Aliona Savchenko/Bruno Massot mit Gold beim Grand Prix-Finale im Eiskunstlaufen

Symbolbild – Eiskunstlauf

Der Eissport stand am zweiten Advents-Samstag 2017 im Fokus des sportlichen Geschehens. Neben den Bob- bzw. Skeleton-Assen in Winterberg, den Rennrodlern in Calgary, den Eisschnellläufern in Salt Lake City, jeweils Weltcup-Wettkämpfe, warten zudem die Eiskunstläuferinnen sowie Eiskunstläufer beim Grand Prix-Finale 2017 in Nagoya gefordert.

Goldige Momente aus deutscher Sicht erlebten dabei bis dato im Zweier-Bob der Frauen Stephanie Schneider/Lisa Marie Buckwitz, Jacqueline Lölling im Skeleton der Frauen, Felix Loch im Rennrodeln der Herren, Toni Eggert/Sascha Benecken im Doppelsitzer/Rennrodeln und auch Aliona Savchenko/Bruno Massot im Paarlaufen.

Früher mit einem Greifswalder erfolgreich…

Ja, Aliona Savchenko und Bruno Massot konnten beim Grand Prix-Finale im Eiskunstlaufen (Paarlauf) in Nagoya Rang eins vor Sui Wenjing/Han Cong (China) bzw. Meagan Duhamel/Eric Radford (Kanada) im Paarlaufen erringen. Aliona hatte übrigens zusammen mit dem gebürtigen Greifswalder Robin Szolkowy zwischen 2008 und 2014 fünfmal WM-Gold, zwischen 2007 und 2011 viermal EM-Gold sowie bei Winter-Olympia 2010 und 2014 jeweils Olympia-Bronze erkämpft.

Aktuell mit zweimal Gold, einmal Silber

In der aktuellen Grand Prix-Saison, die von Oktober 2017 bis Dezember 2017 stattfand und sieben Stationen umfasste, kam Aliona mit Bruno Massot zu Rang zwei beim Skate Canada in Regina, Rang eins beim Skate America in Lake Placid und nun eben zu Rang eins beim Grand Prix-Finale in Nagoya.

Die anderen Siegerinnen bzw. Sieger in Nagoya waren Nathan Chan (USA, Herren-Einzel), Alina Zagitova (Russland, Damen-Einzel) und Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron (Frankreich, Eistanz).

Russland mit 27 Medaillen

Am erfolgreichsten bei den sieben Grand Prix-Stationen 2017 waren Russland mit 27 Medaillen (9 x Gold), die USA mit 16 Medaillen (5 x Gold), Kanada mit 11 Medaillen (4 x Gold) und Japan mit 8 Medaillen (2 x Gold).

Nächste Herausforderungen

Die nächsten internationalen Herausforderungen für die Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer sind die Europameisterschaften vom 15.Januar 2018 bis 21.Januar 2018 in Moskau, die Vier-Kontinente-Meisterschaften vom 22.Januar 2018 bis 27.Januar 2018 in Taipei, die Olympischen Winterspiele vom 9.Februar 2018 bis 25.Februar 2018 in Pyeongchang und die Weltmeisterschaften vom 19.März 2018 bis 25.März 2018 in Mailand.

Sportliches Kalenderblatt im Eiskunstlaufen vom 29.Januar 2017

58.EM-Medaille im Paarlaufen für ein deutsches Duo /Silber für Aliona Savchenko/Bruno Massot /EM-Gold als Trainer für gebürtigen Greifswalder Robin Szolkowy

Bei der Paarlauf-Konkurrenz der Eiskunstlauf-Europameisterschaften Ende Januar 2017 in Ostrava gab es die 58.EM-Medaille in dieser Eiskunstlauf-Disziplin für ein deutsches Duo, das seine Wurzeln sowohl in der Ukraine als auch in Frankreich hat. Aliona Savchenko/Bruno Massot von der Deutschen Eislauf-Union belegten hinter Jewgenija Tarasowa/Wladimir Morosow (Russland) den Silber-Rang, vor dem französischen Paar Vanessa James/Morgan Cipres. Insgesamt nahmen 18 Paare aus 12 Ländern am Paarlauf-Wettkampf der EM 2017 teil. Das zweite deutsche Paar Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert wurde Zwölfter.

Aliona wieder mit Medaille, Robin auch…

Aliona Savchenko/Bruno Massot hatten bereits bei den EM 2016 in Bratislava Rang zwei belegt. Und Aliona kennt das Gefühl des Erfolges ohnehin schon einige Jahre… Sie konnte zusammen mit dem gebürtigen Greifswalder Robin Szolkowy, ihrem einstigen sportlichen Partner, bereits über zahlreiche Erfolge und Medaillen bei Olympia, WM, EM oder Grand Prix-Wettkämpfen jubeln. Bei Europameisterschaften erkämpfte das Duo Aliona Savchenko/Robin Szolkowy viermal Gold (2007, 2008, 2009 bzw. 2011) und dreimal Silber (2006, 2010 bzw. 2013). Das russische Sieger-Paar von 2017, Jewgenija Tarasowa/Wladimir Morosow, wurde und wird übrigens von Robin Szolkowy trainiert…

Blick in die Paarlauf-EM-Geschichte

In der EM-Geschichte des Eiskunstlaufens, seit den ersten EM im Paarlaufen 1930 in Wien, gewannen deutsche Paare damit 20 x Gold, 17 x Silber und 21 x Bronze. Neben den bisherigen EM-Titeln für Aljona Savchenko/Robin Szolkowy (Chemnitzer EC) 2007, 2008, 2009, 2011 erkämpften folgende deutsche Paare noch EM-Gold: Maxi Herber (Münchener EV)/Ernst Baier (Berliner SC) 1935, 1936, 1937, 1938 und 1939, Ria Baran/Paul Falk (Düsseldorfer EG) 1951 und 1952, Marika Kilius (Frankfurter Eissport Verein/Sport Club Riessersee)/Hans-Jürgen Bäumler (Sport Club Riessersee) 1959, 1960, 1961, 1962, 1963 und 1964, Sabine Baeß/Tassilo Thierbach (SC Karl-Marx-Stadt) 1982 und 1983 bzw. Mandy Wötzel/Ingo Steuer (Eislaufverein Chemnitz) 1995.

Die meisten EM-Titel im Paarlaufen zwischen 1930 und 2015 gewannen Russland (einschließlich Sowjetunion und GUS) mit 46 (insgesamt 117 Medaillen) und Deutschland (auch mit Bundesrepublik, DDR) mit 20 (insgesamt 58 Medaillen).

Die erfolgreichsten Paare…

Das Duo Irina Rodnina/Alexander Saizew (Sowjetunion) mit 7 EM-Titel (1973 bis 1978 plus 1980) war ganz besonders im Paarlaufen erfolgreich. Mit einem anderen Partner, Alexej Uljanow, gewann Irina Rodnina noch vier weitere EM-Titel von 1969 bis 1972.

Das wohl berührendste und ausdrucksstärkste Paar in der Eiskunstlauf-Geschichte waren zweifellos Jekaterina Gordejewa/Andrej Grinkow, die 1988, 1990 und 1994 den EM-Titel gewannen. Leider verstarb Andrej Grinkow im Alter von nur 28 Jahren…

„Rostock“ konnte zudem EM-Medaillen im Eiskunstlaufen bei den Paaren erringen… Der gebürtige Rostocker Rolf Oesterreich erreichte mit seiner Partnerin Romy Kermer bei den EM 1974, 1975 und 1976 jeweils Silber – stets hinter dem sowjetischen Paar Irina Rodnina/Alexander Saizew.

„Allgemein Historisches“ zu den EM im Eiskunstlaufen

Seit 1891 gibt es übrigens Europameisterschaften im Eiskunstlaufen. Seinerzeit wurden die männlichen Champions in Hamburg ermittelt, wobei Oskar Uhlig aus Berlin am besten war. 1930 folgten Europameisterschaftskonkurrenzen bei den Damen und im Paarlauf. Und seit 1954 dürfen auch die Eistänzerinnen und Eistänzer europameisterlich ran.

Blick zu den Vier-Kontinente-Meisterschaften 2017 in Gangneung

Bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften im Februar 2017 im Eiskunstlaufen im südkoreanischen Gangneung mit den Starterinnen und Startern des amerikanischen Doppel-Kontinents, aus Asien, Afrika und Australien-Ozeanien war Kanada mit einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze vor den USA mit einmal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze, Japan mit jeweils einmal Gold, Silber sowie Bronze und China mit einmal Gold am erfolgreichsten.

Die dortigen Goldmedaillen holten Nathan Chen (USA, Herren-Einzel), Mai Mihara (Japan, Damen-Einzel), Sui Wenjing/Han Cong (China, Paarlauf) und Tessa Virtue/Scott Moir (Kanada, Eistanz).

Marko Michels