Die über weite Strecken des Spiels dominierenden Ladys in Black Aachen brachten den SSC Palmberg Schwerin an den Rand einer Niederlage, der nur Dank einer kämpferischen Schlussphase noch knapp mit 3:2 (18:25, 23:25, 25:15, 25:20, 15:9) gewinnen konnte.

Schwerin(WG): So stark hatte sich der SSC seinen Gegner sicher nicht vorgestellt. Nur durch einen starken Endspurt schrammte der Deutsche Meister haarscharf an einer Niederlage vorbei.

1. Satz: Aachen dominierte diesen Satz nach Belieben und war in allen Belangen eindeutig besser. Von Beginn an rannte Schwerin einem Rückstand hinterher und konnte nicht einmal in Führung gehen (5:10, 10:18, 15:23). McKenzie Adams hatte einen rabenschwarzen Tag; 2 Punkten standen 6 Fehler entgegen. Trainer F. Koslowski hätte sie schon viel früher auswechseln müssen und auch sonst Auswechselungen in der Mannschaft vornehmen. Aber bis auf den Wechsel Greta Szakmary für M. Adams beim Stand von 10:18 passierte nichts. So hatte Aachen wenig Mühe, diesen Satz mit 25:18 zu gewinnen.

2. Satz: Wieder hatte Aachen den besseren Start (5:1, 10:5, 15:10). Da Kimberly Drewniok und Jennifer Geerties (wieder als beste Spielerin ausgezeichnet) nun auch besser ins Spiel kamen, konnte der SSC zum 17:17 ausgleichen. Doch Sicherheit brachte das nicht, so dass Aachen diesen Satz mit 25:23 für sich entscheiden konnte.

3. Satz: Jetzt schien der SSC aufgewacht zu sein. Über 10:5, 15:12, 20:13 hatte man beim 24:15 Satzball. Bereits der erste wurde zum Satzgewinn genutzt, da Aachen seinen Angriff ins Aus setzte. Aktivposten auf Schweriner Seite waren Tessa Polder, K. Drewniok und Denise Hanke.

4. Satz: Wieder musste der SSC zu Beginn stetig einem Rückstand hinterher laufen (3:8, 5:11). Beim Stand von 5:11 konnte Beta Dumancic mit einer tollen Aufschlagserie den SSC mit 13:11 in Führung bringen. Diese Führung wurde bis zum 25:20 ausgebaut, als Britt Bongaerts zum Satzausgleich verwandelte. Nun musste der Tea-Break entscheiden.

5. Satz: Bis zum 9:9 konnte Aachen immer knapp in Führung gehen. Schwerin ging beim 10:9 erstmals in Führung. Die zum Schluss immer stärker werdende Lauren Barfield setzte schließlich vor den 1.779 begeisterten Zuschauern den Schlusspunkt zum vielumjubelten 15:9.

Schwerin spielte mit: Geerties, Bongaerts, Drewniok, Dumancic, Barfield, Adams, Pogany; Szakmary, Polder, Hanke, Sakamoto
Zuschauer: 1.779
1. Satz: 0:1, 18:25, 24 Min.; 2. Satz: 0:2, 23:25, 28 Min.; 3. Satz: 1:2, 25:15, 23 Min., 4. Satz: 2:2, 25:20, 27 Min., 5. Satz: 3:2, 15:9, 13 Min.

Trainerstimmen:

Saskia van Hintum, Ladys in Black Aachen: Ich bin stolz auf meine Mannschaft und über den einen Punkt. Schwerin war zum Schluss besser und breiter aufgestellt. Ich bin sehr zufrieden.

Felix Koslowski, SSC: Es war ein aufregendes Spiel. In den ersten beiden Sätzen waren wir nicht präsent. Nur durch puren Kampf haben wir noch glücklich gewonnen. Aachen hat uns voll gefordert.