Nur sechs Wochen nach der 100. Auflage des legendären Bergringrennens steht am kommenden Sonnabend eine weitere Attraktion auf der Agende des Teterower Motorsportklubs. Zum nunmehr schon neunten Male ist das Motodrom in den Heidbergen Austragungsort der einzigen Automobil-Rallye in Mecklenburg-Vorpommern.

Symbolfoto: bilanol

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Etwa 60 Teams aller großen Marken bewerben sich rund um den Traditionskurs gleich in vier verschiedenen Serien um wertvolle Meisterschaftspunkte. Ausgeschrieben sind neben dem ADAC Hansa Rallye Pokal Wertungsläufe um den DMSB Schottercup sowie die ADMV Rallyemeisterschaft von Berlin/Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Insgesamt stehen sechs Wertungsprüfungen auf drei verschiedenen Kursen mit einer Gesamtlänge von 40 km auf dem Programm.

Natürlich ist der 1877m lange Bergring zum Rennauftakt selbst in zwei Läufen linksherum wesentlicher Bestandteil der Wettkampfstrecken. Zwei weitere Wettkampfprüfungen führen außen um die Speedway-Arena herum. In den abschließenden Prüfungen am Nachmittag gibt es bei „Bergring-spezial“ noch zwei Wertungen auf einer Kombination beider Rundkurse, wobei die Grasbahn diesmal rechtsherum zu bezwingen ist. Das Auf und Ab mit bis zu 15-prozentiger Steigung sowie nicht zuletzt die weiten Flüge über den legendären Hechtsprung sind auch für erfahrene Rallye-Teams eine echte Herausforderung und ermöglichen auch den Nicht-Allradern im Feld durchaus reelle Siegchancen.

Zu den Topfavoriten zählen sicher erneut die Seriensieger des Vorjahres Jens Schneider mit Co-Pilot Sascha Wöll vom Taunus Racing Team auf BMW. Nach den ersten beiden von insgesamt acht Veranstaltungen der diesjährigen Serie führt allerdings das Duo Michael Bach/Andre Seelisch auf Mitsubishi Lancer vor Fabian Schulze/Jean Ihlefeld (Suzuki) und Dustin Wegel/Patrick Weiner (BMW). In den Vorjahren brillierten aber auch der starke Finne Jaako Keskinen mit seiner Partnerin Sirpa Salonen auf ihrem Skoda Fabia in Teterow mehrfach mit Bestzeiten.

Der enge Kurs im Teterower Motodrom und die Kompaktheit des Geländes ermöglichen den Zuschauern stets einen hautnahen Kontakt zu den spektakulären Drifts und Positionskämpfen. Wie in der Rallyeszene üblich ist das Fahrerlager jederzeit frei zugänglich. Der Start zur ersten Wertungsprüfung erfolgt um 12 Uhr.

Text: Hans-Werner Ruge