Sonja Bade holt Gold im Einzel und Silber im Doppel, Vereinskollege Danilo Seutter Bronze im Einzel

Drei Athleten des Badmintonverbands Mecklenburg-Vorpommern machten sich letzten Mai-Wochenende auf nach Dortmund um bei der 21. Deutschen Para-Badminton Meisterschaft ihr Können unter Beweis zu stellen. Während Routinier Sonja Bade (Greifswalder SV 98) gerechtfertigte Ambitionen auf den Titel hegte – schon 2017 wurde die Lubminerin Deutsche Meisterin sowohl im WH2-Dameneinzel als auch im WH1/WH2-Damendoppel – war das Turnier für Bades Vereinskollegen Danilo Seutter und für die Grevesmühlenerin Andrea Ahrens (Blau-Weiß Grevesmühlen) vorrangig eine Standortbestimmung.

Im Gemischten Doppel der Schadensklasse WH2 mussten sich Sonja und Danilo leider in allen ihren Gruppenspielen geschlagen geben. Zweimal gingen die Spiele sogar einstellig verloren – so gegen die Topgesetzten Mi/Knoblauch sowie das Dortmunder Duo Horstkamp/Posth.

Deutlich besser lief es dann aber für Bade im Dameneinzel. Souverän gewann sie ihre Spiele gegen Verena Engler (NRW) und Newcomerin Andrea Ahrens. Ein Dreisatzkrimi und entscheidendes Spiel um den Turniersieg lieferte sie sich dann aber gegen die Lokalmatadorin Posth. Mit 12:21, 21:19 und 23:21 konnte die 45-Jährige das Match schließlich für sich entscheiden und sich verdient zur neuen Deutschen Meisterin krönen. Ahrens belegte am Ende den vierten Platz.

Ebenfalls zu einer Medaille kam Danilo Seutter im Herreneinzel (WH2) – trotz zweier deutlicher Niederlagen. Weil nur drei Rollstuhl-Athleten gemeldet hatten, stand für den Greifswalder schon vor Beginn der Spiele fest, dass es für ihn ein Posestplatz geben wird. Ehrgeiz und Kampfgeist ließ Seutter deswegen aber zu keiner Zeit vermissen.

Doch damit war das Turnier noch nicht beendet. Schließlich traten Sonja Bade und Andrea Ahrens noch im Damendoppel WH1/WH2 an. Allerdings nicht zusammen – Bade mit ihrer niedersächsischen Partnerin Monika Meinhold und Ahrens zusammen mit Verena Engler. Bade sicherte sich nach zwei gewonnenen Spielen bereits die Silbermedaille. Für den Turniersieg hätten sie und Meinhold noch an der Nationalspielerin Valeska Knoblauch (mit Elke Rongen) vorbei müssen. Noch gelang das nicht. Mit 14:21 und 10:21 gaben sich Bade und Meinhold am Ende geschlagen. Für Andrea Ahrens sprang wieder der vierte Platz heraus.

red