8x Gold, 3x Silber und 2x Bronze – 3 Medaillen gingen an Mecklenburg-Vorpommern

Was für eine erfolgreiche Junioren-Europameisterschaft. Vor heimischen Publikum auf dem Baldeneysee in Essen ruderten 13 der 14 deutschen Boote zu einer Medaille.  8x Gold, 3x Silber und 2x Bronze stehen am Ende auf dem Medaillenkonto. Damit ist der Deutsche Ruderverband die erfolgreichste Nation.

Bei traumhaften Bedingungen – leichter Schiebefind, aber alles fair  – konnten die jungen Athletinnen und Athleten bei den internationalen Titelkämpfen deutliche Ausrufezeichen setzen.

© DRV / Seyb

Beide Vierer mit Steuerfrau/-mann rudern zu Gold
Schon im ersten Finale wurde die Medaillenjagd eröffnet. Tori Schwerin, Mathilda Kitzmann, Amelie Sens, Lena Kolwey und Steuerfrau Annalea Fisch (LRV Mecklenburg-Vorpommern von 1990 e.V./RK am Wannsee e.V.) holten mit über einer Bootslänge Vorsprung die Goldmedaille.

Der Junioren-Vierer mit Steuermann legte im anschließenden Rennen direkt nach. Erik Bruns, Nikolas Rossbach, Paul Röder, Leon Braatzund Steuermann Florian Wünscher (RC Bergedorf e.V./Berliner RC/SportClub Berlin-Köpenick e.V./RC Bergedorf/RG Rotation Berlin e.V.) holten mit einem starken Schlussspurt ebenfalls Gold vor den Booten aus Irland und der Türkei.

Föster holt Bronze
Im dritten Rennen des Tages gab es die dritte Medaille für das deutsche Team. Alexandra Föster (Ruderclub Meschede e.V.) freut sich über Bronze hinter der Ukraine und Griechenland.
Beim Sieg des Belgiers Tristan Vandenbussche wurde Paul Berghoff (Sportclub Magdeburg e.V. Abteilung Rudern) im Einer Sechster.

Silber für Böttcher und Junges
Maike Böttcher und Noreen Junges (beide LRV Mecklenburg-Vorpommern von 1990 e.V.) haben im Juniorinnen-Zweier ohne die Silbermedaille gewonnen. Das Duo aus Meck-Pomm musste sich nur den Tschechinnen geschlagen geben und verwies das Boot aus Italien mit deutlichem Abstand auf den Bronzerang.

Junioren-Zweier ohne ist Europameister
Mit einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg haben sich Ben Gebauer und Tjark Löwa (Potsdamer R.C. Germania e.V./Rudergemeinschaft Rotation Berlin e.V.) mit dem EM-Titel belohnt. Das Duo siegte vor den Italienern und Dänen.

Bronze für Guhse und Prehm
Judith Guhse und Jette Prehm (Ruderverband Schleswig-Holstein/Sportclub Magdeburg e.V. Abteilung Rudern) gewinnen Bronze hinter den Booten aus Litauen und Italien. Das Duo lag bis zur 1.500-m-Marke noch auf dem Silberrang, musste dann aber die schlussstarken Italienerinnen noch vorbeiziehen lassen.

Gold für den Junioren-Doppelzweier
Aaron Erfanian und Paul Krüger (Deutscher Ruder-Club von 1884 e.V./Sportclub Magdeburg e.V. Abteilung Rudern) sind zum Titel gerudert. Die beiden konnten sich nach 500 m an die Spitze setzen und die Führung bis ins Ziel verteidigen.

Juniorinnen-Vierer ohne sind Europameister
Auch Magdalena Rabl, Luisa Gathmann, Lisa Weber und Clara Oberdorfer (RG München 1972 e.V./RC Rheinfelden e.V./RG München 1972 e.V./Ulmer Ruder-Club ‚Donau‘ e.V./) freuen sich über die Goldmedaille. Das Quartett übernahm vom Start weg die Führung und gewann am Ende mit knapp zwei Sekunden Vorsprung vor Italien und Dänemark.

Junioren-Vierer ohne rudert ebenfalls zu Gold
Ähnlich souverän ruderten Mark Hinrichs, Hanno Brach, Bruno Spät und Cedric Wiemer (Limburger Club für Wassersport 1895/1907 e.V./Giessener RG 1877 e.V./Marburger RV von 1911 e.V./Frankfurter RG Germania 1869 e.V.) zu Gold. Das Quartett konnte sich auf der zweiten Streckenhälfte von den Griechen lösen und mit über einer Bootslänge Vorsprung den Sieg ins Ziel fahren. Bronze geht an die Italiener.

Gold für den Juniorinnen-Doppelvierer
Und die Goldjagd ging weiter. Auch Luise Bachmann, Hannah Grimm, Alina Henze und Sarah Wibberenz (RV Ingelheim e.V./Akademischer RV zu Leipzig e.V./RV Berlin von 1878 e.V./RC-Havel Brandenburg e.V.) freuen sich über den EM-Titel. Das Quartett setzte sich vom Start weg an die Spitze und dominierte das Rennen bis ins Ziel.

Junioren-Doppelvierer holt Silber 
Sören Henkel, Hermann Krüger, Paul Leerkamp und Nils Stutz (RV Waltrop von 1928 e.V./LRV Mecklenburg-Vorpommern von 1990 e.V./ Osnabrücker RV/RV Kappeln im Turn- und Sportverein Kappeln von 1876 e.V.) sind zu Silber im Doppelvierer gerudert. Die Jungs von Trainer Martin Schwave mussten sich nur den neuen Europameistern aus Tschechien geschlagen geben.

Juniorinnen-Achter ist Vizeweltmeistern
Pia Renner, Paula Burbott, Antonia Galland, Stina Röbbecke, Elisa Patzelt, Olivia Clotten, Helena Spanke, Cecilia Sommerfeld und Steuerfrau Emilie Meyer (Kettwiger Rudergesellschaft e.V./Neusser RV/RC am Baldeneysee e.V./RC ‚Wiking‘ e.V.  Lüneburg/Crefelder RC/Celler RV/Neusser RV/RV Waltrop von 1928 e.V.) sind Vize-Europameister. Die Crew konnte nur dem Tempo der siegreichen Russinnen nicht ganz folgen, verwaltete den Silberrang aber souverän bis ins Ziel.

Junioren-Achter rudert sensationell zu Gold
Als goldener Abschluss ruderte der Junioren-Achter zum EM-Titel. Nikita Mohr, Joshua Klaas, Julius Matischik, Mattis Koch, Gero Hensengerth, Erik Kohlbach, Frederik Breuer, Korwin Hildebrandt und Steuermann Julius Fabry (RTHC Bayer Leverkusen /Alster-Ruderverein Hanseat von 1925 e.V./Hürther RG/ Hallesche-Ruder-Vereinigung Böllberg /Bonner RG/RC Hansa von 1898 e.V. Dortmund/Bessel-Ruder-Club e.V.) haben mit einer eindrucksvollen Fahrt der Konkurrenz keine Chance gelassen und die Boote aus Polen und Russland auf die Plätze zwei und drei verwiesen.

„Beste Werbung für den Rudersport“
Junioren-Bundestrainerin Sabine Tschäge war mehr als zufrieden mit dem Abschneiden des deutschen Rudernachwuchses. „Das war in der Form schon überraschend. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Boote am Ende oben stehen. Vor allem der Jungs-Achter ist sensationell nach vorne geprescht“, so Tschäge. „Ein bisschen Leid tut es mir für unseren besten Einerfahrer Paul Berghoff, das war kein so glückliches Rennen. Da müssen wir schauen, dass er besser loskommt.“

In zwei Wochen geht es mit den Ranglisten-Rennen in Hamburg weiter. Dort sind dann auch einige Athleten wieder an Bord, die in Essen nicht teilnehmen konnten. „Bis dahin müssen wir erstmal schauen, dass alle wieder Bodenhaftung haben“, schmunzelt Tschäge, die die EM als tolle Werbung für den Rudersport einstuft. „Das war wirklich ein tolles Event, super aufgezogen vom Essener Ruder-Regattaverein. Insgesamt beste Werbung für unseren Sport.“

Für die meisten Athleten ging es nach der Siegerehrung direkt heim, denn morgen ruft wieder die Schulbank. Einige haben in dieser Woche auch noch eine Abiprüfung vor sich. „Das ist wirklich ein straffes Programm für die Sportler“, so Tschäge.

Quelle: PM Deutscher Ruderverband