Tischtennisnachwuchs schrammt denkbar knapp an selbst gestecktem Ziel vorbei
„Quickborn“ ging dieses Jahr bereits in die 26. Auflage des Mannschaftswettbewerbs für die Altersklassen U11 & U13. Es kann mittlerweile also mit Fug und Recht von einem Traditionsevent im NTTV gesprochen werden. Mit sieben Talenten war der Tischtennisverband MV bereits am Freitagabend in den „echten Norden“ angereist. Ohne Vorjahressieger Berlin (Meldung kurzfristig zurückgezogen) gingen an diesem ersten Märzwochenende sieben Landesauswahlmannschaften sowie die Bezirksauswahlmannschaften der vier Schleswig-Holsteiner Spielbezirke in der Heimstätte des gastgebenden TUS Holstein an die grünen Tische.
Die TTVMV-Delegation, bestehend aus drei Landesmeistern und vier weiteren „kleinen“ hochtalentierten Hoffnungsträgern aus allen Spielbezirken Mecklenburg-Vorpommerns, bekam es an Turniertag eins in der Vorgruppenphase direkt mit zwei norddeutschen „Schwergewichten“ zu tun: Brandenburg sowie Gastgeberland Schleswig-Holstein. Wie zu erwarten, konnte das MV-Team beim 1:9 gegen den TTVB sowie beim 2:8 gegen die Lokalmatadoren lediglich Nadelstiche setzen. Auffälligste Akteurin war dabei das Wismarer „Küken“ Emily Waligora (Post SV Wismar), welches ohne Satzverlust beide Einzel für sich entschied und für MV erste Zähler aufs Tableau zauberte.

Gegen Samstag mittags sollte dann auch langsam die Stunde der TTVMV-Jungs dämmern. Gegen die Bezirksauswahlen 1 und 3 behält das 13er Paarkreuz Till Schütt und Fiete Wiesner (beide SV Nord-West Rostock) eine weiße Weste. Auch die 11er Theo Jonas (TTSV Anklam) und Noah Gürgen (SV Medizin Stralsund) lieferten perfekt ab. Mit 7:3 sowie 6:4 gelingt dem Team MV ein positiver Tagesabschluss – auch weil die Stralsunder Debütantin Emma Plantikow bei den 13er Mädchen ihren ersten Sieg erkämpfen konnte.
Am Sonntag ging es nach einem frühen Aufstehen erneut in die Lilli-Henoch-Halle, um in der Platzierungsrunde den Gastgeber-Spielbezirken 4 und 2 Paroli zu bieten. Erstgenannte stellteen sich für den MV-Kader jedoch als zu stark heraus auch wenn Annelie Schwenn (SV Medizin Stralsund) mit ersten Satzgewinnen auf diesem Spielniveau für kleine Achtungszeichen sorgen kann. Nach 3:7 ging es im Endspiel um den 8. Platz. Nachdem die 13er Mädchen im letzten Spiel des Tages, somit auch des ganzen Turniers, ihren Gegenspielerinnen hauchzart im Entscheidungssatz unterlagen, schrammte das Team MV durch das resultierende 5:5-Unentschieden denkbar knapp am selbst gesteckten Ziel vorbei.
Mit Rang 9 gelingt letztlich jedoch ein achtbares Gesamtergebnis im avisierten einstelligen Platzierungsbereich. Diesjähriger Gesamtsieger wurde ungeschlagen die „Heimmannschaft“ aus Schleswig Holstein, gefolgt von der ersten Auswahl Hamburgs sowie Sachsen-Anhalt auf Rang 3.
Text: Johannes Wiesner