Erstmalig wurde der Diadem Cup mit dem Berlin Team Masters (25./26. Januar) in der Bundeshauptstadt ausgetragen. Für das neue Juniorinnen-Turnier des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes war sogleich ein riesiges Starterfeld mit insgesamt 346 Sportgymnastinnen aus 16 Ländern gemeldet. In verschiedenen Kategorien und Altersklassen gingen auch die Schweriner Sportgymnastinnen im Alter ab 9 Jahre an den Start. Beim hoch interessanten und stark besetzten Turnier um den Diadem Cup vertraten Tanja Nedobojko, Jana Weizel, Isabella Rogaschev, Anastasia Pataman, Luise, Aßmann, Helene Aßmann und Anastasia Thoß den Schweriner TSV.

Für die drei jüngsten Mädchen Tanja, Jana und Isabella war dies sogar der erste große internationale Wettbewerb. Mit großer Motivation und Fleiß gingen sie dann auch in die folgenden Zweikämpfe. Am Ende legten die jungen TSV-Athletinnen einen sehr guten Einstand in die neue Wettkampfsaison 2020 hin. Jana und Isabella (Jahrgang 2010) wurden mit Platz 7 und 10 belohnt, Tanja (Jahrgang 2011) mit Platz 9.

Zeigten turnerisches Können beim Berliner Diadem Cup: die Sportgymnastinnen des TSV Schwerin | Foto: Petra Richter

Die Sportgymnastinnen des TSV Schwerin – Foto: Petra Richter

Gleich dreimal Edelmetall (2x Silber und 1x Gold) gab es dann für Luise Aßmann und ihren Zweikampf mit Ball und Keulen. Ihr Auftritt zeichnete sich durch sichere Schwierigkeiten und ein gewachsenes Leistungsvermögen aus. Als 2. im Mehrkampf der AK Br. 2006 mit 20,00 Punkten musste Luise nur einer Sportgymnastin aus Israel (um 0,85 Punkte) den Vortritt aufs Siegerpodest lassen. Luises Zwillingsschwester Helene belegte hier Platz 8.
Auch wenn bei Anastasia Pataman und Anastasia Thoß der Mehrkampf leider nicht fehlerfrei verlief – Platz 7. in der AK 2007 bzw. Platz 5 in der AK 2005, gab es dann am Ende doch noch Grund zur Freude. So sicherte sich Anastasia Pataman die Goldmedaille mit dem Seil und Anastasia Thoß die Bronzemedaille mit der Keule.

Begeisterung bei Publikum und Nachwuchsgymnastinnen weckten zuletzt auch die Wettkämpfe beim RSG Team Masters mit gemeldeten 99 Gymnastinnen aus 18 Vereinen. Allein schon weil der titelgebende Wettkampf den internationalen Top-Bereich der Meisterklasse und der Juniorinnen umfasste. So wurde hier Rhythmische Sportgymnastik in all ihrer Eleganz und Anmut gezeigt. Am Ende gewannen die Sportgymnastinnen des Bundesstützpunkts Schmiden in der Teamwertung die Goldmedaille und den Team-Pokal für Deutschland. Ein Ausrufezeichen setzte bei den Erwachsenen ab 16 Jahren die Potsdamerin Margarita Kolosov. Sie überzeugte mit 3 nahezu fehlerfreien Übungen im Mehrkampf (Ball, Keulen, Reifen) sowie in der Einzeldisziplin mit dem Ball. Neben diesen Zwei Titeln holte sie in der Meisterklasse auch noch Silber mit dem Reifen und Bronze mit der Keulen. Bei den Juniorinnen avancierte die 14-jährige JWM-Teilnehmerin Darja Varfolomeev (ebenfalls für den Bundesstützpunkt Schmiden) zur erfolgreichsten Athletin. Sie gewann in ihrer Altersklasse Gold mit Ball, den Keulen und dem Band sowie im Merhkampf.

Insgesamt hat das Kober Sportzentrum in Berlin für die zwei vollgepackten Wettkampftage hervorragende Bedingungen geboten. Eine Fortsetzung dieses neuen Gymnastik-Festivals für den Nachwuchs steht damit wohl außer Frage…

TSV Schwerin / red