Deutschland-Achter mit Triumph beim Ruder-Weltcup in Luzern

Der Deutschland-Achter mit dem Schlagmann und gebürtigen Rostocker Hannes Ocik, Jahrgang 1991, von der Schweriner Rudergesellschaft gewann die Weltcup-Entscheidung auf dem Luzerner Rotsee und sicherte sich damit auch den Gesamt-Weltcup.

In einem spannenden Finale am 9.Juli siegte das deutsche Boot in der Zeit von 5:24:31 Minuten knapp vor Australien (5:24:80 Minuten). Dritter wurden die Niederlande (5:28:14 Minuten).

Für Hannes war es der erste Erfolg auf dem Rotsee. Damit fährt der Deutschland-Achter mit „viel Rückenwind“ zu den Ruder-WM in Sarasota vom 24.September bis 1.Oktober.

Der Rotsee, die dortigen WM und die deutschen Medaillen-Erfolge insbesondere im Herren Achter / Luzern auch eine Erfolgsgeschichte für das Ruder-Land M-V

Der Rotsee in Luzern war eigentlich immer ein „gutes Wasser“ für die deutschen Ruderinnen und Ruderer, insbesondere dann, wenn in dem mondänen Schweizer Ort Weltmeisterschaften ausgetragen wurden – was bis dato viermal der Fall war.

So gab es bei den WM 1962 fünfmal Gold, bei den WM 1974 zehnmal Gold, 1982 viermal Gold und 2001 sechsmal Gold aus deutscher Sicht.

Die Entscheidungen im olympischen Herren-Achter endeten – bis auf einmal – stets mit deutschen Medaillen-Gewinnen. Bei den ersten Ruder-WM überhaupt 1962 siegte der deutsche Achter mit dem gebürtigen Neustrelitzer Klaus Aeffke, dem gebürtigen Neubrandenburger Hans-Jürgen Wallbrecht bzw. dem gebürtigen Tutower Karl-Heinrich von Groddeck vor der Sowjetunion und Frankreich. 1974 gingen die deutschen Achter-Ruderer leer aus, die USA siegten vor Großbritannien und Neuseeland.

Bei den damals ersten WM Entscheidungen im Frauen-Rudern 1974 dominierte der DDR-Frauen-Achter mit der Schwerinerin Sabine Brinker.

In Luzern`74 holte zudem der gebürtige Greifswalder Joachim Dreifke (ASK Vorwärts Rostock), 1980 Olympiasieger im Doppelzweier mit seinem Klubkameraden Klaus Kröppelien, WM-Gold im Doppelvierer. Acht Jahre danach, bei den 1982er WM in Luzern, errang Joachim Dreifke mit Klaus Kröppelien Silber im Doppelzweier.

Der gebürtige Rostocker Siegfried Brietzke, Olympiasieger 1972 im Zweier ohne sowie Olymmpiasieger 1976 bzw. 1980 jeweils im Vierer ohne, schaffte hingegen Gold im Vierer ohne.

1982 sicherte sich dann der DDR-Herren-Achter Silber hinter Neuseeland und vor der Sowjetunion. Goldige Momente erlebten der gebürtige Greifswalder Ulrich Kons (ASK Vorwärts Rostock) und Stadt- bzw. Vereinskollege Hans Sennewald im Vierer mit.

Und bei der 2001er WM kam der gebürtiger Ueckermünder Peter Thiede mit dem Deutschland-Achter hinter Rumänien und Kroatien auf Rang drei.

Vor 16 Jahren jubelte auch die gebürtige Warenerin Katrin Rutschow-Stomporowski, Olympiasiegerin 1996 im Doppelvierer und Olympiasiegerin im Einer 2004, über WM-Gold im Frauen-Einer. Last but not least: Die Kühlungsborner Zwillingsschwestern Anja und Dana Pyritz ruderten mit dem deutschen Frauen-Achter 2001 zu WM-Bronze.

Nun geht es aber nach Sarasato 2017…

Marko Michels

Foto (Michels): Hannes Ocik.