Rostockerin avanzierte zur zweiterfolgreichsten Starterin im Deutschen Team

Bei den Para Schwimmen-Weltmeisterschaften im Londoner Aquatics Center hat die Rostockerin Denise Grahl ein Ausrufezeichen gesetzt. Über die 100 Meter Freistil der Startklasse S7 holte die 26 Jahre alte Athletin des Hanse-Schwimmverein Rostock e.V. am Samstag Silber. Die amtierende Europameisterin musste sich im Finale lediglich der US-Amerikanerin McKenzie Coan geschlagen geben. Am Ende trennten Grahl deutliche 3,27 Sekunden von der neuen Weltmeisterin. Neben der Freude über den Fizetitel ließ sie nach dem Rennen noch einmal ihr anvisiertes Ziel durchblicken: „Eigentlich hätte ich auch gerne eine neue Bestzeit aufgestellt.“

Am Sonntag folgte dann die zweite Paradestrecke und erklärte Lieblingsdisziplin der gebürtigen Schwerinerin. Ein weiterer Podestplatz klar formuliert. Immerhin ist sie auf den 50 Meter Freistil ebenfalls Europas beste Para-Schwimmerin, sowie Fize-Weltmeisterin von 2017.
Vom Ehrgeiz getragen schlug Grahl im Finale nach guten 33,38 Sekunden am Beckenrand an. Für Gold reichte es aber auch hier nicht. Vor ihr die beiden US-Amerikanerinnen Mallory Weggemann (32,22 Sekunden) und Coan McKenzie (32,52 Sekunden). Das Ziel, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, erneut knapp verfehlt. Wieder am ganz großen Wurf vorbei. „Ich denke, das wird erst noch ein paar Wochen dauern, bis ich das realisiert habe und mich dann auch wirklich freuen kann“, sagte die gelernte Krankenpflegerin nach der Siegerehrung. Dennoch, ihre WM-Bronzemedaille ist ein hervorragendes Ergebnis für die Deutsche Para Schwimmen-Nationalmannschaft. Sechsmal Edelmetall für Deutschland. Zwei Medaillen allein für Denise Grahl. Beachtlich.

Auch Bundestrainerin Ute Schinkitz gibt sich hoch zufrieden: „Wir haben geholt, was man holen konnte. Von unseren 15 Sportlern waren elf davon Erststarter bei einer WM – das lässt positiv in die Zukunft blicken.“

red