WM-Serie im Triathlon auf der olympischen und Sprint-Distanz 2017 beendet

Am dritten September-Wochenende 2017 ging auch die diesjährige Weltserie im Triathlon auf der olympischen und Sprint-Distanz zu Ende. Neun Stationen standen zwischen März 2017 und September 2017 auf der Agenda – Abu Dhabi (März), Gold Coast (April), Yokohama (Mai), Leeds (Juni), Hamburg (Juli), Edmonton (Juli), Montreal (August), Stockholm (August) und Rotterdam (September).

Wieder WM-Gold an die Bermudas und Spanien

Am Ende triumphierten die Titelverteidigerin und der Titelverteidiger von 2016… Bei den Damen setzte sich im Gesamt-Ranking wieder Flora Duffy von den Bermudas vor Ashleigh Gentle (Australien), Katie Zaferes (USA) bzw. Kirsten Kasper (USA) durch und bei den Männern war in der Gesamt-Bilanz erneut Mario Mola (Spanien) vor Javier Gomez (Spanien), Kristian Blummenfelt (Norwegen) bzw. Richard Murray (Südafrika) der Beste.

„Übersee“ bei den Frauen und Europa bei den Herren: Resümee zu den Einzel-Erfolgen 2017

Bei den Damen gingen die neun Einzel-Erfolge alle „nach Übersee“: Sechsmal gewann Flora Duffy (Yokohama, Leeds, Hamburg, Edmonton, Stockholm bzw. Rotterdam), zweimal Andrea Hewitt aus Neuseeland (Abu Dhabi bzw. Gold Coast) und Ashleigh Gentle (Montreal).

Europa war hingegen bei den Männern das triathlonsportliche „Maß aller Dinge“. Alle neun Einzel-Erfolge erkämpften die Triathleten des „alten Kontinents“, so Mario Mola (Gold Coast, Yokohama, Hamburg bzw. Edmonton), Javier Gomez (Abu Dhabi bzw. Montreal), Jonathan Brownlee aus Großbritannien (Stockholm) und Vincent Luis aus Frankreich (Rotterdam).

Aus deutscher Sicht gab es nur einen Podest-Rang – Bronze für Laura Lindemann in Hamburg. Laura Lindemann wurde als 26. in der WM-Gesamtwertung auch beste Deutsche. Bei den Herren erreichte für Schwarz-Rot-Gold Justus Nieschlag als Gesamt-37. die beste Platzierung.

Der IRONMAN HAWAII 2017 schon in Sichtweite

Nach der WM-Serie auf der olympischen bzw. Sprint-Distanz 2017 wartet nun der IRONMAN HAWAII 2017 auf seine Protagonistinnen bzw. Protagonisten, der in diesem Jahr am 14.Oktober ausgetragen wird. Der Rostocker Andreas Raelert, der 2017 aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein kann (MV-SPORT berichtete), wurde dort 2010, 2012 sowie 2015 jeweils Zweiter bzw. 2009 und 2011 jeweils Dritter.

Wie war das eigentlich noch vor Jahresfrist, 2016, im Triathlon? Wie waren die Ergebnisse vor rund 12 Monaten? Wer waren die Siegerinnen und Sieger?

Deutscher Dreifach-Erfolg beim IRONMAN 2016 / Andreas Raelert musste leider verletzungsbedingt aufgeben / WM-Titel auf der olympischen Distanz gingen 2016 an die Bermudas und an Spanien

Wie in jedem Jahr… Am zweiten Oktober-Wochenende 2016 wurden wieder einmal die besten „Ironmänner“ und „Ironfrauen“ beim IRONMAN vor und auf Hawaii ermittelt.

Der Olympiasieger von 2008 in Peking auf der olympischen Distanz und Vorjahres-Sieger, Jan Frodeno, wurde in der Zeit von 8 Stunden, 6 Minuten und 30 Sekunden über 3,86 Kilometer Schwimmen plus 180 Kilometer Radfahren plus 42,195 Kilometer Laufen wieder die  Nummer eins. Und gleich drei Deutsche standen auf dem Podest, denn Sebastian Kienle und Patrick Lange wurden Zweiter und Dritter.

Aus deutscher Sicht ist dieser Triumph der siebente Erfolg für einen deutschen Triathleten auf Hawaii, nachdem dort bereits Thomas Hellriegel (1997), Normann Stadler (2004/2006), Faris Al-Sultan (2005), Sebastian Kienle (2014) bzw. wie erwähnt Jan Frodeno 2015  siegreich waren.

Der Rostocker Andreas Raelert, der sich verletzungsbedingt nicht optimal auf den diesjährigen IRONMAN vorbereiten konnte, musste das Rennen leider vorzeitig aufgeben. Dennoch: Der Hanseate hat mit seinen drei Vize-Weltmeister-Titeln und zwei dritten Rängen beim IRONMAN seine Klasse bereits mehr als bewiesen.

Bei den Frauen siegte wiederum die Schweizerin Daniela Ryf vor der Australierin Mirinda Carfrae und der US-Amerikanerin Heather Jackson.

Den „ewigen Medaillenspiegel“ beim IRONMAN führen die USA mit 30 x Gold, 26 x Silber und 27 x Bronze an. Deutschland kommt hier auf 7 x Gold, 8 x Silber, 16 x Bronze.

Blick zum olympischen Triathlon 2016

Bei den anderen ganz großen Triathlon-Wettkämpfen 2016 ging es über die olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Lauf) und/oder Sprint-Distanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Lauf).

Die WM-Serie 2016 gewann bei den Frauen Flora Duffy (Bermudas) und bei den Herren Mario Mola (Spanien). Beim olympischen Triathlon in Rio  triumphierte hingegen bei den Frauen Gwen Jorgensen (USA) und bei den Herren Jonathan Brownlee (Großbritannien), der bereits 2012 Gold erkämpft hatte.

Marko Michels

Archiv-Foto (Michels): Impression vom Hamburger Triathlon. Hamburg ist fester Bestandteil der WM-Serien im Triathlon.