Rettungsschwimmen

Symbolbild

Nachgefragt bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Die Saison der Rettungssportler wird in diesem Jahr besonders abwechslungsreich und spannend. Immerhin stehen diverse regionale, nationale und internationale Herausforderungen auf deren Agenda.  Höhepunkt in Mecklenburg-Vorpommern ist klar der DLRG-Cup in Warnemünde (vom 18. bis 20. Juli). Auf nationaler Ebene steht die Einzelstrecken-Meisterschaft im Mai fest im Terminkalender der Athleten.

Ein Drittel des Jahres ist schon wieder rum… Was waren die bisherigen Höhepunkte für die DLRG?

Martin Holzhause, DLRG-Referent für Öffentlichkeitsarbeit: In den ersten Monaten des Jahres geht es in erster Linie darum, sich die richtige Form für die Saison zu holen. Die Höhepunkte folgen dann erst später. Unsere Kader-Sportler haben eine Reihe Lehrgänge und Trainingslager absolviert und sich bei Veranstaltungen in Belgien, Spanien und Südafrika die nötige Wettkampfhärte für die kommenden Monate angeeignet.

Einige DLRG-Landesverbände haben bereits ihre Landesmeisterschaften durchgeführt, zuletzt Niedersachen mit rund 2000 Teilnehmer. In MV steht die Meisterschaft am 11. Mai auf dem Programm. Für die bundesweit besten Sportler wird es am 25. und 26. Mai ernst. Dann werden bei der Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaft in Magdeburg erstmals die nationalen Champions in sechs Einzel- und fünf Team-Disziplinen ermittelt. Das neue Format ergänzt die bisherigen Meisterschaften im Mehrkampf und ist Teil der Qualifikation für die Europameisterschaft im September in Italien.

Dazu kommen sicherlich noch weitere wichtige Wettkämpfe…

Martin Holzhause: Neben den Deutschen Meisterschaften für Einzelstrecken in Magdeburg sind das die DM für den Mehrkampf im Oktober in Hannover und der DLRG-Cup. Bereits Ende April fanden in Sulzbach im Saarland die Deutschen Senioren-Meisterschaften für Athleten ab 25 Jahren statt. Am letzten Wochenende im Juni treffen sich die Auswahlmannschaften der 18 DLRG-Landesverbände, um beim Junioren-Rettungspokal die begehrteste Trophäe im Nachwuchsbereich zu jagen.

Am 3. August gibt es dann noch einmal Spitzen-Rettungssport in Prerow zu sehen. Dort macht die dreiteilige Wettkampfserie im Freigewässer „DLRG Trophy“ Station. Im September steht mit der Europameisterschaft in Riccione der internationale Saisonhöhepunkt auf dem Programm.

Noch ein Blick auf 2018… Was waren die Highlights?

Martin Holzhause: Das Highlight war natürlich die Weltmeisterschaft in Australien. Dort ist der Sport – vor allem im Freigewässer – so populär wie sonst nirgends auf der Welt. Nicht nur für unsere Nationalmannschaft, sondern auch für viele Sportler aus den Ortsgruppen, die an den Masters und Interclubs teilgenommen haben, war das etwas ganz Besonderes.

Ein weiterer internationaler Höhepunkt war die Junioren-Europameisterschaft in Irland, bei der unser Nachwuchs viele Medaillen sammelte und in der Nationengesamtwertung am Ende Rang zwei belegte. National war natürlich der DLRG-Cup in Warnemünde wieder ein Höhepunkt. Mit der gemischten Lifesaver-Staffel und dem Rettungstriathlon im dreistufigen Ausscheidungsmodus im Finale hatten wir dort auch zwei neue Formate im Programm.

Wie sehen Sie die Entwicklung des Rettungssports in den letzten Jahren?

Martin Holzhause: Der Rettungssport erfreut sich in der DLRG großer Beliebtheit. Dabei geht es nicht immer um Leistungssport. Die vielen Trainingsgruppen bundesweit fördern den Zusammenhalt unter den jungen Mitgliedern und auch ihre Motivation, später selbst ehrenamtlich als Rettungsschwimmer über die Sicherheit der Badegäste zu wachen.

Der Sport ist ein ganz wichtiges Instrument, den Nachwuchs an die Vereine zu binden. Auch ihm ist es zu verdanken, dass die DLRG in den zurückliegenden Jahren einen deutlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen konnte.

Was zeichnet den „DLRG-Standort M-V“ aus Ihrer Sicht aus?

Martin Holzhause: Bei Mecklenburg-Vorpommern denkt man natürlich zuerst an die Küste, die Strände der Ostsee. Hier sind jedes Jahr eine Menge M-V-Rettungsschwimmer im Einsatz, aber auch sehr viele Ehrenamtliche aus dem ganzen Bundesgebiet, die ihre Ferien opfern, um Urlaubern eine sichere Freizeit am und im Wasser zu ermöglichen.

Verglichen mit den Vereinen im Binnenland haben die Ortsgruppen an der Ostsee natürlich tolle Bedingungen im Freigewässer-Bereich. Dass die MV-Rettungssportler aber auch in der Schwimmhalle konkurrenzfähig sind, haben vor allem die Athleten aus Anklam und Stralsund schon oft genug bewiesen.

In den letzten Jahren konnten aus MV insbesondere Rettungsschwimmer der DLRG Stralsund und der DLRG Anklam bei nationalen und internationale Wettkämpfen begeistern, so vor allem der Stralsunder Danny Wieck.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!

mic