Rostock-Warnemünde. Zum 23. Mal lockt der DLRG Cup zahlreiche Rettungsschwimmer nach Warnemünde an die Ostsee. Bei hervorragenden Wetterbedingungen und guter Stimmung eröffnet Achim Haag, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, gemeinsam mit dem Senator für Soziales, Jugend, Gesundheit, Schule und Sport der Hansestadt Rostock, Steffen Bockhahn, die Veranstaltung offiziell. „Ich freue mich auf diese große Veranstaltung und spannende Wettkämpfe“, sagt DLRG-Präsident Achim Haag.

Foto: Daniel André-Reinelt (DLRG)

„Wir fühlen uns geehrt und es bedeutet große Anerkennung für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, dass die DLRG nunmehr zum 23. Mal nach Warnemünde kommt, um diesen tollen Wettkampf auszurichten“, ergänzt Bockhahn. „Die lebensrettende Aufgabe der DLRG“, so der Senator weiter, „und die Millionen ehrenamtlichen Stunden der DLRG-Mitglieder sind unbezahlbar“.

Bereits vor der Eröffnung gehen die Athleten aus insgesamt sechs Nationen zu den ersten Disziplinen an den Start. Beim Auftakt verlangen die Strandsprints den Sportlern Kraft und Kondition ab. Hier hat bei den Frauen Clara Steinberg (DLRG Harsewinkel) schnellere Beine als die Belgierin Aurelie Romanini und Lisa Stohr (DLRG Nieder-Olm/Wörrstadt). Bei den Männern holt sich Jan Laufer (DLRG Gelsenkirchen-Buer) vor Lucas Vogler (DLRG Lüneburg) und Nils Mündelein (DLRG Brühl) eine der ersten Medaillen des Tages.

Weiter geht es anschließend mit der Strandsprintstaffel, bei der die Athleten viermal 90 Meter laufen und jeweils am Ende der Strecke einen Staffelstab an den entgegenkommenden Sprinter übergeben. Als erstes Team bringen hier die Frauen der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock den Stab über die Ziellinie. Zweiter wird die Auswahl aus Harsewinkel, gefolgt vom Schweizer Team Innerschwyz. Die Männer der DLRG Harsewinkel lassen die Sprinter aus Gelsenkirchen-Buer sowie das schwedische Quartett von Livräddarna Tylösand hinter sich und holen damit das nächste Gold nach Westfalen.

Im Anschluss an die Beach Sprints geht es für viele Sportler ins Wasser zu den Vorläufen im Surf Race. Hier schwimmen die Teilnehmer einen 400 Meter langen Rundkurs durch die Brandung. Zur Entscheidung kommt es hier jedoch erst am Freitag (19.7.).

DLRG Cup mit verändertem Wettkampfmodus
Erstmals bei einem DLRG Cup starten in diesem Jahr keine Nationalmannschaften. Mit der Umstellung des Wettkampfmodus steht dieser nun internationalen Vereinen offen (Interclubs). Zuvor konnten ausländische Sportler nur mit ihrer Nationalmannschaft starten. Damit ist der DLRG Cup fortan Teil des von der International Lifesaving Federation of Europe (ILS-E) ausgerichteten Europe Cup in Lifesaving sowie im Ranking der Euro Beach Flags Tour.

Bis Samstagnachmittag (20.7.) laufen und schwimmen die rund 230 angereisten Rettungsschwimmer um Punkte und Medaillen. Die Wettbewerbe des DLRG Cups werden am Strandabschnitt 1 in Nachbarschaft zum „Teepott“ (Strandpromenade 1) von Warnemünde ausgetragen. Am Freitag (19.7.) und Samstag ab 08:00 Uhr können Zuschauer von den Tribünen der Strandarena oder auch direkt an der Wasserkante die Athleten während der Rennen beobachten. Der Wettkampf endet Freitag voraussichtlich gegen 18:00 Uhr und Samstag um circa 16:30 Uhr.


 

Über den Rettungssport
Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Er entstand aus der Idee heraus, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen. Denn gute Rettungssportler sind auch gute Rettungsschwimmer. Der Sport kann im Ernstfall helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig können durch ihn Techniken zur Rettung verfeinert und perfektioniert werden. Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsgeräte sind Voraussetzung dafür, im Wettbewerb konkurrenzfähig sein zu können. In der DLRG betreiben rund 60.000 meist junge Menschen aktiv den Rettungssport, vom lokalen Verein bis hin zum internationalen Wettkampf. Vielen von ihnen konnten dadurch bereits für den Wasserrettungsdienst an den Stränden, Badesee und in Schwimmbädern begeistert werden.

Über die DLRG
Die DLRG ist mit fast 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die DLRG ist die Nummer Eins in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Von 1950 bis 2018 hat sie über 22,5 Millionen Schwimmprüfungen und fast fünf Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen. In rund 2.000 Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr über zehn Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Menschen in Deutschland. Die Kernaufgaben der DLRG sind die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die Aufklärung über Wassergefahren sowie der Wasserrettungsdienst. Über 45.000 Mitglieder wachen jährlich weit mehr als drei Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Mehr Informationen unter dlrg.de.

Quelle: DLRG