Beste Seglerinnen und Segler aus Mecklenburg-Vorpommern 2017 in Güstrow geehrt

Sportlerehrung des SVMV 2017. Foto: SVMV

Im Beisein des Präsidenten des Landessportbundes MV Andreas Bluhm, dem Vizepräsidenten des Deutschen Segler-Verbandes Torsten Haverland und dem Bürgermeister der Stadt Güstrow Arne Schuldt ehrte der SVMV am Freitag den 03.November die besten Seglerinnen und Segler des Jahres 2017.

In einem Raum der Sportschule des LSB in Güstrow trafen sich am Abend 39 Aktive aus den verschiedensten Bootsklassen mit Ihren Vereinsvorsitzenden, Trainern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft um die Ehrung für ihre Leistungen vom Vorsitzenden des SVMV, Bodo Bartmann entgegen zu nehmen. Da dieser kurzfristig erkrankte, übernahm diese Aufgabe Torsten Haverland, Stellvertreter für Leistungssport in unserem Verband gemeinsam mit Steffen Westerkamp, der in unserem Vorstand für Umwelt und Raumordnung zuständig ist.

Sportlerehrung des SVMV. Foto: SVMV

Eröffnet wurde die Ehrung durch ein Klarinettenquintett der Musikschule Güstrow.
„Ein großes Lob an die herausragenden Talente, die mit Ihren Leistungen unsern Verband auf heimischen und internationalen Revieren hervorragend vertreten haben“, begann Torsten Haverland seine Rede.

Von allen erfolgreichen Sportlern sei hier für den Leistungssport Hannah Anderssohn genannt. Sie machte mit Ihren Leistungen deutlich, dass sie auch in diesem Jahr zu den besten Laser Radial Seglerinnen Deutschlands zählt. An dieser Stelle seinen nur die Titel genannt die sie 2017 gewinnen konnte:
– Juniorenweltmeisterin U 19 (Gesamtwertung Platz 2.),
– Jugendweltmeisterin
– Deutsche Meisterin
– Deutsche Juniorenmeisterin.

Auch in der olympischen 470er Klasse konnten unsere Sportler, vor allem im Juniorenbereich deutsche und internationale Erfolge erzielen.

Sportlerehrung des SVMV 2017. Foto: SVMV

Stellvertretend für die vielen erfolgreichen Segler der Breitensportszene, sei hier die 505er Mannschaft Lutz Stengel und Frank Feller erwähnt, die für ihren 3. Platz bei der Europameisterschaft und ihren 2. Platz bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft geehrt wurden. Herzlichen Glückwunsch allen Geehrten für ihre tollen Leistungen des vergangenen Jahres und die besten Wünsche für ein erfolgreiches Jahr 2018.

Berufung in das Glashäger SegelTeam

Sportlerehrung des SVMV 2017. Foto: SVMV

Nach den Ehrungen für die Erfolge in 2017, fand die Berufung in das Glashäger LeistungsTeam statt. Nur durch die Unterstützung unseres langjährigen Partners der Glashäger Brunnen GmbH ist es 2018 wieder möglich Sportlerinnen und Sportler auch finanziell zu unterstützen.

Die Berufung wurde vom Marketingleiter der Glashäger Brunnen GmbH Herrn Axel Schümann vorgenommen.

In das Team wurden aufgenommen:

Glashäger LeistungsTeam:

Theodor Bauer (Röbler Segelverein Müritz) im Laser Standard,

Max Wilken (Röbler Segelverein Müritz) im Laser Standard,

Lena Haverland (Schweriner Yachtclub) im Laser Radial,

Hannah Anderssohn (Warnemünder Segel-Club) im Laser Radial,

Theresa Wierschin (Greifswalder Yachtclub im Laser Radial,

Malte Winkel ( Schweriner Yachtclub) und Matti Cipra (Plauer Wassersportverein) im 470er,

Theres Dahnke (Plauer Wassersportverein) und Birte Winkel (Schweriner Yachtclub) im 470er,

Max Schuberth (Rostocker Segelverein Citybootshafen ’92) und Silas Oettinghaus (Rostocker Yachtclub) ebenfalls im 470er.

Pressemitteilung / Jutta Mohr, Geschäftsführerin, Seglerverband M-V

Exkurs: Segelsportliche WM-Historie von MV – einige Höhepunkte

Segeln und Elite-Weltmeisterschaften – da spielten die Seglerinnen und Segler aus Mecklenburg-Vorpommern eigentlich immer eine gute Rolle, glänzten mit vorderen Platzierungen, mit Medaillen oder WM-Titeln. Einige Beispiele hierzu dokumentieren den hohen Stellenwert, den der Segelsport in Mecklenburg-Vorpommern besitzt.

So wurde Jürgen Mier vom ASK Vorwärts Rostock Weltmeister (Goldcup) im Finn-Dinghy 1965.

Einen „silbernen WM-Drachen“ hatten 1968 Paul Borowski/Karl-Heinz Thun/Konrad Weichert (SC Empor Rostock). Eine weitere WM-Medaille für die Drei folgte 1970 vor Travemünde. Die Vize-Weltmeisterschaft im Flying Dutchman sicherten sich 1974 Herbert Hüttner/Ulf Pagendorf ebenfalls vom ASK Vorwärts Rostock.

Für den SC Empor Rostock ersegelten Jörn Borowski/Egbert Swensson 1982 vor Cascais den Weltmeistertitel bei den 470ern. WM-Bronze 1985 gab es zusätzlich für Jörn Borowski, seinerzeit mit Mathias Gall.

Auch für Schweriner Crews wehten die segelsportlichen Winde bisweilen sehr gut. Jürgen Brietzke/Ekkehard Schulz vom SC Traktor Schwerin/Sektion Segeln gewannen 1987 WM-Bronze.

Weltmeisterliches Gold konnten dann Ulf Lehmann/Stefan Mädicke (Schweriner Yacht-Club) 1996 im Flying Dutchmann erringen und 1997/1998 triumphierte Jürgen Knuth (SYC) bei den Tempest-Seglern.

Gleich dreifaches WM-Gold holten Ines Bohn/Sabine Rohatzsch (SC Traktor Schwerin / Schweriner Yacht-Club) bei den 470ern „vom Wasser“: 1990, 1993 und 1994.

Eine gebürtige Grevesmühlenerin, Wibke Bülle, sammelte ebenfalls segelsportliches WM-Edelmetall, so erkämpfte sie unter anderem WM-Bronze 1991, WM-Silber 1997 jeweils bei den 470ern und WM-Silber 2002 und 2003 in der Yngling-Klasse.

Jürgen Mier, Paul Borowski oder Wibke Bülle & Co. – nur ein paar ausgewählte Erfolgs-Beispiele für erfolgreiche WM-Seglerinnen und WM-Segler „Made in M-V“. Und es gibt ja noch viele mehr!

Olympische Segel-Medaillen für M-V

Olympische Medaillen für MV-Segler gab es natürlich ebenfalls:

Vor allem die Rostocker „Drachen“ waren zwischen 1964 und 1972 bei Olympia bestens dabei: Peter Ahrendt, Wilfried Lorenz und Ulrich Mense schafften 1964 Silber.

Paul Borowski, Konrad Weichert und Karl-Heinz Thun sorgten 1968 (Bronze) und 1972(Silber) ebenfalls für segelsportliches Olympia-Edelmetall bei den Drachen. Und „so“ ging es weiter … Vor Kingston 1976 gab es außerdem segelsportlichen Medaillen-Zuwachs für M-V. Der gebürtige Rostocker Dieter Below und seine Crew wurden Olympia-Dritte im Soling. Jörn Borowski/Egbert Swensson (Rostock) waren dann vor Tallinn 1980 weit vorn: mit Silber bei den 470ern.

Zuletzt bei Segel-Olympia für M-V…

Die Schwerinerin Franziska Goltz nahm 2012 bei Olympia teil (Laser Radial, Aufnahme 2012). Heute trainiert sie Hannah Anderssohn. Foto: M.M.

Zuletzt nahmen mit dem heutigen LSB-Geschäftsführer und Vize-Präsidenten des DSV Torsten Haverland mit Ronald Rensch (Schweriner Yacht-Club/470er) vor Savannah 1996, mit der gebürtigen Grevesmühlenerin Wibke Bülle (470er) vor Sydney 2000, mit Monika Leu (Schweriner Yacht-Club/470er) vor Athen 2004 und Franziska Goltz (Schweriner Segler-Verein von 1894/Laser Radial) vor Weymouth 2012 in den letzten 20 Jahren zwei Segler und drei Seglerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern an Olympischen Spielen teil.

„Heiße“ Segel-Kandidaten für Tokyo 2020 sind aus M-V-Sicht insbesondere Hannah Anderssohn, Malte Winkel und Matti Cipra…

Übrigens: Die Olympia-Dritten Erik Heil/Thomas Plößel (49er) von Rio de Janeiro 2016 wurden ebenfalls vom Rostocker Mike Knobloch trainiert.

Marko Michels