In Crimmitschau hätten sie beinahe eine Sensation geschafft, nachdem sie das 1:3 mit Toren in der 59. Minute ausglichen.

Rostock Piranhas (REC) in Aktion | Foto: © Susann Ackermann

© Susann Ackermann

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs haben nach dem 0:4 in eigener Halle am Dienstag im Rückspiel im Nord-Ost-Pokal bei den Eispiraten Crimmitschau beinahe eine Sensation geschafft. Beim 3:4 nach Penaltyschießen (0:2, 1:0, 2:1) holten sie immerhin einen Punkt. Pech war dann, dass im Shootout nur Tom Pauker traf, während für die Hausherren Lemay und Demmler verwandelten.

Obwohl die Gäste mit einem satten Kader von 20 plus 3 antreten konnten, „wird es trotzdem ein sehr schweres Spiel. Crimmitschau ist schon eine sehr starke Mannschaft, Pass- und Laufspiel am Sonntag waren wirklich toll anzuschauen“, meinte vor Spielbeginn REC-Mannschaftsleiter Dirk Weiemann.

Bei den Piranhas begann im Tor Gastspieler Nils Velm, während Leon Meder als Backup absicherte. Die Gastgeber machten wie erwartet viel Druck und führten nach den ersten 20 Minuten verdient mit 2:0. Aber auch die Rostocker hatten ihre Chancen, so zum Beispiel bei Alleingängen von Ludwig Nirschl, der am starken Keeper der Gastgeber Michael Bitzer scheiterte. Dirk Weiemann: „Trotz des 0:2 machen es unsere jungen Leute – so spielen wir praktisch mit einer Weißwasser-Reihe – auch gut, und Nils Velm im Tor macht seine Sache ebenfalls ordentlich.“

Mit Mitteldurchgang steigerte sich der REC und kam auch zu zwei Überzahlsituationen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Dafür gelang Maurice Becker in Unterzahl der verdiente Anschlusstreffer. Das sah jetzt schon besser aus, und wir konnten uns am Ende auch mit unserem ersten Tor belohnen. Man sieht bei einigen von uns schon ein bisschen die Ermüdung, da ist es gut, dass wir heute unsere jungen Weißwasseraner haben, die sind allesamt fit wie ’n Turnschuh“, so Weiemann.

Beide Teams lieferten sich ein umkämpftes und spannendes letztes Drittel , in dem die Piranhas nach dem 1:3 tatsächlich durch einen Doppelschlag kurz vor dem Ende noch den Ausgleich schafften. Die Jungs haben im Schlussdrittel noch einmal super gekämpft und sich insgesamt erneut toll verkauft. Das war ein gute Leistung gegen einen starken Zweitligisten. Auch aus diesem Spiel können wir viel mitnehmen“, fand Dirk Weiemann.

REC: Velm (Meder) – Becker, Gerstung, Frick, Seckel, Noack, Junge – Voronov, von Ungern-Sternberg, Stopinski, Pistilli, Pauker, Brockelt, Stanley, Dunbar, Müller, Reuß, Detig, Nirschl, Rentsch

Nicht dabei waren Jayden Schubert und Sean Morgan, dafür mit Tim Junge, Luis Müller, Luis Rentsch, Lars Reuß, Ludwig Nirschl, Tim Detig und Keeper Eric Steffen gleich sieben Förderlizenz-Spieler aus Weißwasser, zudem mit Torwart Tim Velm ein weiterer Akteur mit Gastspiel-Genehmigung.

Tore: 1:0 Schietzold (3.), 2:0 Gans (11.), 2:1 Maurice Becker (20./Vorlage: Christopher Stanley – in Unterzahl), 3:1 Timmins (48. – in Unterzahl), 3:2 Filip Stopinski (nach 58:21 Minuten – in Unterzahl), 3:3 Tom Pauker (58:47/Becker – in Unterzahl)

Strafminuten: Crimmitschau 10, Rostock 6

Zuschauer: 500 im Kunsteisstadion im Sahnpark

Das ausgefallene Spiel gegen Dresden wird aufgrund von Terminproblemen nicht nachgeholt.

Tabelle:

1. Eispiraten Crimmitschau (11 Punkte)
2. Lausitzer Füchse Weißwasser (10 Punkte)
3. Rostocker Eishockey-Club (5 Punkte)
4. Dresdner Eislöwen (1 Punkte)

Damit können die Piranhas nicht mehr Letzter werden.

Autor: Arne Taron / REC