besten.

Im Skispringen sammelten Rune Velta (Norwegen, zweimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze), Deutschlands Severin Freund (zweimal Gold, einmal Silber) und Deutschlands Premieren-Skisprung-Olympiasiegerin 2014 Carina Vogt (zweimal Gold, im Mixed-Wettbewerb mit Richard Freitag, Severin Freund und Katharina Althaus, der Gold- bzw. Silbermedaillengewinnerin der ersten Olympischen Jugend-Spiele 2012 in Innsbruck) die hochkarätigsten WM-Medaillen 2015.

Mal schauen, wie es in Paris, Köln und Lahti 2017 aussehen wird?!

Last but not least: Der Österreicher Stefan Kraft gewann das Auftaktspringen der 65.Vierschanzen-Tournee am 30.Dezember in Oberstdorf. Der City-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen war eine Angelegenheit des Duos Karin Oberhofer/Lukas Hofer (Italien).

Nicht zu vergessen: Am 1.1.2017 gibt es die diversen Neujahrsläufe, den Neujahrsmarathon in Zürich, die Darts-WM in London, das Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen, Skilanglauf in Val Müstair und das Eisbaden bzw. Eisschwimmen in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Marko Michels