Triathlon 2018 auch wieder in Schwerin, in Rostock und in ganz M-V

Triathlon in Hamburg. M.M.

Triathlon und M-V – das ist bereits seit Jahrzehnten eine Erfolgssymbiose. Auch deshalb, weil sich der Triathlon-Leistungsstützpunkt im deutschen Nordosten in Neubrandenburg, beim SC Neubrandenburg, befindet.

Der Hawaii-IRONMAN – der Jahreshöhepunkt

In diesem Jahr finden wieder zahlreiche regionale, nationale und internationale Events im Triathlon statt, an denen auch Triathletinnen und Triathleten aus M-V teilnehmen werden. Ein ganz besonderer Höhepunkt ist dabei der IRONMAN auf Hawaii am 13.Oktober. Der Rostocker Andreas Raelert strebt auch wieder nach Hawaii und stand dort bereits fünfmal auf dem Podest. Dreimal war er Zweiter (2010, 2012 bzw. 2015) und zweimal Dritter (2009 bzw. 2011). Auch dessen Bruder Michael hat wieder große sportliche Triathlon-Ambitionen 2018.

WM-Serie seit Anfang März

Auf der olympischen Triathlon-Distanz (einschließlich Wettbewerben im Sprint und der Mixed-Staffel) begann die Weltmeisterschaft 2018, genauer gesagt die WM-Serie 2018, bereits Anfang März, am 2.März, mit zwei Wettkämpfen (Sprint). Bei den Damen siegte Rachel Klamer (Niederlande) und bei den Herren Henri Schoeman (Südafrika). Bis Mitte September folgen noch sieben weitere WM-Stationen, wobei das WM-Finale vom 12. September bis 16. September in Gold Coast (Australien) veranstaltet wird.

Traditionsreiche Wettkämpfe in M-V

In Mecklenburg-Vorpommern stehen indes ebenfalls einige traditionsreiche Triathlon-Wettkämpfe auf dem Programm. Zunächst, am 6. Mai, gibt es aber den 26. Vorpommern-Duathlon, gleichzeitig die Landesmeisterschaft M-V im Duathlon, in Lubmin. Am 13. Juni macht dann die 13. DTU-Schultour auch wieder Station in Neubrandenburg. Drei Tage später, am 16. Juni, lädt Zarrentin zum 6. Empor-Triathlon ein. Und am 30. Juni wetteifern die Triathletinnen und Triathleten nicht nur aus M-V beim 15. OSPA Papendorfer Triathlon um den Sieg.

Sehr traditionsreiche Triathlon-Veranstaltungen werden dann in Schwerin, in Waren/Müritz, in Güstrow, in Sternberg und in Rostock präsentiert. Am 1.Juli feiert der Schweriner Schloss-Triathlon seinen 30. Geburtstag. Knapp vier Wochen später, am 28.Juli, wird es beim 33.Müritz-Triathlon in Waren/Müritz spannend. Der 26. EURAWASSER Triathlon steigt in Güstrow am 11. August. Die 19. Auflage des Sternberger Triathlons ist dann am 25.August. Sogar zum 35.Mal wird am 2.September der Rostocker Triathlon organisiert.

Natürlich dürfen auch die „Strandräuber-Triathleten“ nicht fehlen. Am 9. September steht der fünfte Strandräuber IRONMAN 70.3 in Binz auf Rügen auf der Agenda. Last but not least: Mitte Oktober, am 13.10. – parallel zum Hawaii-IRONMAN – wird es mega-hart bei einem traditionellen Duathlon-Wettkampf in M-V, beim 26. Fielmann Cross-Duathlon „Dem Härtesten im Norden“ in Mühl-Rosin.

 

Triathlon in Hamburg – die Radstrecke. M.M.

Was macht aber die Faszination am Triathlon aus?! Hierzu äußerten sich drei Erfolgstriathletinnen vom SC Neubrandenburg…

Ines Estedt, Jahrgang 1967, Europameisterin 1995 (Langdistanz), Weltmeisterin 1997 bzw. 2002

„EM-Titel 1995 sehr emotional…“

MM: Sie selbst wurden 1997 und 2002 Weltmeisterin auf der langen Distanz. Was waren für Sie die weiteren Highlights Ihrer Karriere? Was ist das Faszinierende am Triathlon für Sie?

Ines Estedt: Meine Highlights sind inzwischen Geschichte, an die ich mich sehr gern erinnere und meine dabei gemachten Erfahrungen auch gerne weitergebe. Einer der emotionalsten Momente, neben den WM-Titeln, war der EM-Titel 1995, in  8:56:52 Stunden, auf der Langdistanz. Es war immerhin die damals viertschnellste Zeit der Welt. Für mich ist Triathlon bis heute: Leidenschaft – bitterhart, unwahrscheinlich fordernd und öfters auch schmerzend, anderseits mit überglücklichen Momenten, leicht und traumhaft schön.

Anja Dittmer, Jahrgang 1975, vierfache Olympia-Teilnehmerin 2000, 2004, 2008 bzw. 2012, Europameisterin 1999 (Kurzdistanz) bzw. Vize-Europameisterin 2006 (Kurzdistanz), Gesamt-Weltcup-Siegerin 2004 und Gesamt-Weltcup-Dritte 2006

„Andere inspirieren, sich zu bewegen…“

MM: Ein Wettkampf im Triathlon ist unheimlich hart: Schwimmen, Radfahren und der abschließende, „mörderische“ Lauf. Welches ist Ihre Schokoladen-Disziplin? Was würden Sie einem Anfänger (wie mir) entgegnen, der einfach sagt: „Ach, so schwer sieht das ja gar nicht aus. Schwimmen kann ich, Radfahren sowieso und das `bißchen` Laufen schaffe ich auch noch…“ Was sind die Eigenschaften – nach Ihrer persönlichen Meinung – die ein ambitionierter Triathlet besitzen muss?

Anja Dittmer: So schwer ist ein Triathlon ja auch nicht. Fast jeder kann schwimmen, Rad fahren und laufen. Es gehört nur ein Wille dazu, und ein bißchen Übung wäre hilfreich. Man muß nur gesund sein und auf geht`s! Ich hoffe, dass ich mit meinem Sport andere inspirieren kann, sich zu bewegen. Meine Schokoladendisziplin ist das Laufen…

Lena Meißner, Jahrgang 1998, Junioren-Europameisterin mit der Mixed-Staffel 2014, Junioren-EM-Dritte 2015 und 2016

„Man erlebt keinen monotonen Trainingsalltag…“

MM: Was begeistert Sie eigentlich am Triathlon? Wie kamen Sie zu dieser sehr anspruchsvollen Sportart?

Lena Meißner: Mich begeistert insbesondere die Vielseitigkeit. Man erlebt keinen monotonen Trainingsalltag, denn man hat eine gewisse Abwechslung und kann das Training je nach Schwerpunkt der Disziplinen gut variieren. Ich denke, dass darin der Reiz besteht, warum so viele Leute vom Triathlon fasziniert sind.

Ich selbst kam zum Triathlon durch ein Probe-Training, welches durch meinen Verein geleitet wurde. Mir hat es von Anfang an Spaß gemacht und der leistungssportliche Charakter setzte auch erst später ein, sodass ich behutsam darauf vorbereitet wurde.

 

Text und Gespräche: M.Michels

 

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