Der seit gestern feststehende Abstieg des FC Anker Wismar aus der NOFV-Oberliga und die damit verbundene Rückkehr in den Landesspielbetrieb hat direkten Einfluss auf die Konstellation in Sachen Klassenerhalt und Abstieg in der Verbandsliga und der Landesliga der Herren. Die Hansestädter hatten in der kurzfristig angesetzten Relegation gegen den sächsischen Vertreter VfL Hohenstein-Ernstthal nach einem 1:1-Remis im Hinspiel mit einer 1:2-Auswärtsniederlage am Sonntag in der Gesamtrechnung den Kürzeren gezogen.

Neben Anker Wismar gehört auch der ebenfalls aus der Oberliga abgestiegene Malchower SV in der neuen Saison zu den 16 Verbandsligisten in Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund der Anzahl der aufzunehmenden Teams (zwei Absteiger aus der Oberliga, zwei Aufsteiger aus der Landesliga) erhöht sich die Zahl der Absteiger aus der landeshöchsten Spielklasse. Demnach steigen die Mannschaften auf den Plätzen 14, 15 und 16 in die Landesliga ab. Dies betrifft definitiv das Schlusslicht SV HANSE Neubrandenburg und nunmehr auch den Malchiner SV.

Offen ist noch die Platzierung des SV 90 Görmin, der sich nach Abschluss der 30 Spieltage derzeit auf Rang 15 befindet. Die Entscheidung zur Berufung im Rahmen eines Sportgerichtsverfahrens könnte jedoch noch Einfluss auf das Gesamtklassement nehmen. Görmin könnte je nach Ausgang des Verfahrens die Punkte aus dem ursprünglich verlorenen Spiel beim TSV Bützow zugesprochen bekommen. Der TSV soll in jener Partie vier Nicht-EU-Ausländer eingesetzt haben. In erster Instanz hatte das Sportgericht das Spiel zu Gunsten der Görminer gewertet, Dienstagabend (18. Juni) soll in einer mündlichen Verhandlung die endgültige Entscheidung in dieser Sache fallen. Sollte der SV 90 Görmin die Punkte am grünen Tisch erhalten, würde der TSV 1860 Stralsund dritter Absteiger aus der Verbandsliga sein.

Der vermehrte Abstieg aus der Verbandsliga erreicht derweil auch die Landesliga. Mit dem PSV Rostock muss der schlechteste Tabellen-14. in der kommenden Serie eine Klasse tiefer in der Landesklasse antreten. Dagegen bleibt der TuS Neukalen als schlechtester 13. der vier Staffeln in der Landesklasse eben dieser Spielklasse auch im nächsten Spieljahr erhalten. „Der Verein TuS Neukalen ist durch eine verringerte Aufstiegsmeldung aus den Kreisen kein Absteiger“, bestätigt Peter Dluzewski aus dem Spielausschuss des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Auf dieses mögliche Szenario hatte der Verband bereits Anfang Juni im Vorfeld der endenden Meldefrist hingewiesen.

Quelle: LFV MV