SCN-Siebenkämpferin Sophie Weissenberg will beim Hypo-Meeting punkten

Die Leichtathletik pulsiert im vorolympischen 2019, die mit den Weltmeisterschaften Ende September/Anfang Oktober in Doha ihren internationalen Saison-Höhepunkt haben wird. Auch die LeichtathletInnen am Olympiastützpunkt Neubrandenburg haben in den kommenden Monaten zahlreiche Wettkämpfe und Meisterschaften zu meistern. Zu diesen gehört auch Siebenkämpferin und U 20 Fize-Weltmeisterin von 2016 im Weitsprung, Sophie Weissenberg.

Sophie Weißenberg (SCN) gewinnt bei der U23-DM Gold im Weitsprung (Foto: SCN)

Sophie, Sie sind top im Weitsprung und ebenso im Mehrkampf. Wohin soll die sportliche Reise künftig gehen?

Sophie Weißenberg: Ich habe ich mir fest vorgenommen, an Olympischen Spielen teilzunehmen! Am liebsten – natürlich – schon nächstes Jahr in Tokyo! Ansonsten ist mein sportlicher Plan, meine Punktzahl im Siebenkampf deutlich zu steigern und bei internationalen Wettkämpfen präsent zu sein.

Wie sahen Ihre Vorbereitungen auf die Saison 2019 aus? Welche Wettkämpfe stehen für Sie auf dem Plan?

Die Vorbereitungen liefen im Großen und Ganzen sehr gut. Ein Hürdensturz verhinderte zwar die Hallen-Saison, aber der Fokus lag sowieso auf der Freiluft-Saison. Mein wichtigster Wettkampf wird das Hypo-Meeting in Götzis Ende Mai sein. Danach entscheidet es sich, wohin es die Saison gehen wird und welche weiteren Wettkämpfe anstehen werden.

Ein bisschen zurückgeschaut: Wann begannen eigentlich Ihre Leichtathletik-Karriere?

Sophie Weißenberg: Leichtathletik mache ich eigentlich schon, seitdem ich denken kann! Angefangen hat es natürlich erst einmal mit dem Kindersport und noch recht unspezifisch, aber mit 7, 8 Jahren standen bereits auch erste Wettkämpfe an. Neben der Leichtathletik habe ich für eine kurze Zeit noch Volleyball gespielt.

Und Ihre beruflichen Ziele?

Sophie Weißenberg: Momentan liegt der Fokus ganz auf dem Sport. Ich werde 2019 aber ein Studium beginnen.

Vielen Dank

 


Termine für Mai & Juni

    • 19. Mai: Rostocker City-Lauf
    • 25. Mai: „scn-energy-Lauf“ in Jatznick
    • 25. Mai: Ostseepokal der Altersklassen 8-13 in Rostock
    • 1. Juni: OASE Inselseelauf in Güstrow
    • 22. Juni: Landesmeisterschaften der Altersklassen U 14 bis Elite
    • 22. Juni: Senioren-Sportspiele in Ribnitz-Damgarten
    • 30. Juni: Bahn-Landesmeisterschaften 5000 Meter/10000 Meter in Wismar


 

Der Siebenkampf

Erste WM 1983

Der Siebenkampf, als Pendant zum Zehnkampf der Männer, ging 1981 aus dem noch fünf Disziplinen umfassenden Mehrkamf für Frauen hervor. Schon zwei Jahre später war er Bestandteil der ersten Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki und damit fest im internationelen Wettkampfprogramm verankert. Gleich die erste Entscheidung ’83 wurde zu einem Triumvirat der deutschen Teilnehmerinnen. Ramona Neubert vom SC Einheit Dresden wurde Weltmeisterin, vor Sabine Paetz vom SC DHfK Leipzig, Anke Vater vom SC Neubrandenburg und Sabine Everts vom LAV Düsseldorf.

Mit insgesamt 3 x Gold, 5 x Silber und 1 x Bronze waren deutsche Siebenkämpferinnen zwischen 1983 und 2017 bislang sehr erfolgreich. Sabine Braun vom TV Wattenscheid 01 Leichtathletik ist dabei mit zweimal Gold (1991, 1997) und einmal Silber (1993) die erfolgreichste deutsche Siebenkämpferin bei Welttitelkämpfen. Carolin Schäfer schaffte 2017 WM-Silber in London – das vorerst letzte WM-Edelmetall für deutsche Siebenkämpferinnen.

Bei EM und Olympia

Europameisterschaften stehen seit 1982, Olympische Spielen seit 1984 auf dem Programm der international besten Siebenkämpferinnen. Die deutsche EM-Bilanz hier: viermal Gold, dreimal Silber und fünfmal Bronze. Bei Olympia stehen zweimal Silber und dreimal Bronze auf der Habenseite. Anke Behmer vom SC Neubrandenburg holte gleich zweimal Edelmetall – EM-Gold 1986 und Olympia-Bronze 1988.

Auch bei der Universiade im Programm

Edelmetall für Siebenkämpferinnen aus Mecklenburg-Vorpommern gab es in den letzten 26 Jahren auch bei Universiaden, der größten internationalen Multisportveranstaltung nach den Olympischen Sommerspielen. Birgit Gautzsch vom Schweriner SC belegte 1993 in Buffalo Platz zwei, Neubrandenburgs Sonja Kesselschläger wurde 2001 in Peking ausgezeichnete Dritte.

10 Jahre lang geht nichts ohne Julia Mächtig

Sehr stark präsentierte sich zwischen 2004 und 2014 Julia Mächtig vom SC Neubrandenburg. Die Ausnahmeathletin wurde unter anderem JWM-Dritte 2004, JEM-Dritte 2005, U 23-EM-Dritte 2007, Deutsche Siebenkampf-Meisterin 2007 und Deutsche Hallen-Meisterin 2013. 2016 beendete die heutige Geschäftsführerin des Handballvereins SV Fortuna 50 Neubrandenburg ihre aktive Karriere.