Nachgefragt bei Joachim Bonin, Vorsitzender des WarnemĂŒnder Tauchsportclubs

Das Ende des Jahres 2017 ist allmĂ€hlich in Sicht. Wintersportlich gibt es allerdings noch jede Menge WettkĂ€mpfe, ob im Eissport, im Skisport oder im Schlittensport. Die Winter-Athletinnen und âAthleten wollen dabei vor allem Selbstbewusstsein fĂŒr die Winterspielen 2018 in Pyeongchang âtankenâ.
Auch die LĂ€ufer sind im Dezember bei ihren Nikolaus-, Weihnachts- und SilvesterlĂ€ufen noch gefragt. Die Eis-Angler wollen auch noch aktiv sein und sich zum Silvester- oder Neujahrstag ihren obligatorischen âJahresend-Karpfenâ fangen.
Da wollen die Tauchsportler natĂŒrlich nicht âauĂen vorâ bleiben.

Schon gar nicht in Rostock oder in WarnemĂŒnde â den deutschen Hochburgen im Tauchsport oder Flossenschwimmen.
Max Lauschus vom TSC Rostock 1957 erkĂ€mpfte dabei im aktuellen Jahr unter anderem beim GroĂereignis des Jahres fĂŒr die Flossenschwimmer und Tauchsportler, den âWorld Gamesâ in Wroclaw, den Weltspielen in den nichtolympischen Sportarten, gleich zweimal Edelmetall (Silber und Bronze). Sein Verein, der TSC Rostock 1957, wurde zudem 60 Jahre und feierte dieses JubilĂ€um entsprechend.
Nun gilt es aber, das Jahr 2017 auch tauchsportlich wĂŒrdig zu beenden. Bereits zum 43.Mal findet dabei das traditionelle Weihnachtstauchen des WarnemĂŒnder Tauchsportclubs statt.
Nachgefragt bei Joachim Bonin, Vorsitzender des WarnemĂŒnder Tauchsportclubs

Joachim Bonin ĂŒber das Weihnachtstauchen 2017, die Teilnehmer vor Ort, das zurĂŒckliegende Tauch-Jahr fĂŒr den TSCW, den kommenden Tauch-Start ins neue Jahr und die Engagements seines Vereines
„Wir tauchen das ganze Jahr ĂŒber, bei jedem Wetter und gern auch mit GĂ€sten!“
Frage: Das Jahr 2017 geht allmĂ€hlich zu Ende. Das traditionelle Weihnachtstauchen in WarnemĂŒnde „rief“, wie jedes Jahr, Anfang Dezember (am 9.12.2017). Was ist fĂŒr Sie persönlich das stets Besondere an diesem Event?

Joachim Bonin: Unser traditionelles Weihnachtstauchen jÀhrte sich 2017 zum 43. Mal. Auch wenn das Event-Datum, das jeweils zweite Wochenende im Dezember, in der Zwischenzeit fester Bestandteil vieler Vereinskalender ist, bedeutet die Organisation des Weihnachtstauchens keine Routine, sondern ist immer wieder eine Herausforderung.
Taucher aus Rostock, Greifswald, GĂŒstrow, Berlin/Brandenburg gehören zu den regelmĂ€Ăigen Tauch-GĂ€sten beim Weihnachtstauchen. Immer wieder gilt es, neue Ideen zu finden, um das Event zu etwas Unvergesslichem werden zu lassen. Das Besondere fĂŒr mich an dieser Veranstaltung ist in jedem Jahr die hohe Anzahl der Anmeldungen und die Tatsache, dass die Taucher mittlerweile aus der gesamten Bundesrepublik zu uns zum Tauchen kommen.
Frage: Wie vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren 2017 vor Ort? Kamen diese aus ganz M-V und darĂŒber hinaus?

Joachim Bonin: 46 Taucher waren beim Weihnachtstauchen 2017 im bzw. am Alten Strom und besuchten den erleuchteten Tannenbaum. Dabei waren, wie bereits angesprochen, Taucher aus dem gesamten Bundesland Mecklenburg – Vorpommern und Berlin sowie aus Brandenburg aktiv.
Frage: Wie verlief ansonsten das tauchsportliche Jahr fĂŒr den WarnemĂŒnder Tauchsportclub? Was gibt es da zu âvermeldenâ?
Joachim Bonin: Vor allem die Tauch-Enthusiasten kamen auf ihre Kosten. Mit dem Tauchboot âKoralleâ wurden je nach Wetterlage BootstauchgĂ€nge im nahen KĂŒstenmeer, zum GlĂŒck haben wir nur eine kurze Revierfahrt, organisiert.  Wir charterten zudem das Segelschulschiff âGreifâ fĂŒr eine Segel-Tauchtour nach Bornholm.
Im Mai tauchten wir in Ăsterreich und in der Schweiz. Der TSC WarnemĂŒnde fĂŒhrte ferner das Schatzkisten-Tauchen beim WarnemĂŒnder WintervergnĂŒgen durch, im Wildpark GĂŒstrow veranstalten wir ohnehin regelmĂ€Ăig das Showtauchen im Aquatunnel… Unser Veranstaltungskalender war gut gefĂŒllt mit Terminen.
Aber nicht nur Tauchen, sondern auch andere Veranstaltungen stehen bei uns im Terminkalender. Wir unterstĂŒtzen karikative Vereine, wie beispielsweise den Verein zur Förderung krebskranker Kinder e.V. In Rostock. Und: Wir beteiligten uns beim Stadtradeln und beim City-Lauf.

Frage: Was waren echte Highlights und besondere Vorkommnisse der bisherigen Weihnachtstauchen?
Joachim Bonin: Die weiteste Anfahrt zum Weihnachtstauchen hatte ein Schweizer Taucher. Der Ă€lteste Teilnehmer war 81 Jahre alt – total fit und ein toller Taucher. Der jĂŒngste Taucher war 16 Jahre alt.
Was „wettertechnische Widrigkeiten“ betraf: Wir hatten bereits ein sehr verregnetes Weihnachtstauchen, aber auch Schnee lag schon so manches Jahr. In diesem Jahr war das Wetter okay, Luft-Temperaturen bei einem Grad und bewölkter Himmel.
Letzte Frage: Wann wird der Start ins neue Jahr 2018 vollzogen?

Joachim Bonin: Am 1.Januar 2018, also gleich Neujahr, geht es zum traditionellen Antauchen nach Börgerende. Wir tauchen das ganze Jahr ĂŒber, bei jedem Wetter und gern auch mit GĂ€sten!
Vielen Dank, dann optimale TauchgÀnge auch weiterhin und ein erfolgreiches bzw. abwechslungsreiches Tauch-Jahr 2018!
Marko Michels
Ăbrigens: Die WarnemĂŒnder Seehunde und einige  SchĂŒler der elften Klasse haben  die Gunst der Stunde mit den Tauchern genutzt, um Bodenproben zu entnehmen. Sie wollen herausfinden, ob dort Plast- und Farb-Partikel, usw. SchĂ€den anrichteten.
Vom maritimen Tauchen zum maritimen Rudern

Der gebĂŒrtige Rostocker Hannes Ocik (Schweriner Rudergesellschaft) erhielt Anfang Dezember 2017 zusammen mit den anderen Mitgliedern des goldenen WM-Deutschland-Achters den FISA-Award des internationalen Ruderverbandes zur „Mannschaft des Jahres 2017“.
Vor 13 Jahren, 2004, erhielt aus deutscher Ruder-Sicht die gebĂŒrtige Warenerin Katrin Rutschow-Stomporowski als damalige frisch gekĂŒrte Einer-Olympiasiegerin einen FISA-Award.
M.M.